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Pressemeldung des Kommunalreferats vom 27.06.2018


Nächster Schritt in die Zukunft des Viktualienmarktes

Stadtrat bestätigt das Konzept des Kommunalreferates und gibt den Startschuss für die weiteren Planungen.

In seiner heutigen Vollversammlung hat sich der Münchner Stadtrat einstimmig für die vom Kommunalreferat vorgeschlagene Sanierung des Viktualienmarktes ausgesprochen und den Auftrag zur Vorplanung erteilt.


„Der Viktualienmarkt ist für mich, so wie für viele andere, einer der Lieblingsplätze in München. Er ist seit über 200 Jahren das kulinarische Zentrum Münchens und prägt Gesicht und Geschmack unserer
Stadt. Ich habe es daher immer als meine Pflicht und auch als mein Privileg empfunden, diesen besonderen Platz zukunftssicher zu machen, damit auch kommende Generationen ihn genauso wie wir erleben und schätzen lernen können.“ erklärt Kommunalreferent Axel Markwardt. „Es ist eine - auch in
meiner langen Laufbahn - unvergleichliche Herausforderung gewesen, für den Viktualienmarkt die nötige bauliche und technisch Frischzellenkur zu finden, dabei aber mit seinem besonderen Charme und Charakter besonders Behutsam. Sanft. Liebevoll. umzugehen.Das habe ich von Anfang an versprochen.
Das heute beschlossene Konzept schafft diesen Spagat und achtet und bewahrt dabei die Einzigartigkeit des Marktes. Umso mehr freut es mich, dass der Stadtrat heute unsere Einschätzung geteilt hat und meinem Vorschlag gefolgt ist. Ich kann also beruhigt den Staffelstab übergeben. Denn ich weiß jetzt, dass die Stadt den Markt auf den aktuellsten Stand der Technik bringt. Und das, ohne dass er auch nur einen Tag schließt oder einen seiner über 100 ständigen Händler oder etwas von seinem Charme einbüßt!“
Das Kommunalreferats legte für diesen Beschluss eine umfangreiche Machbarkeitsuntersuchung und ein Konzept zur Marktsanierung mit weitgehendem Erhalt der pittoresken Marktstandl vor. Die aus der
Nachkriegszeit stammenden Standl in Holzständerbauweise unter Walmdächern sollen abschnittsweise und je nach individuellem Sanierungsbedarf ertüchtigt werden. Der bauliche Zustand der Stände ist
sehr unterschiedlich, je nach Bedarf sollen Bausubstanz, Kellerdecken, Dächer, Türen, Fenster und Fassaden ertüchtigt oder erneuert werden. Die Innenräume samt Oberflächen sowie alle technischen Anlagen und Versorgungsleitungen sollen ergänzt, instandgesetzt oder erneuert werden.
In zwei Bereichen des Marktes – der Abteilung 2 vorm „Pschorr“ und der Abteilung 6 zwischen Westenrieder- und Frauenstraße – sind größere Maßnahmen vorgesehen. In diesem Arealen sollen große Gemeinschaftskelleranlagen für die Händler entstehen, durch die man die notwendigen zusätzlichen Lagerflächen sowie erforderliche Räumlichkeiten für Technik, Personal und Sanitäranlagen bereit stellen kann. Oberirdisch sind Neubaumaßnahmen vorgesehen, die sich in Abteilung 2 um einen so
entstehenden Innenhof mit dem Karl-Valentin-Brunnen gruppieren und auch Sanitäranlagen für Besucherinnen und Besucher des Marktes anbieten. In Abteilung 6 gilt es durch einen großvolumigeren Neubau die derzeitige „Hinterhofsituation“ aufzulösen und gleichzeitig die Müllentsorgung zu
verbessern.


Die Umsetzung soll ab frühestens 2021 in mehreren kleinen Schritten erfolgen: Zuerst die beiden Unterkellerung und oberirdisch die Errichtung mehrerer fester Gebäude, die dann als „Wechselquartiere“ dienen. So kommen die Gruppen von Händlerinnen und Händlern, deren Stände gerade zu ertüchtigen sind, derweil jeweils gemeinsam in der Abteilung 2 bzw. 6 unter. Und nachdem so schrittweise alle Stände fertig sind und die jeweilige Betreiberin bzw. der jeweilige Betreiber zurück gezogen ist, erhalten
die beiden Ausweichquartiere ihre endgültige Bebauung und Belegung. Dieses Vorgehen birgt zwei große Vorteile: Zum Einen benötigt man auf dem Viktualienmarkt kaum oder keine mobilen Ausweichstände. Zum Anderen gibt es auf der großen Marktfläche dann feste Bereiche, so dass die
Kundschaft weiß wo sie ihre „Händler“ findet, wenn an deren eigentlichem Standplatz gerade eine Baustelle ist.


Mit dem vorgeschlagenen Konzept ist es gelungen, nicht nur den charakteristischen Charme und die Atmosphäre des Viktualienmarktes zu erhalten, sondern es erbringt auch den Nachweis, dass
alle Händlerinnen und Händler während und nach der Sanierung Platz auf dem Markt finden.

„Damit ist gesichert, dass jede Händlerin und jeder Händler, der oder die heute am Markt ist, dort auch eine Zukunft hat, wenn sie oder er das möchte!“ freut sich Kommunalreferent Axel Markwardt, „Die Sicherung der Händlerexistenzen war und ist mir bei den Sanierungsvorhaben unserer Lebensmittelmärkte besonders wichtig. Es geht hier schließlich um Menschen und deren Existenzen. Unsere heutige Vorlage vereint für den Viktualienmarkt das Ziel, den Markt zukunftsfähig zu machen und dabei
trotzdem die historische Struktur und den Charakter des Marktes zu wahren. Umso mehr freut es mich, dass die Stadträtinnen und Stadträte unserem heutigen Vorschlag gefolgt sind.“

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Roßmarkt 3
80331 München