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Die Nachkriegszeit


Nachkriegszeit: 1945 bis 1970

  • 1949 geht Branddirektor Karl Dirnagl in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist sein Vorgänger: Politisch geläutert übernimmt Walther Thürauf noch einmal die Amtsgeschäfte.
  • Die Feuerwache 5 wird im Dezember 1951 an der heutigen Anzinger Straße in Betrieb genommen. Zwei Jahre später folgt das dringend benötigte Werkstättengebäude der Wache 5. Hier gibt es nun endlich genügend Platz für die Kfz-Werkstätten.
  • 1953: Das Deutsche Museum brennt. Das in Originalgröße nachgebildete Haushamer Bergwerk wird völlig zerstört.
  • Seit 75 Jahren gibt es die Berufsfeuerwehr in München: 1954 kann man auf dieses Jubiläum stolz sein. Der Fahrzeugbestand umfasst mittlerweile 112 Einheiten und 47.000 Meter Schlauchmaterial stehen zur Verfügung. Ein Großbrand bleibt ebenfalls in Erinnerung: In der Westendstraße richtet ein Feuer im Reifenlager der Gummiwarenfabrik Metzeler verheerenden Schaden an.
  • Am 6. Februar 1958 wird die Feuerwehr zu einem Flugzeugunglück gerufen. Ein Pilot hat versucht, bei Schneematsch auf der Startbahn drei Mal seinen Flieger in die Luft zu bringen. Vergebens. Der dritte Versuch endet in einem Desaster: Das Flugzeug durchschlägt den Begrenzungszaun des Flughafen München Riem, trifft ein Haus, einen Baum und fängt Feuer. 23 der 43 Insassen – darunter acht Spieler des englischen Fußballclubs Manchester United – finden den Tod.
  • Walther Thürauf ist mittlerweile zum Oberbranddirektor befördert worden – und tritt am 1. Dezember 1959 in den Ruhestand.
1969  Flugzeugabsturz/Straßenbahn  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
1960: Flugzeug stürzt auf Straßenbahn
  • Es folgt im Januar 1960 Diplom-Ingenieur Otto Mehltreter. Er nimmt die neue Wache 7 "Nord" in Milbertshofen in Betrieb. Zusätzlich bekommt er es auch gleich mit einem weiteren Flugzeugabsturz zu tun: Bei einer Convair C-131D fällt ein Triebwerk aus. Der Pilot versucht noch, den Flughafen Riem zu erreichen, streift aber stattdessen den Hauptturm der Paulskirche und stürzt auf eine Straßenbahn. Mehr als 50 Menschen sterben.
  • 1962 kommt erstmals ein Hubschrauber zum Einsatz: Nach einer Explosions brennt es im Heizkraftwerk München Sendling. Durch den Hubschrauber werden mehrere Personen vom Dach eines Gebäudes gerettet. Es sterben trotzdem zwei Menschen bei dem Großbrand und zehn werden verletzt.
  • In Zusammenarbeit mit Professor Dr. Max von Clarmann und dem Klinikum "Rechts der Isar" wird der toxikologische Notarztdienst eingeführt.
  • Nach dem Konzept der Münchner Berufsfeuerwehr wird zudem ein spezieller Rüstwagen für Ölunfälle gebaut.
  • Nach fünf Jahren tritt Oberbranddirektor Mehltreter am 31. Mai 1965 in den Ruhestand. Einen Tag später nimmt sein Nachfolger das Amt auf: Diplom-Ingenieur Karl Seegerer.
NAW 1966  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Der Münchner Notarztdienst um 1966.
  • Die Geburtsstunde des Münchner Notarztdienstes ist der 30. März 1966. Das Equipment im BMW V8 ist überschaubar: eine Sterilisationstrommel mit medizinischem Besteck und ein Feuerwehrverbandskasten. Mit dieser Neuerung rückt erstmals auch ein fest eingeteilter Arzt der chirurgischen Poliklinik zum Einsatzort mit aus.
  • Die Feuerwache 2 "Süd" 1967 in Obersendling beginnt ihren Betrieb. Angegliedert sind die Feuerwehrschule und ein Dienstwohnungsgebäude.
  • 1970: Auf das israelische Altenheim in der Reichenbachstraße wird ein Brandanschlag verübt. Am 11. März brennen bei der Firma Metzeler an der Westendstraße 3000 Reifen. Am 15. September geht der Dachstuhl einer Flaschenabfüllerei des Hofbräukellers lichterloh in Flammen auf. Sieben Drehleitern sind im Einsatz.
    In dem Jahr wird auch die neu erbaute Wache 4 an der Nordendstraße 27 "Schwabing" übergeben.