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Inkubatoren bei der Berufsfeuerwehr München


Der neue Inkubator.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Einer von vier neuen Inkubatoren.

Beste Versorgung für die Kleinsten

Seit einigen Jahren ist auf der Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr München der Sitz des Kompetenzzentrums Pädiatrie. Besonders ausgebildete Rettungsassistentinnen und -assistenten gewährleisten eine optimale und professionelle medizinische Versorgung für Früh- und Neugeborene sowie für Kinder.

Gemeinsam mit Neonatologen und Pädiatern (Fachärzten für Frühgeborene und Kinder) schult und übt das Team Behandlungsstrategien und Algorithmen. Zur Ausstattung gehören das Kindernotarzt-Einsatzfahrzeug, der Neugeborenen-Notarzt und der Rettungswagen mit der Inkubator-Einheit.

Nach mehr als 15 Jahren waren die alten Inkubatoren nicht mehr zeitgemäß und sind daher Anfang 2013 durch moderne, dem heutigen Stand der Technik entsprechende Einheiten ersetzt worden.

In den – umgangssprachlich Brutkasten genannten – Systemen wird optimales Klima für die Babys erzeugt. Die Inkubatoren kommen in stationärer Version auch in Geburtskliniken zum Einsatz. Aber gesundheitlich beeinträchtigte Früh- und Neugeborene müssen regelmäßig in Fachkliniken zur weiteren Behandlung überführt werden. Für diese Verlegung werden die Transport-Inkubatoren vorgehalten. 

Die Inkubatoren der BFM sind auf zwei Wachen stationiert. Auf der Wache 6 und der Hauptwache. Dort werden sie bei Bedarf vom Rettungswagen aufgenommen. Auf der Hauptwache, der Wache 1, befindet sich auf dem Neugeborenen-Notarzt ebenfalls ein Inkubator. Diese drei Inkubatoren sind dauerhaft in Betrieb. Zusätzlich steht  auf der Wache 5 ein weiteres Reservegerät zur Verfügung.

Moderne Technik: Die Inkubator-Bestandteile im Überblick

Puppe in der Inkubator-Wärmekammer.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Das Wärmebett des neuen Systems.

Den Mittelpunkt jeder Einheit stellt das Wärmebett dar. Zu diesem laufen alle Sensorenkabel, mit deren Hilfe das Baby überwacht wird. Ebenfalls führt das Schlauchsystem, über das der kleine Patient beatmet wird, durch die Inkubator-Kapsel.

Das Wärmebett ist umgeben von einer Doppelverglasung. So kann die gewünschte Temperatur stabil gehalten werden.

Der Monitor des neuen Inkubators.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Der übersichtliche Monitor.

Auf dem Überwachungsmonitor kann das medizinische Personal verschiedene Werte auf einen Blick erfassen. Darunter unter anderem den Sauerstoffgehalt im Blut, die Herzfrequenz, die Temperatur, den Blutdruck des Babys sowie weitere wichtige Daten.

Das Spritzenpumpen-System.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Spritzenpumpen – Perfusoren

Erwachsene bekommen ihre Medikamentendosis über eine Infusion verabreicht. Da Neugeborene nur eine sehr geringe Mengen eines Medikaments benötigen, funktioniert diese Art der Dosierung nicht. Spritzenpumpen (Perfusoren) können kleinste Medikamentenmengen in einer bestimmten Zeit abgeben.

Das neue Beatmungsgerät.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Das neue Beatmungsgerät.

Das FABIAN-Beatmungsgerät ermöglicht eine optimale Versorgung der Babys. Die Beatmung kann unter anderem an die Atemfrequenz des Kindes angepasst werden. Das gerät kann aber auch Babys ohne eigene Atmung vollständig versorgen. Es verabreicht immer die richtige Menge Atemluft und/oder Sauerstoffgemisch in der richtigen Geschwindigkeit und mit dem richtigen Druck.

Zusätzlich bietet das Gerät die Möglichkeit verschiedener Arten der Beatmung. So können Babys über spezielle Nasenmasken ohne Qualitätsverlust beatmet werden, ohne das aufwändige und nicht ganz risikolose Einführen eines Schlauches in die Luftröhre.

Das gesamte System wird entweder über ein Ladestromsystem gespeist oder kann über mehrere Stunden autark arbeiten, also ohne externe Stromversorgung. Dadurch kann es nicht mehr zu einem Ausfall der System kommen.

Das neue Transportsystem für Früh- und Neugeborene: