Top
Logo der Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Paulanerareal


Die Sprengung des alten Schornsteins auf dem früheren Paulanerareal in einem Filmstreifen.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Sprengung des Schornstein am Nockherberg

50 Jahre lang stand der Schornstein auf dem ehemaligen Betriebsareal der Paulaner Brauerei.

Mit dem Befehl „1, 2, 3, Zündung“, fiel der 75 Meter hohe Turm in Richtung Nord - Osten in sich zusammen.

Um den Staub nieder zu schlagen bauten rund 80 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zwölf Hydroschilder auf. Diese wurden mit rund 20 Kubikmeter Wasser pro Minute versorgt. Hierzu wurden am Vortag mehrere Container mit Wasser aus dem Auer Mühlbach befüllt.

Um den Koloss zu Fall zu bringen mussten die Arbeiter 50 Löcher bohren um anschließend zehn Kilogramm Sprengstoff einzubringen. Die Fallrichtung wurde durch einen Fallkerb vorgegeben. Ebenfalls wurden alle Anwohner über die Sprengung informiert, jedoch musste niemand das Haus verlassen. Lediglich eine anliegende Gärtnerei und ein Schnellrestaurant blieben am Vormittag geschlossen.

Dann war es soweit, der Sprengmeister Herr Hopfe unterwies alle Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei sowie die Medienvertreter über den Ablauf der Sprengung. Schon kurz darauf erfolgte der erste Signalton, alle Zuschauer und Einsatzkräfte mussten sich außerhalb des Absperrbereichs einfinden, die Straßensperrungen wurden eingerichtet und der öffentliche Nahverkehr wurde eingestellt.

Anschließend erfolgte der zweite Signalton für die eigentliche Sprengung. In zirka zehn Sekunden war alles vorbei. Nun musste ein Mitarbeiter des Sprengkommandos die Baustelle besichtigen und freigeben, daraufhin erfolgte der dritte Signalton.

Die Sprengung verlief optimal, laut Herr Hopfe. Jetzt konnte die Polizei die Straßensperrungen wieder aufheben und jeder hatte die Möglichkeit den liegenden Schornstein zu betrachten.

Rund 600 Besucher verfolgten, wie der Kamin, das jahrelange Wahrzeichen der Au, in sich zusammen fiel.