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Integrierte Leitstelle


Feuerwache 4  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Hier gehen die Notrufe ein

Die Integrierte Leitstelle (ILS) ist die Einsatzzentrale für die Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr München und den Rettungsdienst.

Seit 22. Juli 2017 ist der Schalter auf die neue Integrierte Leitstelle (ILS) in der Feuerwache 4 umgelegt. Mit der neuen Leitstelle endet die zwanzigjährige Ära der Leitstelle an der Heimeranstraße. Sie war bei ihrer Einweihung 1997, die erste Integrierte, und somit modernste Leitstelle Bayerns. Auch die neue Leitstelle ist zukunftsweisend.

Sie ist die größte ihrer Art in Bayern. Die Leitstelle ist Dienstleister für für etwa 1.650.000 Menschen in Stadt und Landkreis München. In ihr werden die Einsätze von rund 540 Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeugen gelenkt und koordiniert.

In der ILS werden alle Notrufe entgegengenommen und bearbeitet. Egal ob medizinischer Notfall, schwerer Verkehrsunfall oder Brand – qualifiziertes Personal sorgt dafür, dass der Anrufer die erforderliche Hilfe erhält.

Auch die komplette Einsatzlenkung von der Notrufannahme, über die Disposition der Einsatzmittel, bis hin zur Einsatzführung über Funk erfolgt zentral in der Leitstelle.

Der Führungsraum der neuen Leitstelle in der Heßstraße. Im Vordergrund die Disponententische im Hintergrund riesige Projektionswände.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Bis zu 3.000 Notrufe täglich

Im Durchschnitt werden von den Disponenten 2.500 bis 3.000 Notrufe täglich entgegengenommen und daraus folgend über 1000 Einsätze bearbeitet.

Je nach Einsatzort und Einsatzbild werden nach einem Notruf die Wachen und die entsprechenden Fahrzeuge alarmiert.

Das geht nur mit Technik: Für die Notrufnummer 112 stehen zahlreiche Leitungen zur Verfügung. Für einen reibungslosen Ablauf bestehen zu verschiedenen Dienststellen Standleitungen. Dazu gehört zum Beispiel die Einsatzzentrale der Polizei, die Stadtwerke sowie die Leitstellen von U- und S-Bahn.

Hinter diesem System steckt Technik der Superlative:

  • 22 Einsatzleitplätze
  • 10 Notrufabfrageplätze
  • 138 EDV-Schränke
  • 275 km verlegte EDV-Kabel, Lichtwellenleiter und Fernmeldeleitungen
  • zehntausende Steckverbindungen

sind nur einige der imposanten Zahlen. Auch die Zahlen der Datensätze die in das System ELDIS 3 By eingepflegt wurden lassen sich sehen:

  • 11.800 Objekte
  • 22.000 Straßenkreuzungen
  •   6.800 offizielle Straßen und
  •   6.000 weitere Straßen, Wege und Plätze.

Alle diese Datensätze dienen zum schnellen Auffinden von Örtlichkeiten bei Notfällen.

Ein Leitstellendisponent steht an seinem höhenverstellbaren Einsatzleitplatz.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Meldekopf der Stadtverwaltung

Außerhalb der üblichen Bürozeiten übernimmt die ILS die Funktion des Meldekopfes der Stadtverwaltung München. In dringenden Fällen und bei außergewöhnlichen Ereignissen werden die entsprechenden städtischen Referate und zuständigen Behörden von ihr verständigt.

Weiterhin übernimmt die ILS die Alarmierung des THW für das Stadtgebiet München, der First-Responder-Einheiten im Landkreis, des Kriseninterventionsteams und der Hunderettungsstaffeln.

Ein Ansprechpartner für alle Notlagen

Die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle haben eine fundierte feuerwehrtechnische und rettungsdienstliche Ausbildung und verfügen über mehrjährige Einsatzerfahrung.

Ergänzt werden diese fachlichen Qualifikationen durch einen mehrwöchigen Leitstellenlehrgang sowie weitere Ausbildungsmodule für das umfangreiche und komplexe Aufgabengebiet der Integrierten Leitstelle München.

Diese Ausbildung gestattet es den Beamten/-innen, auf der Basis der vorliegenden Informationen des Notrufes die Lage richtig zu beurteilen. Nur so können die notwendigen Einsatzfahrzeuge alarmiert und, soweit möglich, Einsatzhinweise gegeben werden.

Ein Leitstellendisponent vor seinen acht Monitoren. Im Hintergrund die Multifunktionswand mit überdimensionalen Bildschirmen.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Weitere Aufgaben der ILS

  • Zentraler Behandlungskapazitätennachweis der Kliniken im Rettungsdienstbereich München

Mehrmals täglich aktualisiert die Integrierte Leitstelle ihre Übersicht über die freien Aufnahmekapazitäten der Münchener Krankenhäuser. Somit ist gewährleistet, dass Notfallpatienten in die nächste für sie geeignete und aufnahmebereite Klinik transportiert und versorgt werden.
 

  • Zentraler Nachweis der Spezialbetten für Brandverletzte in Bayern

Die Integrierte Leitstelle führt eine Übersicht über alle freien Betten für Brandverletzte an bayerischen Krankenhäusern, meldet diese Kapazitäten an die bundesweite "Zentrale Anlaufstelle für die Vermittlung von Betten für Schwerbrandverletzte" (ZA - Schwerbrandverletzte) in Hamburg und vermittelt im Bedarfsfall einen Behandlungsplatz an einen Patienten.
 

  • Vermittlung zum Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst

Nicht zu jedem Patienten muss der Rettungsdienst ausrücken. Leichtere Allgemeinerkrankungen verweist die Integrierte Leitstelle an den Notfalldienst Telefon 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern.

  • Auskunft über den Bereitschaftsdienst der Münchner Apotheken

Die Apotheken haben außerhalb ihrer Öffnungszeiten einen Bereitschaftsdienst eingerichtet. Auskunft über dienstbereite Apotheken können über das Internet in einem Apothekennotdienstkalender oder telefonisch über die deutschlandweite Hotline der Apothekennotdienste unter 0800-228 228 0 beziehungsweise über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns unter 116 117 abgerufen werden.