Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Zielplanung Feuerwachen 2020


FW 3 Gebäude  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Die Feuerwache 3 an ihrem aktuellen Standort im Westend.

Standortsuche für neue Feuerwache 3 geht weiter

Der Stadtrat hat am Dienstag, 27. November, in seiner Vollversammlung einen aktualisierten Zeitplan für die Neustrukturierung der Standorte der Berufsfeuerwehr beschlossen.

Kommunalreferentin Kristina Frank dazu: "Das Kommunalreferat trägt als Gebäudeeigentümer für die Bauvorhaben der Branddirektion die Verantwortung und tritt als Bauherr auf. Die baulichen Anforderungen für moderne Feuerwachen sind sehr komplex, deswegen gibt es vor allem hinsichtlich Bauausführung, Gebäudeausrüstung und technische Ausstattung einen hohen Abstimmungsbedarf mit der Berufsfeuerwehr sowie mit den beteiligten städtischen Referaten. Jetzt gilt es, die Baumaßnahmen so zügig wie möglich zu planen und durchzuführen, um ein funktionierendes Rettungswesen in allen Stadtvierteln auch weiterhin zu garantieren."

Bereits 2013 wurde das neue Standortkonzept mit zukünftig zwölf statt bisher zehn Feuerwachen genehmigt. Die Berufsfeuerwehr reagiert damit auf die rasante Entwicklung der Landeshauptstadt, da sie zukünftig Wohngebiete erreichen muss, die bisher nur Felder und Wiesen waren. Nach den Vorgaben des Bayerischen Innenministeriums muss die Feuerwehr jeden an einer Straße gelegenen Einsatzort binnen zehn Minuten nach Eingang des Notrufes erreichen. Neue Wohngebiete sind derzeit vor allem im Westen (Freiham) und Nordwesten (Feldmoching) geplant. Für die Entwicklung im Nordosten (Johanneskirchen/ Englschalking/ Daglfing) ist man durch die letzten Neubauten von Feuerwachen in Föhring (1995) und Riem (1998) gut aufgestellt.

Provisorium in Laim: CSU und SPD dagegen

Ferner ist eine neue Feuerwache in Laim erforderlich, wohin die bisherige Feuerwache 3 aus dem Westend verlegt werden soll. Obwohl sie wegen der heute bereits vorhandenen dichten Bebauung dringlich ist, muss dort auf den vorlaufenden Bau der U-Bahnverlängerung nach Pasing Rücksicht genommen werden. Der Neubau scheint deshalb nicht vor 2030 realisierbar zu sein. Eine von der Verwaltung vorgeschlagene provisorische Containerwache zur Kompensation der Verzögerung soll auf Antrag der Fraktionen von CSU und SPD durch eine andere Standortwahl vermieden werden. Hier gilt es also, noch einmal in die Standortsuche zu gehen.

Das Gebiet der Feuerwache 6 "Pasing" wird geteilt und zukünftig einen Standort in Aubing und einen in Allach bekommen. Für beide Standorte sind konkrete Flächen in Aussicht, die jedoch beide planungsrechtliche Vorarbeiten mit entsprechendem Zeitbedarf erfordern. Im Norden ist vorgesehen, die Feuerwache 7 "Milbertshofen" in die beiden Standorte Feldmoching und Freimann aufzugliedern. Für letztere konnte innerhalb der Bayernkaserne eine Fläche reserviert werden, für die voraussichtlich bereits 2019 Baurecht bestehen wird. Die Feuerwache in Freimann rückt deshalb in der Bearbeitungsreihenfolge weit nach vorne. Die Feuerwache in Feldmoching erfordert ebenfalls planungsrechtliche Vorläufe.

Investitionssumme von mehr als 700 Millionen Euro

Als weitere Baumaßnahme ist in der Gesamtschau noch einmal der dringende Erweiterungsbedarf der Feuerwehr- und Rettungsdienstschule auf der Feuerwache 2 in Sendling aufgenommen. Die Gebäudestrukturen aus dem Jahr 1965 entsprechen in keiner Weise mehr dem Bedarf für eine zeitgemäße Ausbildung.

Seit dem letzten Beschluss von 2013 konnten die Rahmenbedingungen für die oben aufgeführten Standorte geklärt werden und neue Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Entscheidung zur Verlängerung der U5 kamen hinzu. Die neuen Erkenntnisse machen eine Überarbeitung des Zeitplanes erforderlich, der dem Stadtrat nun vorgestellt wurde und als Grundlage für die Haushaltsplanungen der Stadtkämmerei dient. Die gezeigten Baumaßnahmen inklusive bereits laufender Planungen für die Sanierungen der Feuerwachen 1 und 9 und den Neubau der Feuerwache 5 wird eine Investitionssumme von über 700 Millionen Euro erfordern.