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Tipps für medizinische Notfälle


Ein Patient mit Herzstillstand wird mit einem Defibrilator behandelt  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Herz-Kreislauf-Stillstand

Jeder kann im Alltag zum Lebensretter werden. Das Wichtigste ist dabei, Ruhe zu bewahren. Es folgen der Notruf 112 und lebensrettende Maßnahmen.

Finden Sie ein leblose Person oder fällt vor Ihren Augen jemand in Ohnmacht, dann steht am Anfang immer der Notruf 112.

Danach ist es wichtig, dass die sogenannte Überlebenskette beachtet wird. Was genau hier zu tun ist, haben wir Ihnen auf einem Infoblatt zusammengestellt:

Expertenhilfe im Notfall: Telefonreanimation

Die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr München erteilt im Falle eines Notfalls mit Verdacht auf Herz-Kreislauf-Stillstand eine Soforthilfe durch Telefonreanimation. Diese frühe Hilfe ist im Einzelfall entscheidend, um Menschenleben zu retten. Da sie die Überlebenschance auf bis zu 25 Prozent erhöht.

Während der Rettungsdienst noch unterwegs ist, kann ein Helfer vor Ort schon entscheidend eingreifen, um dem Patienten zu helfen. Über die Notrufnummer 112 gibt es die Möglichkeit der Telefonreanimation. In diesem Fall leitet ein Leitstellendisponent über das Telefon gezielt zur Durchführung der Herzdruckmassage an. Sobald der Rettungsdienst eintrifft, übernimmt dieser und führt weitere Maßnahmen durch.

Die Unterstützung eines Fachkundigen am Telefon ist für die meist unerfahrenen Helfer vor Ort eine Beruhigung. Ihnen wird die Angst genommen und sie können trotz der schwierigen Situation gezielt mit den entscheidenden lebensrettenden Sofortmaßnahmen beginnen.

Die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr München bietet diese telefonische Unterstützung bereits seit zehn Jahren und mit großem Erfolg an.

Kreuzotter  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Kreuzotter

Schlangenbisse

In Bayern gibt es ein Verbot für gefährliche Tiere. Grundsätzlich sollte einem daher bei Schlangenhaltern keine Gefahr drohen. In der Natur ist es aber auch durchaus möglich, dass man einer Schlange begegnet. Auch einer giftigen.

Bei uns in Deutschland gibt es sechs heimische Schlangenarten und die Blindschleiche.

Zwei der sechs Schlangen sind giftig:

Kreuzotter und Aspisviper

Das Wichtigste bei einem Schlangenbiss ist ein schneller Transport in eine Klinik mit toxikologischer Abteilung.


 

Das ist bei einem Biss zu tun:

  • Notarztruf 112
  • Beruhigung des Verletzten
  • wenn möglich, die Wunde steril abdecken
  • die Extremität (zum Beispiel Fuß, Bein, Arm, Hand) mit der Bisswunde möglichst ruhig stellen
  • keine Manipulationen an der Bissstelle – beispielsweise Aussaugen oder Aufschneiden
  • nicht Abbinden
Thermometer im Schnee  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Was tun bei Unterkühlung?

Jede Menge Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt lassen die Menschen momentan die Mützen tiefer in die Stirn ziehen. Schlitten fahren und Schneemänner bauen, das gehört zu den schönen Seiten des Winters – aber vermeintlich zugefrorene Seen sollte man tunlichst nicht betreten.

Dick angezogen und mit einem gewissen Maß an Vernunft, kann einem der Winter heute kaum noch etwas anhaben. Trotzdem möchte die Feuerwehr München auf das Thema "Unterkühlung" aufmerksam machen. Denn wer bei diesem Wetter stürzt und länger hilflos im Schnee liegt, wer durchs Eis bricht oder am Ufer ins eisige Isarwasser rutscht oder bei diesem Wetter draußen schlafen muss oder will, für den ist im Notfall die richtige Hilfe entscheidend:

  • den Notruf 112 abgeben
  • unterkühlte Personen nur langsam aufwärmen – indem man zum Beispiel einfach eine Decke umlegt
  • nasse Kleidung gegen trockene tauschen
  • warme, gezuckerte Getränke reichen
  • bei leichter Unterkühlung hilft Bewegung, um die Körpertemperatur etwas zu erhöhen

Diese Maßnahmen sollte man unbedingt vermeiden:

  • Einreiben mit Schnee und Massieren: Das schadet dem Patienten und kann zu Gewebeschäden oder zum Herz-Kreislauf-Zusammenbruch führen.
  • Warmrubbeln
  • ein heißes Bad
  • Alkohol verabreichen
  • Anhauchen: Man könnte meinen, dass unser Atem wärmt. Aber es entsteht Verdunstungskälte, die genau das Gegenteil bewirkt.
  • Rauchen: Zigarettenkonsum verengt die Blutgefäße und verschlechtert die Durchblutung.