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Beschleunigtes Fachkräfteverfahren für Arbeitgebende


    Informationen zum beschleunigten Fachkräfteverfahren

    Sie wollen eine Fachkraft einstellen, die aus einem Land außerhalb der EU kommt?
    Dann können Sie in Vollmacht der Fachkraft ein beschleunigtes Verfahren beantragen.

    Mit dem beschleunigten Fachkräfteverfahren können Unternehmen mit Vollmacht der Fachkraft ein beschleunigtes Fachkräfteverfahren einleiten, das die Dauer des Verwaltungsverfahrens bis zur Erteilung des Visums deutlich verkürzen kann.

    1. Zwischen dem Unternehmen und der Ausländerbehörde wird eine Vereinbarung geschlossen. Diese regelt unter anderem die Bevollmächtigungen, Mitwirkungspflichten von Arbeitgebenden, der Fachkraft und der beteiligten Behörden (Ausländerbehörde, Bundesagentur für Arbeit, Anerkennungsstellen, Auslandsvertretung). Inhaltlich wird eine Beschreibung der Abläufe einschließlich der Beteiligten und Fristen erläutert. Die Vereinbarung ist kein Vertrag im Rechtssinn, sondern konkretisiert und erläutert nur die gesetzlich vorgegebenen Bedingungen für den Ablauf des beschleunigten Fachkräfteverfahrens. Die Vereinbarung ist rein deklaratorischer Natur.

    2. Im Rahmen des beschleunigten Verfahrens berät die Ausländerbehörde die Unternehmen, unterstützt sie, ein Verfahren zur Anerkennung der ausländischen Qualifikation der Fachkraft durchzuführen, holt die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ein und prüft die ausländerrechtlichen Erteilungsvoraussetzungen. Die Anerkennungsstellen und die Bundesagentur für Arbeit müssen innerhalb bestimmter gesetzlicher Fristen entscheiden.

    3. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, erteilt die Ausländerbehörde eine Vorabzustimmung, die sie der Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland und den jeweiligen Arbeitgebenden zur Weiterleitung an die Fachkraft zusendet. Die Fachkraft bucht anschließend einen Termin bei der Auslandsvertretung in ihrem Heimatstaat zur Beantragung des Visums, der innerhalb von drei Wochen stattfindet. Bei diesem Termin muss das Original der Vorabzustimmung, welches durch den Arbeitgebenden an die Fachkraft weitergegeben wurde, mit den weiteren für den Visumantrag nötigen Unterlagen vorgelegt werden.

    4. Nachdem der vollständige Visumantrag von der Fachkraft gestellt wurde, wird in der Regel innerhalb von weiteren drei Wochen über diesen entschieden.

    5. Das beschleunigte Fachkräfteverfahren umfasst bei einer Antragstellung in zeitlichem Zusammenhang (sechs Monate) auch Eheleute sowie minderjährige ledige Kinder der Fachkraft, wenn sie die gesetzlichen Voraussetzungen für den Familiennachzug erfüllen.

    Personenkreis und Aufenthaltszwecke

    Das beschleunigte Fachkräfteverfahren ist für Personen, die einer qualifizierten Beschäftigung nachgehen, insbesondere bei folgenden Aufenthaltszwecken:

    • Berufsausbildung; berufliche Weiterbildung (§ 16a AufenthG)
    • Durchführung von Maßnahmen zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikation (§ 16d AufenthG)
    • Fachkräfte mit Berufsausbildung (§ 18a AufenthG)
    • Fachkräfte mit akademischer Ausbildung (§ 18b AufenthG)
    • Niederlassungserlaubnis für Hochqualifizierte (§ 18c Absatz 3 AufenthG)
    • Forschende (§ 18d AufenthG)

    Als Fachkraft gelten Personen mit Hochschulabschluss oder einer qualifizierten Berufsausbildung mit einer Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren. Voraussetzung ist für beide Gruppen, dass eine Anerkennung der ausländischen Qualifikation durch die in Deutschland zuständigen Stelle vorliegt.

