zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Einsatzkräfte werden bedrängt


Erschwerter Einsatz am Monopteros

Samstag, 21. April 2018, 21.46 Uhr; Monopteros
Eingesetzte Kräfte: Berufsfeuerwehr

Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden zu einer vermeintlichen Reanimation in den Englischen Garten gerufen.

Als die Einsatzkräfte im Bereich des Monopteros auf der Suche nach dem Patienten waren, fiel ihnen bereits die große Anzahl von Personen auf. Auch eine deutliche angespannte Grundstimmung war zu vernehmen. Im Verlauf kamen Jugendliche zu den Rettungskräften und teilten ihnen mit, dass sich in der Menschenmenge eine Person befände, welche immer wieder bewusstlos wird. Die Besatzungen von Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeug und Hilfeleistungslöschfahrzeug folgten den Jugendlichen. Der Patient wurde schnellstmöglich in den Rettungswagen zur weiteren Versorgung gebracht.

Während das Rettungsteam den Patienten im Wagen versorgte, stiegen immer wieder Jugendliche auf den Rettungswagen und rüttelten von allen Seiten an diesem. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges konnte dies durch ihr Eingreifen unterbinden. Auch am Feuerwehrfahrzeug machten sich Jugendliche zu schaffen. Sie versuchten, auf das Fahrzeug zu steigen und öffneten die Rollokästen. Auch dies konnte abgestellt werden.

Kurz vor der Abfahrt des Rettungswagens und Notarztes zur Klinik wurden die Einsatzkräfte durch mehrere Personen immer stärker bedrängt und im weiteren Verlauf teils übelst beschimpft. Als im näheren Umfeld Flaschen in Richtung der Rettungs- und Feuerwehrkräfte geworfen wurden, forderten die Einsatzkräfte Unterstützung durch die Polizei an. Die sofort in großer Anzahl eingetroffenen Polizeikräfte stellten das problemlose Abfahren des Rettungswagens und Abrücken der Einsatzkräfte von Feuerwehr sicher.

Dieses Verhalten sorgte bei den Feuerwehrleuten für großes Kopfschütteln. „Wir kommen um zu helfen und müssen und beleidigen und angehen lassen. Wir können es nicht verstehen.“

Die Feuerwehr möchte daher nochmals an alle appellieren: Habt Respekt vor anderen Menschen und auch vor uns und allen Rettungskräften. Wir kommen um zu helfen. Für Euch, für die, die Hilfe brauchen.