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Erzeugung und Einsatz erneuerbarer Energien


Biogas

Die Biogasanlage auf dem Gut Karlshof

Ochse vom Gut Karlshof  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Seit 1999 erzeugt am Karlshof eine Biogasanlage Strom und Wärme aus hofeigenen Wirtschaftsdüngern (Gülle und Mist) und eigens dafür angebauten Energiepflanzen wie Gras- und Getreideganzpflanzen oder Mais. Das eingebrachte Material wird von natürlich vorkommenden Bakterien im Fermenter zu Biogas umgebaut. Dieses Gasgemisch besteht zum überwiegenden Anteil aus Methan, das in sogenannten Blockheizkraftwerken in Strom und Wärme umgewandelt wird.

Silofräse  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Um den Ausbau der regenerativen und klimaneutralen Energieversorgung in Bayern voran zu treiben und damit mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu schaffen, wurde im Dezember 2009 eine neue Biogasanlage mit 515 Kilowatt elektrischer Leistung in Betrieb genommen. Hierzu wurden zwei neue Fermenter, ein neues Endlager und ein neues Fahrsilo errichtet. Für die Stützfeuerung der Blockheizkraftwerke wird jetzt statt Heizöl Rapsöl verwendet.

Biogasanlage am Gut Karlshof  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Bei Vollbetrieb werden am Karlshof jährlich etwa vier Millionen Kilowattstunden Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Damit kann der jährliche Strombedarf von rund 1.000 Münchner Haushalten gedeckt werden. Die anfallende Wärme versorgt die Wohn-, Büro- und Wirtschaftsgebäude des Gutsbetriebs.

Pflanzenöl

Pflanzenöl als Stützfeuerungsmedium

Rapsfeld am Gut Großlappen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Der größte Vorteil bei der Nutzung von Ölpflanzen ist neben ihrer umweltfreundlichen Erzeugung, dass sie überall auf der Welt angebaut werden können. Die Stadtgüter München erzeugen Ölpflanzen auf ihren Flächen. Die Ölherstellung erfolgt in regionalen Ölmühlen.

Blockheizkraftwerk Gut Karlshof  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Die Blockheizkraftwerke der neuen Biogasanlage am Gut Karlshof werden mit Pflanzenöl als Stützfeuerungsmedium betrieben. Um das Biogas zur Zündung zu bringen, ist ein Zündmedium nötig. Das war bis Ende 2008 Heizöl, seit 2009 wird Pflanzenöl eingesetzt.

Holz

Hackschnitzelheizungen auf den Gütern Buchhof und Delling

Hackschnitzel  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Am Gut Buchhof wie auch am Gut in Delling wurde die komplette Wärmeversorgung auf die Nutzung von Holz aus den eigenen städtischen Beständen umgestellt. Das Rest- und Altholz der städtischen Forstflächen wird sinnvoll und ökologisch genutzt und die Abhängigkeit vom Erdöl verringert.

Hackschnitzel-Anlage auf dem Gut Buchhof  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Jährlich werden aus 650 Kubikmetern Hackschnitzel 410.000 Kilowattstunden Wärme erzeugt, die in den betriebseigenen Gebäuden benötigt werden. Dadurch werden jährlich 41.000 Liter Heizöl eingespart und 115.245 Kilogramm klimaschädliche Kohlendioxid-Emissionen vermieden.

Dies entspricht derselben Menge Kohlendioxid, wie wenn 45 Menschen mit der Bahn jedes Jahr einmal rund um die Erde reisen.

Sonne

Fotovoltaikanlagen

Die für die Landwirtschaft typischen großen Lagerhallen und Ställe bieten optimale Dachflächen für die Anbringung von Fotovoltaikmodulen. Zehn Anlagen sind bereits auf den Dächern der Stadtgüter München installiert. Jährlich werden hier circa 600.000 Kilowattstunden Strom für die Öffentlichkeit bereit gestellt. Der Strom reicht, um circa 150 4-Personen Haushalte mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr zu versorgen. 

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Gut Karlshof
332 Kilowatt Elektrische Leistung (kWel), jährlicher Stromertrag circa 330.000 Kilowattstunden

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Gut Großlappen
98,3 Kilowatt Elektrische Leistung (kWel), jährliche Stromleistung 100.000 Kilowattstunden

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Gut Dietersheim
113 Kilowatt Elektrische Leistung (kWel), jährliche Stromleistung 110.000 Kilowattstunden

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Gut Riem
46 Kilowatt Elektrische Leistung (kWel), jährliche Stromleistung 47.000 Kilowattstunden

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Gut Zengermoos
31,0 Kilowatt elektrischer Leistung (kWel), jährlicher Stromertrag 31.000 Kilowattstunden