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Rettungshubschrauber


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Christoph 1

Im Jahre 1970 wurde der erste zivile Rettungshubschrauber (RTH) in München am Krankenhaus Harlaching in Dienst gestellt. Sein Funkrufname: "Christoph 1".

Der Hubschrauber vom Typ BO 105 startete mit einem Piloten des ADAC, einem Arzt des Krankenhauses Harlaching und einem Rettungssanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang.

1984 wurde der Rettungshubschrauber der zweiten Generation, eine BK 117 in Dienst gestellt. Mit Einführung des neuen Hubschraubertyps kam ein viertes Besatzungsmitglied, der Bordtechniker, hinzu. Elf Jahre später, 1995, wurde der RTH mit einer Rettungswinde ausgerüstet.
 

Seit dem 1. Januar 2010 stellt die Berufsfeuerwehr München die Rettungsassistenten für Christoph 1. Sechs erfahrene Kollegen versehen im Wechsel ihren Dienst in der Luftrettung.

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Der Hubschrauber startet rund 1500 Mal im Jahr zu Notfällen im Umkreis von 50 bis 70 Kilometer. Hierbei handelt es sich bei rund 50 Prozent der Fälle um Unfälle aller Art, die andere Hälfte der Einsätze sind internistische Notfälle wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Atembeschwerden oder auch Verlegungen von Patienten in Spezialkliniken.

Eingesetzt wird der Hubschrauber durch die Integrierte Leitstelle (ILS) immer dann, wenn er schneller am Einsatzort ist als ein Notarztwagen. Durch die Rettungswinde besteht zudem der große Vorteil, Arzt und Rettungsassistent direkt am Notfallort abzusetzen. Und zwar auch, wenn eine Landung des Hubschraubers nicht möglich ist.

Der RTH ist kein Ersatz und auch keine Konkurrenz zu den bodengebundenen Rettungsdiensten, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Seit der Einführung des ersten RTH im Jahre 1970 wurde in Deutschland das weltweit dichteste Luftrettungsnetz aufgebaut.

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Wissenswertes:

Warum "Christoph"?

Ganz einfach: Der Rettungshubschrauber bekam den Funknamen Christoph in Anlehnung an den Heiligen Christophorus, den Schutzpatron der Reisenden.

Weitere Informationen: