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Wildtiere in der Stadt


Wildtiere und Jagd in der Stadt

Ihre zuständige Einrichtung

Landeshauptstadt München

Kreisverwaltungsreferat (KVR)
Hauptabteilung I
Sicherheit und Ordnung.Gewerbe
Waffen, Jagd, Fischerei

Ruppertstraße 11
80337 München

Fax:
089 44636
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Kreisverwaltungsreferat (KVR)
Hauptabteilung I
Sicherheit und Ordnung.Gewerbe
Waffen, Jagd, Fischerei
Ruppertstr. 19
80466 München

Öffnungszeiten:

Montag 7.30 – 12 Uhr
Dienstag 8.30 – 12 Uhr und 14 – 18 Uhr
Mittwoch nur mit Termin
Donnerstag 8.30 – 15 Uhr
Freitag 7.30 – 12 Uhr

Seit längerer Zeit ist ein stetig ansteigender Zuzug von Wildtieren in die Stadt zu beobachten. Gemeinhin gilt die Großstadt mit den Betongebirgen, ihren mit asphaltversiegelten Böden, Häuserschluchten, oft taghellen Kunstlichtnächten, Lärm und Abfällen nicht als Hort für Tiere und Pflanzen. Dieses Bild trügt aber erheblich, im urbanen Raum gibt es zwischenzeitig häufig eine größere Artenvielfalt als auf dem Land.
Das wärmere Klima, ein geringer Jagddruck und das große Nahrungsangebot locken die Wildtiere wohl in die Stadtlandschaft. Je größer eine Stadt ist, um so mehr Möglichkeiten bietet sie eben auch.

Jagdrechtliches

Als Wildtiere werden wildlebende und herrenlose Tiere bezeichnet, die im Regelfall nicht in menschlicher Obhut leben. Die rechtliche Situation aller Wildtiere wird je nach Spezies durch das Naturschutzrecht oder durch das Jagdrecht geregelt, bei einigen Tierarten liegen auch Überschneidungen von rechtlichen Regelungen vor.
Ein erheblicher Teil dieser Wildspezies untersteht dem Jagdrecht. Traditionell werden diese Wildtiere in Haarwild und Federwild unterschieden. Das Jagdrecht ist mit Grund und Boden verbunden und räumt die ausschließliche Befugnis ein, auf einem Gebiet die wild lebenden Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen, zu hegen und zu schützen, die Jagd auf sie auszuüben und sie sich anzueignen. Das Jagdausübungsrecht kann auch an Dritte vergeben werden.

Eine Bejagung der Wildtiere kann jedoch aus Sicherheitsgründen nur auf dafür geeigneten Grundflächen ausgeübt werden, die zu einem Jagdrevier gehören. In sogenannten befriedeten Flächen ruht die Jagd, somit im größten Teil des Stadtgebietes. Diese befriedeten Flächen sind zum Beispiel Gebäude und Einrichtungen, die zum Aufenthalt von Menschen dienen, Hofräume, Hausgärten, sonstige überbaute Flächen, auch Friedhöfe und Tiergärten. Darüber hinaus können sonstige Flächen durch die Jagdbehörde für befriedet erklärt werden.
Jedoch kann die Jagdbehörde auf Antrag des Grundeigentümers bei massiven Problemen mit Wildtieren in Einzelfällen eine auf Art, Umfang und Zeit beschränkte Jagdausübung durch geeignete Jäger genehmigen.

Für die von Wildtieren angerichteten Schäden in Kulturpflanzungen besteht außerhalb von Jagdrevieren keine Schadenersatzpflicht. Grundstücke und Gebäude sind vom jeweiligen Eigentümer gegen Wildschaden selbst abzusichern.

Zur Regulierung des Bestandes, zur Gefahrenabwehr und zur Verhinderung von Tierseuchen ist auch in einer Stadt wie München eine Bejagung notwendig.

Viele dem Jagdrecht unterliegenden Tiere treten im Stadtgebiet München in Erscheinung. Bei der gleichzeitigen Benutzung des urbanen Lebensraumes durch Mensch und Tier kann es zwangsläufig auch zu Interessenkonflikten kommen.

Am häufigsten haben Stadtbewohner mit den vier nachfolgenden Wildtierarten Kontakt, zumindest erhalten wir hierzu die meisten Anfragen. Es soll deshalb kurz über diese Spezies informiert werden. Nähere Informationen über diese Tiere erhalten Sie durch Anklicken des Tiernamens.

Haltung von Greifvögeln

Diese Tiere sind auch immer wieder Gegenstand von Anfragen zu Haltungswünschen.
Die Haltung von Greifvögeln ist jedoch ein schwieriges Thema, das nicht in wenigen Sätzen abgehandelt werden kann. Hier soll deshalb zunächst eine Kurzinformation über die rechtliche Situation eines solchen Vorhabens angeboten werden. Dies soll auch zur Vermeidung übereilter Tierkäufe und der Aufnahme nicht artgerechter Tierhaltungen beitragen.