    Was ist, wenn die im Ausland erworbene Berufsqualifikation nicht gleichwertig mit der deutschen Qualifikation ist?

    Sollte es möglich sein, die ausländische Qualifikation mit Hilfe einer Qualifizierungsmaßnahme auf den Standard in Deutschland zu heben, dann kann die Fachkraft zu diesem Zweck einreisen.

    Familienangehörige

    Das Verfahren gilt auch für den Familiennachzug von Eheleuten und minderjährigen ledigen Kindern, wenn die Visumanträge zeitlich zusammenhängen (innerhalb von sechs Monaten nach Einreise der Fachkraft).

    Zuständige Ausländerbehörde

    Die örtliche Zuständigkeit für die Durchführung des beschleunigten Fachkräfteverfahrens richtet sich nach dem Ort der Betriebsstätte, in der die Fachkraft eingesetzt werden soll.

    Benötigte Unterlagen

    • Farbkopie des Passes der Fachkraft
    • Gegebenenfalls Farbkopie der Bescheinigung des Aufenthaltsstatus der Fachkraft bei aktuellem Aufenthalt in einem anderen EU-Staat
    • Formular der Bundesagentur für Arbeit „Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis (PDF, 728 KB)
    • Vollmacht der Fachkraft auf den Arbeitgebenden für die Beantragung eines beschleunigten Fachkräfteverfahrens
    • Untervollmacht auf die bevollmächtigte Person für die Beantragung eines beschleunigten Fachkräfteverfahrens (Vertretungsbefugnis)
    • Gegebenenfalls Vollmacht für die Beantragung der Aufnahme des Familiennachzugs von Eheleuten in das beschleunigte Fachkräfteverfahren
    • Gegebenenfalls Vollmacht für Familiennachzug von minderjährigen, ledigen Kindern

    Hinweis:

    Möglicherweise benötigen wir noch weitere Unterlagen.

    Gebühr

    411 Euro

    Hinweis: Die Gebühr wird fällig mit Abschluss der Vereinbarung zwischen dem Arbeitgebenden und der Ausländerbehörde zur Durchführung des beschleunigten Fachkräfteverfahrens. Sie wird in keinem Fall zurückerstattet. Auch nicht, wenn der Antrag zurückgenommen wird oder bei einer negativen Entscheidung oder sonstiger Beendigung des laufenden Verfahrens durch die Fachkraft oder den Arbeitgebenden.

    Hinzu kommt eine Visumgebühr von 75 Euro sowie Gebühren für die Anerkennung der Qualifikation.

    Erstkontakt mit der Ausländerbehörde München

    Sie haben bereits eine Fachkraft gefunden, die eine anerkannte qualifizierte Berufsausbildung mit einer Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren besitzt oder

    Sie haben eine Fachkraft gefunden, die eine qualifizierte Berufsausbildung ohne Anerkennung besitzt und waren bei der Anerkennungsberatung und

    möchten sich konkret über die Durchführung des Beschleunigten Fachkräfteverfahrens erkundigen, dann schreiben Sie uns eine E-Mail an beruf-info.kvr@muenchen.de.

    Bitte fügen Sie Ihrer Anfrage folgende Unterlagen bei:

     

    Sie haben bereits eine Fachkraft gefunden, die einen anerkannten ausländischen Hochschulabschluss besitzt oder

    Sie haben eine Fachkraft gefunden, die einen ausländischen Hochschulabschluss besitzt und waren bei der Anerkennungsberatung und

    möchten sich konkret über die Durchführung des Beschleunigten Fachkräfteverfahrens erkundigen, dann schreiben Sie uns eine E-Mail an uni-info.kvr@muenchen.de.

    Bitte fügen Sie Ihrer Anfrage folgende Unterlagen bei: