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Mehr Einsätze beim Rettungsdienst


Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr auf dem Oktoberfest  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Oktoberfest-Bilanz: 14 Einsätze für die Wiesn-Wache

Für die Feuerwehr München ist am Sonntagabend eine weitestgehend ruhige Wiesn 2019 zu Ende gegangen.

Mit drei Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften war die Brandsicherheitswache als elfte Wache der Berufsfeuerwehr auf dem Festgelände vertreten. Die Einsatzzahlen sind mit 14 Alarmen (Vorjahr: 21) im Vergleich zu den letzten Jahren leicht rückläufig. Hauptsächlich handelte es sich hierbei um kleinere technische Hilfeleistungen. Zwei Einsätze sind hier besonders zu erwähnen: Am Sonntag, den 29. September um 00.36 Uhr entzündete sich ein T-Shirt, das auf einen Außenscheinwerfer geworfen worden war. Glücklicherweise waren keine Besucher mehr auf dem Festgelände, sodass die Feuerwehr die Einsatzstelle schnell erreichen konnte. Der Sicherheitsdienst hatte den Brand bereits gelöscht. Die Feuerwehr kontrollierte den betroffenen Bereich mit einer Wärmebildkamera und demontierte den Scheinwerfer.

Am Dienstag, den 1. Oktober, ebenfalls um 00.30 Uhr, beschloss ein Wiesnbesucher, auf das Vordach eines Zeltes zu klettern. Da er aus eigener Kraft nicht mehr heruntersteigen konnte, rettete ihn die Besatzung der Drehleiter aus seiner misslichen Lage. 

550 Kontroll-Kilometer

Nicht nur die Kollegen vom Einsatzdienst waren gefragt, auch die Mitarbeiter des Vorbeugenden Brandschutzes hatten alle Hände voll zu tun. Dieses Jahr waren insgesamt 16 Beamte im Einsatz. Sie waren nicht nur während der Festwochen beschäftigt: Schon den zwei Wochen vor dem Startschuss nahmen sie sämtliche Bewirtungsbetriebe ab. Zu Spitzenzeiten während der Wiesn verrichteten sieben Personen zeitgleich ihren Dienst. Dabei wurden alleine vom Vorbeugenden Brandschutz insgesamt mehr als 570 Stunden als Brandsicherheitswache abgeleistet.

Zu den Aufgaben des Vorbeugenden Brandschutzes zählt insbesondere die Überprüfung der Rettungswege auf dem Festgelände und in den Zelten sowie die Beobachtung der Einlasssituation.

Grundsätzlich sind die jeweiligen Wirte für die Sicherheit in den Zelten und Biergärten zuständig, dennoch wurden Mängel festgestellt – wie beispielsweise die unsachgemäße Verwendung von Tensatoren, Kabel im Verlauf der Rettungswege auf dem Festgelände, Einschränkungen der Notausgänge durch Gegenstände oder „Stehmaßtrinker“ in den Zeltgängen. Diese Mängel konnten jedoch in Abstimmung mit dem Wirt bzw. dem Referat für Wirtschaft als Veranstalter schnell behoben werden.

Im Schnitt gut neun Kilometer waren die Kolleginnen und Kollegen pro Schicht zu Kontrollzwecken unterwegs – für die gesamte Abteilung kamen damit während der Wiesn gut 550 Kilometer zusammen.

Mehr Einsätze beim Rettungsdienst

Durch die Integrierte Leitstelle München wurden insgesamt 3027
(Vorjahr: 2622) medizinische Notfälle auf dem Festgelände disponiert. Dazu musste der Feuerwehr-Notarzt zu 202 (Vorjahr: 191) Einsätzen auf das Festgelände ausrücken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Einsatzzahlen etwa um 15 % gestiegen.

Nach der Wiesn ist vor der Wiesn: Schon jetzt beginnen die Planung fürs nächste Jahr – wenn es dann am 19. September wieder heißt: O‘zapft is!