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Symposium: Ihr Weg zur sicheren Veranstaltung


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Das Symposium der Branddirektion am 8. Mai war restlos ausverkauft.

Großes Interesse – intensiver Austausch – keine Patentlösungen

Das erste Symposium zum Thema Veranstaltungssicherheit der Branddirektion München ist am Donnerstag, 8. Mai, restlos ausverkauft gewesen. Im Internationalen Congress Center München trafen sich mehr als 300 Interessierte. Die Vertreter verschiedenster Organisationen konnten sich einfach nur von der Expertenrunde informieren lassen oder aber auch ihre speziellen Fragen an das Podium stellen.

(8.5.2014) Drei Themenblöcke sind an dem Veranstaltungstag anhand von Einzelvorträgen mit zugehöriger Podiumsdiskussion aufgearbeitet worden:

  • Planung und Genehmigung einer Veranstaltung
  • Umsetzung des Sicherheitskonzepts
  • Zusammenarbeit im Schadenfall

Tamara Geiger, Leiterin des Veranstaltungs- und Versammlungsbüro der Stadt München, erklärte den Weg bis zum Bescheid und deckte mit ihrem Vortrag die rechtliche Ebene des Genehmigungsverfahrens ab. Wie die Planerin der Praxis mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten umgehen, demonstrierten Rolf Tischer, stellvertretender Bereichsleiter Messe München GmbH, und David "Buffo" Völker, Meister für Veranstaltungstechnik. "Wir haben immer das gleich Schema", erklärte Tischer und zeigte sein Vorgehen anhand eines Planungskreislaufs für eine Messe. Wichtigstes Ziel für ihn: "Gegenseitiges Vertrauen schaffen." Diese Forderung nach Vertrauen zog sich durch die gesamte Veranstaltung. Ebenso wie der Wunsch nach ausreichender Kommunikation und gelebter Verantwortung. Vor allem das Thema Sicherheitskonzept war vielen Symposiumsteilnehmern nach den ersten Impulsvorträgen ein wichtiges Anliegen. Wer soll sie aufsetzen, welche Qualifikationen braucht man und gibt es ein Muster beziehungsweise eine Vorlage? Fragen, die das Podium  beantwortete. Es gibt zwar Richtlinien, aber keine konkrete Vorlage. Ob diese notwendig ist oder eine Checkliste sinnvoll wäre, darüber herrscht Uneinigkeit. "Wir haben anfangs auch Lehrgeld zahlen müssen. Aber man wird besser mit der Zeit", sagte Peter Bachmeier von der Branddirektion München. Man müsse aber bei der Planung bedenken, dass nicht immer alles in Gesetzen zu finden sei und es nicht immer ein Schwarz oder Weiß gebe. Einig war man sich auf dem Podium, dass Checklisten und Regeln durchaus eher frustrierten und das der Dialog wertvoller und wichtiger ist.

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Wolfgang Schäuble, Leiter der Branddirektion, stellte das Forschungsprojekt ...

Beim zweiten Thema "Planung und Genehmigung" verwies Bachmeier noch mal eindringlich darauf, dass Sicherheitskonzepte nicht nur geschrieben, sondern auch bekannt und gelebt werden müssen. Auch eine "ehrliche Reflektion" sei am Ende des Tages wichtig. "Gerade für die nächste Veranstaltung."

Einig war man sich, dass Veranstaltungen veranstaltbar bleiben müssen. "Man darf nicht froh sein, Verantwortung abzugeben", sagte Veranstalter Völker. "Die handelnden Personen gehören einfach an einen Tisch", so Werner Feiler, Leitender Polizeidirektor beim Polizeipräsidium München.

Am Ende stand die wichtige Frage von Moderatorin Sabine Effner im Raum:

  • "Ist das was in München so erfolgreich praktiziert wird auch in Kommunen umsetzbar?"

