zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Feuer in der Innenstadt


16 Wohnungen unbewohnbar

Montag, 21. Oktober 2019, 17.32 Uhr, Wurzerstraße

Gleich mehrere Anrufer haben die Integrierte Leitstelle am Montagnachmittag per Notruf über einen Brand im zweiten Obergeschoss informiert.

Die Mitteiler berichteten von einem Flammenüberschlag in das darüberliegende Geschoss. In dem Gebäude sind laut Polizei 25 Bewohnerinnen und Bewohner gemeldet. Als die alarmierten Kräfte der Hauptfeuerwache kurze Zeit später an der Einsatzstelle eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Fenster und dichter schwarzer Rauch zog aus dem Dach. An dem Objekt war ein Rauchabzug installiert, durch den Brandrauch abziehen konnte.

In der kurzen Zeit hatte sich das Feuer bereits in den Treppenraum ausgebreitet. Dort brannten sämtliche Wohnungstüren im zweiten, dritten, vierten und fünften Obergeschoss. Zwei Bewohner waren noch im Gebäude. Durch das Feuer im Treppenhaus waren sie in ihren darüberliegenden Wohnungen gefangen.

Da sich der Brandrauch bereits in sämtliche Wohnungen ausgebreitet hatte, wurde ein älterer Mann über die Drehleiter gerettet. Eine weitere Bewohnerin musste auf ihrem Balkon im vierten Obergeschoss ausharren, bis die Feuerwehrleute durch das brennende Gebäude zu ihr vordringen konnten.

Sie befand sich im vierten Obergeschoss auf der Gebäuderückseite, wo keine Rettung über eine Leiter möglich war. Sie wurde von einem Feuerwehrmann betreut und anschließend von einem Atemschutztrupp mit einer Fluchthaube durch das verrauchte Treppenhaus ins Erdgeschoss gebracht.

Bei dem Einsatz wurden fünf Bewohner durch Rauchgasvergiftungen verletzt. Drei Patienten wurden durch den Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung in Münchner Kliniken transportiert. Die Feuerwehr betreute weitere 15 betroffene Personen. 16 Wohnungen ab der zweiten Etage sind nicht mehr bewohnbar. Es waren etwa 70 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Stadtwerke München trennten das gesamte Gebäude vorübergehend von Wasser und Strom. Die Brandursache und die Schadenshöhe sind derzeit noch nicht bekannt.