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Fotoshooting


15 neue Drehleitern mit aufgerichteten Leitern, aufgereiht vor der Bavaria auf der Theresienwiese.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Hoch hinaus und dann noch abknicken – Die neuen Drehleitern sind im Einsatz

Alle 15 neuen Drehleitern der Berufsfeuerwehr haben sich zu einem nicht ganz alltäglichen Fotoshooting auf der Theresienwiese eingefunden.

Nun stehen sie da, unsere fünfzehn neuen Drehleitern. Ein ultimatives Hubrettungsgerät, zur Rettung aus Höhen und Tiefen. Dies ist die dritte Generation Drehleitern niedriger Bauart der Berufsfeuerwehr München. Das IVECO Fahrgestell mit einem Magirus Aufbau umfasst eine Länge von zehn Metern und einem Gesamtgewicht von 15.905 Kilogramm. Das Besondere an der niedrigen Bauart ist, dass im Gegensatz zu herkömmlichen Drehleitern die Gesamthöhe des Fahrzeuges nur 3,02 Meter misst und die Gesamtbreite 2,40 Meter nicht überschreitet.

Eine weitere Besonderheit ist die Hinterachszusatzlenkung. Diese kann durch den Fahrer zugeschaltet werden. Bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h lenkt sie dann automatisch mit. Über ein Steuerelement in der Mittelkonsole kann der Fahrer die Hinterachszusatzlenkung auch manuell bedienen. Ebenfalls ist die Fahrt im sogenannten Hundegang möglich, was bedeutet, dass die Räder der Vorder- und der Hinterachse in die gleiche Richtung gelenkt werden. All dies ermöglicht es, dass der Wendekreis bei nur 14 Metern liegt. Die Querabstützung beim Aufstellen der Drehleiter macht es möglich, sie in kleinstem Raum aufzustellen.

Einen weiteren Glanzpunkt stellt der vierteilige Leiterpark dar. Auf dem obersten Leiterteil befindet sich eine fest verlegte Rohrleitung. Dies macht den schnellen Einsatz eines Wasserwerfers vom Korb der Drehleiter aus möglich. Der Arbeitsbereich des Leiterparks kann durch den Fahrer komplett mit Überwachungskameras überblickt werden. Aufgrund der Möglichkeit, dass vorderste Leiterteil abknicken zu können, ist dies von besonderer Bedeutung. Der Rettungskorb hat eine maximale Nutzlast von 300 Kilogramm. Dort kann je nach Einsatz ein Wasserwerfer, die Krankentragenhalterung sowie eine besondere Fixierung für einen Hochleistungslüfter angebracht werden.

Um das Einsteigen sowie das Montieren der unterschiedlichen Anbauteile zu erleichtern, gibt es den sogenannten Soforteinstieg. Dies bedeutet, dass sich per Knopfdruck die Leiter automatisch über dem Führerhaus anhebt und ausfährt und dann vor dem Führerhaus aufgrund der Knickmöglichkeit ablegt.

Für die Rettung von Personen aus der Tiefe sowie der Absuche von Gebäudefassaden kann bei der neuen Drehleiter eine sogenannte Schachtrettungsfunktion eingeschaltet werden. Mit nur einem Knopfdruck und einer Hebelbewegung fährt der Leiterpark senkrecht und lotgenau an einem Punkt oder über einem Schacht nach oben oder unten.

Schnelles und sicheres Arbeiten bietet die Memoryfunktion. Ein individuell festgelegter Fahrweg des Leiterparks kann beliebig oft abgerufen werden. Ein Steuern der Leiter ist dabei nicht notwendig.

Der Rescue–Loader, ein zusätzliches Anbauteil, das auf den Feuerwachen Perlach und Pasing stationiert ist, ermöglicht die Rettung von adipösen Patienten. Er wird im Bedarfsfall vom Einsatzleiter angefordert.

Neben dem Hochleistungslüfter und dem mobilen Stromerzeuger sind selbstverständlich auch Geräte wie Rettungssäge, Elektrokettensäge, Schaumlöscher, Absturzsicherung, Auf- und Abseilgerät, Schleifkorbtrage und diverse Lampen und Verkehrsleitkegel zur Verkehrsabsicherung auf dem Fahrzeug vorhanden.

Die hervorragende Ausbildung durch unsere Multiplikatoren ermöglicht allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern ein sicheres und routiniertes Arbeiten mit und an unserem neuen Rettungsgerät.