"Es muss so sein. Denn die Gesetze sind die Gleichen. Vielleicht heißt das Kreisverwaltungsreferat nicht überall Kreisverwaltungsreferat, aber sonst sehe ich eigentlich keine Unterschiede", sagte Peter Bachmeier. Auch Feiler konnte hier nur zustimmen: "Es ist alles kein Geheimnis." Und wenn man mal nicht weiter wisse, weil es eine Veranstaltung ist, die man so noch nicht hatte, "dann sucht man sich jemanden, der das schon mal gemacht hat und fragt nach."

Zusammengefasst hielten die Podiumsteilnehmer folgende Bausteine für eine sichere Veranstaltung für besonders wichtig: 

  • Kommunikation
  • Improvisation
  • Dokumentation
  • lebbare und umsetzbare Planungen
  • geeignete Maßnahmen, die auch im Schadensfall greifen
  • Vertrauen zueinander
  • Zusammenarbeit
  • Beziehungspflege – besonders bei sich wiederholenden Veranstaltungen
  • wahrnehmen und leben der eigenen Verantwortung
  • frühere Entscheidungen bei neuen Veranstaltungen immer wieder hinterfragen
  • erfahrenes und geschultes Personal
  • Vorbereitung – nicht alles ist planbar, aber man sollte auf Eventualitäten vorbereitet sein und reagieren können
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Symposium

Programm:

10 Uhr: Beginn

  • Grußwort Schirmherr: Kreisverwaltungsreferent Dr. Wilfried Blume-Beyerle
  • Grußwort Messe München: Vorsitzender der Geschäftsführung Klaus Dittrich
  • Einführung: Oberbranddirektor Dipl.-Ing. Wolfgang Schäuble

Die Veranstaltung gliedert sich in drei Themenblöcke. Pro Themenblock ist eine kurze Hinführung geplant. Danach folgt eine offene Gesprächsrunde mit Vertretern, die das Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten erläutern. Das Auditorium kann jeweils im Anschluss noch eigene Fragen an die Teilnehmer der Gesprächsrunde stellen. Die Moderation übernimmt Frau Sabine Effner (Kreisverwaltungsreferat München).

Teilnehmer an den Gesprächsrunden: Rolf Tischer (Veranstalter-Indoor), David Völker (Veranstalter-Outdoor), Tamara Geiger (Genehmigungsbehörde), Christopher Habl (Genehmigungsbehörde), Peter Kuhn (Polizei), Peter Bachmeier (Feuerwehr), Christian Weirauch (Feuerwehr), Erik Westendorf (Sanitätsdienstleiter), Andreas Schade (Ordnungsdienstleiter)
 

Themenblock 1: Planung und Genehmigung einer Veranstaltung

  • Zeitschiene: Wie lange braucht die Behörde für die Bearbeitung der Unterlagen?
  • Prüffähigkeit und Vollständigkeit der Unterlagen
  • Darstellung der Zuständigkeiten der einzelnen Beteiligten
    bei der Prüfung der Unterlagen
  • Erfordernis eines Sicherheitskonzeptes
  • Erwartungshaltungen der Beteiligten

                                   12 bis 13 Uhr: Mittagspause
 

Themenblock 2: Umsetzung des Sicherheitskonzepts während der Veranstalung

  • Rollenklärung und Verantwortlichkeiten
  • Notwendigkeit der Anpassung des Sicherheitskonzeptes während der Veranstaltung
  • Kommunikationsstruktur
  • Sicherheitsstab, Krisenstab
  • Präsenz der sicherheitsbehörden während der Veranstaltung

                                 14.45 bis 15.15 Uhr Kaffeepause

Themenblock 3: Zusammenarbeit im Störungs- beziehungsweise Schadensfall

  • Das „Ampelmodell“: Betriebsarten einer Veranstaltung
  • Übergang der Verantwortung bzw. Einsatzleitung an die Gefahrenabwehrbehörden
  • Rolle der einzelnen Beteiligten im Schadensfall
  • Erwartungshaltungen der einzelnen Beteiligten
  • Einsatzvorkehrungen der Gefahrenabwehrbehörden/ Abgrenzung zum Sicherheitskonzept
  • Rückführung in den Regelbetrieb?