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Wasserrettung


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Tauchergruppe der Feuerwehr München

Die Wasserrettung im Stadtgebiet München ist Aufgabe der Berufsfeuerwehr. Auf Anforderung der Polizei oder auswärtiger Rettungsleitstellen und Feuerwehren werden wir auch außerhalb des Stadtgebietes tätig.

Auf Feuerwache 5 "Ramersdorf" und Feuerwache 6 "Pasing" sind je eine Tauchergruppe stationiert. Sie besetzen im Alarmfall ihre Wassernotfahrzeuge und rücken parallel zu den zuständigen Wachen zum Einsatzort aus.

 Das Einsatzspektrum der Wasserrettung umfasst

  • den Einsatz von Rettungsschwimmern in fließenden und stehenden Gewässern
  • Taucheinsätze zur Suche vermisster Personen
  • Taucheinsätze zur Technischen Hilfeleistung und Sachbergung
  • Hilfe bei Boots- und Schiffsunfällen
  • Eisrettung in fließenden und stehenden Gewässern
  • Tierrettung
  • Umweltschutzeinsätze
  • Hochwassereinsätze
  • Leichenbergung
  • Druckkammerbehandlung bei Tauchunfällen und Gasvergiftungen

Druckkammer

Eisrettung  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Einsatztaktik

Alle Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr München sind als Rettungsschwimmer ausgebildet.

Die Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr sind für den Erstzugriff bei Wasserrettungseinsätzen mit Wasserrettungsgerät ausgestattet.

Im Winter kommt zur Unterstützung des Erstzugriffes ein Eisrettungsgerät zum Einsatz.

Wasserrettung mit Hubschrauber  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Rettung aus der Luft

Die Taucher der Feuerwache 5 arbeiten bei Einsätzen eng mit dem Rettungshubschrauber Christoph 1 und der Polizeihubschrauberstaffel Oberschleißheim zusammen. Der Hubschrauber nimmt auf der Feuerwache zwei Taucher an Bord und fliegt direkt zum Einsatzort.

Besonders bei Einsätzen in den Badeseen rund um München erreichen die Taucher dadurch einen erheblichen Zeitvorteil gegenüber den landgebundenen Rettungskräften.

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Wassernotfahrzeug

Die Berufsfeuerwehr München verfügt über zwei Wassernotfahrzeuge (WNF). Die Tauchgruppe besteht aus dem Taucheinsatzführer und drei Tauchern.

Die Fahrzeuge verfügen über einen Mannschaftsraum, in dem sich der Taucher während der Anfahrt zum Einsatzort komplett ausrüsten kann. Jeder Taucher hat seinen persönlichen Nasstauchanzug.

Die feuerwehrtechnische Beladung besteht unter anderem aus

  • 3 autonomen Leichttauchgeräten
  • Tauchertelefon
  • Unter- und Überwasserleuchten
  • 1 Rollboot mit 25 PS Außenbordmotor
  • 1 Unterwasserkamera
  • 1 Eisrettungsgerät
  • Leiter

Für längere Taucheinsätze auf stehenden Gewässern besitzt die Berufsfeuerwehr eine Taucherplattform mit Überdachung und Motorantrieb.

Kurze Historie:

  • 1938: Die ersten Taucher der Berufsfeuerwehr München werden eingesetzt. Sie sind auf der Feuerwache 1 untergebracht.
    Als Tauchgerät verwendet man das Helmtauchgerät DM 20 (Kupferhelm mit Regenerationsgerät) und DM 40 (Kupferhelm mit schlauchversorgter Atemluft)
  • 1963: Die Wasserrettung und somit auch die Taucher werden nach Ramersdorf auf die Wache 5 verlegt.
  • 1967: Die Generation der Leittauchgeräte hält bei der Berufsfeuerwehr München Einzug (PA 38 1600 und PA 38 2800)
  • 1979: Nach der Fertigstellung des Neubaus der Feuerwache 6 (Pasing) richtet die Berufsfeuerwehr München dort eine zweite Tauchergruppe ein.
  • 1980: Das Helmtauchgerät DM 220/2 (Polyesterhelm) löst den Kupferhelm ab.
  • 1994: Die Taucherausbildung, die zuvor in Zusammenarbeit mit der Rhein-Main-Donau AG durchgeführt wurde, wird jetzt in eigener Verantwortung durchgeführt.
  • 2000: Die alten Leichttauchgeräte PA 38 2800 werden durch eine neue Tauchgerätegeneration TGM 2000 ersetzt.
  • 2001: Besonders ausgebildete Hubschrauber-Taucher mit einer Spezialausrüstung sind für Wasserrettungseinsätze jeder Zeit verfügbar.
  • 2013: Im September feiert die Tauchergruppe ihr 75-jähriges Bestehen auf der Feuerwache 5 mit einem Tag der offenen Tür.
  • 2016: Anschaffung der neuen Tauchausrüstung Aqua Lung Special Forces. Die Branddirektion beschafft 35 neue Geräte für die insgesamt zwei Taucher-Wachen und die Ausbildung sowie als Reserve. Der frühere externe Bleigurt ist jetzt im Bauchgurt integriert. Es gibt auch einen extra "Beißer" am Gerät – variabel nutzbar für die eigene Sicherheit oder auch für die Fremdrettung.