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Sonderfahrzeuge


Unverzichtbare Exoten

Die Feuerwehr muss für alle möglichen Einsätze gerüstet sein. Deshalb hält sie eine Vielzahl von Sondereinsatzfahrzeugen parat. Diese rücken nicht täglich aus, sind aber unverzichtbar.

Einige der Sonderfahrzeuge stellen wir Ihnen hier detaillierter vor:

Drehleiter 12-9  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Drehleiter – DLK 12-9

Mit der DLK 12-9 PLC III nahm die Branddirektion die erste vollhydraulische "kleine" Drehleiter in Betrieb. Das besonders leichte Fahrgestell vom Typ MB Vario 814 D ermöglicht es, aufgrund der weit unter der Norm liegenden Achslast nahezu alle Tunnel- und Kellerdecken zu befahren.

Die maximale Rettungshöhe beträgt bei dieser DLK 18 Meter. Sie hat einen Überlappkorb, der zugunsten einer größeren Ausladung auch abgenommen werden kann. An der Stirnseite des Korbes befinden sich zwei Scheinwerfer, mit denen man im Bedarfsfall die Einsatzstelle ausleuchten kann.

Tanklöschfahrzeug  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Tanklöschfahrzeug TLF 20/40-SL

Die TLF 20/40-SL der Berufsfeuerwehr München sind Großtanklöschfahrzeuge, die sich durch einen besonders großen Löschwasser- und Schaummittelvorrat auszeichnen. Die Fahrzeuge verfügen über mobile und fest installierte Schaum-/ Wasserwerfer, die einen besonders massiven Löschangriff auch bei schlechter Löschwasserversorgung oder auch bei Flüssigkeitsbränden ermöglichen. Damit sind die Fahrzeuge besonders für Einsätze bei Waldbränden, auf Autobahnen oder für den Industriebereich geeignet.

Sonderlöschmittelfahrzeug  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Sonderlöschmittelfahrzeug - SLF

Die SLF der Berufsfeuerwehr München sind für besondere Löscheinsätze konzipiert worden. Sie führen eine größere Menge Sonderlöschmittel mit sich und können somit im Erstzugriff zum Beispiel bei Bränden in Mineralöl-Tanklagern, Flüssiggas-Lagern oder elektrischen Anlagen eingesetzt werden.

Hubrettungsbühne  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Hubrettungsbühne

Die Berufsfeuerwehr München verfügt über eine Hubrettungsbühne mit einer Arbeitshöhe von 53 Metern. Sie ergänzt die Drehleitermodelle der Feuerwehr München, die eine geringere Arbeitshöhe haben.

Die Hubrettungsbühne ist für Einsätze vorgesehen, bei der eine gezielte Brandbekämpfung von außen mit Teleskopmastbühne nötig ist. Das können Brände sein, aber auch Unfälle mit Fahrgeschäften wie zum Beispiel einem Riesenrad.

Durch die Gelenk-Kinematik ist es möglich, näher an einen Brandherd beziehungsweise effektiver ein Objekt oder Gebäude zu erreichen. Die Hubrettungsbühne ist bei Unwettereinsätzen bis zu einer Windgeschwindigkeit von 12,5m/s (Beaufort 6) uneingeschränkt einsetzbar.

Wassernotfahrzeug  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Wassernotfahrzeug

Die Berufsfeuerwehr München besitzt zwei Wassernotfahrzeuge. Stationiert auf den Feuerwachen 5 und 6. Diese Fahrzeuge, rücken je nach Ausrückebezirk zu allen Einsätzen im und am Wasser aus. Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf den Bereich der gesamten Isar im Stadtgebiet sowie auch auf die angrenzenden Seen im Landkreis München. Oftmals werden die Taucher der Berufsfeuerwehr mit dem Wassernotfahrzeug auch außerhalb Münchens gerufen.

Kranwagen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Kranwagen – KW 50

Die Berufsfeuerwehr München besitzt zwei Kranwagen. Beide Fahrzeuge (FW 6 und FW 9) sind mit zirka 210 kN eingeschert. Bei Alarm eines Krans, fährt immer auch der Gerätewagen Kran mit.

Das Haupteinsatzgeschehen des Feuerwehrkrans besteht aus Unfällen mit Lkw und Unfällen mit der Trambahn.

Gerätewagen Kran  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Gerätewagen Kran

Der Gerätewagen Kran begleitet bei Einsätzen den Kranwagen. Im GW-Kran sind sämtliche Unterlegmaterialien und Zubehör für den Kran.

Großlüfter  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Großlüfter – GW GL

Im Jahre 2002 beschaffte die Berufsfeuerwehr München zwei Großlüfter. Sie sind die Lösung zur besseren Entrauchung eines Straßentunnels nach einem Brand.

Bei Versuchen hat sich ebenfalls gezeigt, dass der Großlüfter sehr gut zur Entrauchung von U- und S-Bahn-Tunneln und deren unterirdischen Bahnhöfen sowie zur Entrauchung von großen Lagerhallen geeignet ist.

Der Lüfter ist auf einem handelsüblichen Mercedes Straßenfahrgestell aufgebaut. Das Schergestell an dem der Lüfter angebracht ist, lässt sich hydraulisch schwenken und neigen. Der Lüfter kann bis drei Meter über Fahrgestell ausgefahren werden. Seine Luftleistung garantiert ein Hydromotor.

Rüstwagen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Rüstwagen

Die Berufsfeuerwehr München kann für Juli 2006 die Indienststellung der neu beschafften Rüstwagen vermelden. Diese Fahrzeuge sind für technische Hilfeleistungen aller Art sowie Einsätzen bei schienengebundenen Fahrzeugen ausgestattet, da sie die feuerwehrtechnische Beladung der alten Rüstwagen sowie der Gerätewagen "Schiene" in einem Fahrzeug vereinen.
Die RW sind auf den Wachen Ramersdorf und Pasing stationiert.
Ein drittes Fahrzeug wird zur Reserve sowie auch für Ausbildungszwecke auf der Feuerwache 9 vorgehalten.

Großraum-Rettungstransportwagen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Großraum-Rettungstransportwagen – G-RTW

Die beiden Großraum-Rettungstransportwagen dienen, neben dem Transport mehrerer Verletzter, zur Untersuchung und Versorgung einer großen Anzahl von Patienten bei einem Großschadenfall.
Die Fahrzeuge führen spezielle toxikologische Medikamente mit, die bei Giftnotfällen benötigt werden, die nicht selten eine größere Gruppe von Personen betreffen.
Während Bränden, Explosionen oder sonstigen Unfällen können nicht verletzte Personen für die Dauer des Feuerwehreinsatzes in den G-RTW untergebracht werden.

Im Behandlungsraum können insgesamt zehn Liegen aufgebaut werden. Ein fest installierter Intensiv-Versorgungsplatz ist eingerichtet, welcher ebenso einen Inkubator aufnehmen kann. Alternativ können die 26 fest eingebauten Sitzplätze genutzt werden. Acht Sitze können bei Bedarf nachgerüstet werden. An den Liegeplätzen sind Sauerstoffanschlüsse vorhanden, an denen Inhalationsmasken oder Beatmungsgeräte angeschlossen werden können. Die medizinische Ausrüstung, das medizinische Verbrauchsmaterial und die Medikamente sind im hinteren Teil des Behandlungsraumes untergebracht. Hierfür stehen mehrere Schränke und Schubfächer zur Verfügung.

Zusätzlich führen die Fahrzeuge Reservematerial mit, das in Kisten verstaut ist. Damit lassen sich auch außerhalb der G-RTW Behandlungsplätze einrichten.