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Toxikologischer Notarztdienst


Experten für besondere Notfälle

Bei Vergiftungen durch Chemikalien, Tier- oder Pflanzengifte, Drogen oder Lebensmittel braucht der Patient einen Spezialisten, der sich mit Symptomen und Wechselwirkungen mit Medikamenten besonders gut auskennt. Das hat München bereits 1964 erkannt. Seit damals arbeitet die Berufsfeuerwehr mit der Toxikologie des Klinikums rechts der Isar zusammen.

Behandlung vor Ort

Manche Gifte wirken so rasch, dass der Patient den Krankentransport nicht ohne Schaden überleben würde. In anderen Fällen – zum Beispiel bei Gefahrgutunfällen – ist eine so große Zahl von Patienten betroffen, so dass es taktisch günstiger ist, einen Facharzt am Einsatzort zu haben, da die Patienten nicht alle in ein und das selbe Krankenhaus eingeliefert werden können.

Um noch vor Ort eine gezielte Behandlung einleiten zu können, bringt die Berufsfeuerwehr deshalb den Toxikologen zur Einsatzstelle.

Für die Versorgung von mehreren Patienten gibt es in München zwei Großraum-Rettungswagen (GRTW), die jeweils zwölf liegende oder 24 sitzende Personen aufnehmen können. Diese Fahrzeuge sind mit umfangreichem notfallmedizinischen Material und mit speziellen Medikamenten ausgerüstet.

 

Behandlung in der Notfall-Druckkammer

Einige Gifte wie Rauchgase und Blausäure entfernt man am besten mit einer Behandlung in der Druckkammer aus dem Körper.

Auf der Feuerwache 5 "Ramersdorf" betreibt die BF München eine stationäre Notfalldruckkammer. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Hyperbarmedizin des Klinikums rechts der Isar können dort Patienten mit diesen speziellen Vergiftungssymptomen behandelt werden.