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Rettungsdienste


Bodengebundene Notfallrettung

Im Rettungsdienstbereich München sind (Stand 2014) bei der bodengebundenen Notfallrettung folgende Fahrzeuge im Einsatz:

  • 39 Rettungswagen (RTW), auf Rettungswachen beziehungsweise Standplätzen
  • 31 Krankentransportwagen (KTW)
  • 8 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) und 3 Notarztwagen (NAW=RTW mit Notarztbesetzung) an vielen Standorten
  • 2 Standorte für je einen Intensivtransportwagen (ITW)
  • 1 Verlegungsarzteinsatzfahrzeug
  • Mehrere Spezialfahrzeuge für besondere Fallkonstellationen, wie RTW für schwergewichtige und/ oder hochansteckende Patientinnen und Patienten, den Neugeborenen Notarzt, einen Kindernotarzt, diverse First-Responder Fahrzeuge.

Die Standorte der Rettungswagen, Notarztwagen, Notarzteinsatzfahrzeuge und Intensivtransportwagen können aus einer Karte des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement entnommen werden.

Wasserwacht  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
BRK

Wasserrettung

Die Wasserrettung ist ein Teilbereich der Notfallrettung. Man versteht darunter insbesondere die Rettung verletzter, erkrankter oder hilfloser Personen aus Gefahrenlagen im Bereich von Gewässern inklusive der Eisrettung.

Die Aufgabe der Wasserrettung ist im Rettungsdienstbereich München an die Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft vergeben. Beide Organisationen betreiben an diversen Badegewässern während der Badesaison Wachstationen. Diese sind insbesondere an Wochenenden und während der Ferienzeit stundenweise von ausgebildetem Fachpersonal auf ehrenamtlicher Basis besetzt.

Im Bereich der Isar ist auch die Berufsfeuerwehr München bei der Wasserrettung aktiv. Außerhalb der Stadtgrenzen werden zum Teil auch die freiwilligen Feuerwehren bei Wassernotfällen alarmiert. Ferner ist je nach Sachlage auch der Einsatz des Rettungshubschraubers möglich.
 

ADAC Hubschrauber  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Luftrettung

Im Rettungsdienstbereich München ist ein Rettungstransporthubschrauber (RTH "Christoph 1") und ein Intensivtransporthubschrauber (ITH "Christoph München") stationiert.

Am 1. November 1970 startete Christoph 1 als erster ziviler Rettungshubschrauber in der Bundesrepublik Deutschland. Er ist am Klinikum Harlaching stationiert. Betreiber ist die ADAC-Luftrettung GmbH im Auftrag des Rettungszweckverbandes München. Der ADAC stellt auch die  Piloten und Bordtechniker. Die fliegenden Notärzte sind in der Regel Chirurgen, Anästhesisten und Internisten aus dem Klinikum Harlaching, die Rettungsassistenten sind von der Berufsfeuerwehr. Christoph 1 fliegt mehr als 1500 Einsätze pro Jahr.

Christoph München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© DRF Luftrettung

Die Münchner Station des Intensivtransporthubschraubers Christoph München der DRF Luftrettung besteht seit dem 1. April 1991. Sie wird von der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH (Tochtergesellschaft der DRF Luftrettung) im Auftrag des RZV München betrieben. Der Hubschrauber vom Typ EC 145 T2 (neu ab Herbst 2014) wird in erster Linie zum Transport intensivmedizinisch überwachungspflichtiger Patienten genutzt. Zusätzlich kommt er auch in der Notfallrettung (Primärrettung) zum Einsatz. Außerdem sind Inkubator-Transporte, Transporte von Transplantationsteams sowie intensivmedizinische Maximaltherapien möglich. Der ITH-München führt in Ausnahmefällen auch länderübergreifende Interhospitaltransfers von Intensivpatienten durch. Schwerpunktgebiete sind dabei Süddeutschland und Österreich.

Der Hubschrauber an der Münchner Station ist 24 Stunden einsatzbereit, da er auch für den Nachtflugbetrieb ausgerüstet und zugelassen ist.  

ASB Intensivtransport  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© RZV

Intensivtransport

Intensivtransport ist die Beförderung von intensivüberwachungspflichtigen und intensivbehandlungsbedürftigen Patienten. Hierfür werden speziell ausgestattete Intensivtransportwagen oder Intensivtransporthubschrauber mit entsprechend geschulten Personal eingesetzt.

In München gibt es zwei Intensivtransportwagen. Im Auftrag des RZV München werden diese von der ASB Rettungsdienst GmbH gestellt. Für die Erteilung von Einsätzen ist die Integrierte Leitstelle München zuständig. Die Stammkliniken der beiden Intensivtransportwagen sind das Klinikum Großhadern und das Klinikum Neuperlach.

Kindernotarzt   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Münchner Notarztdienst

Seit der Gründung im Jahr 1966 führt die Berufsfeuerwehr den Notarztdienst in Kooperation mit Kliniken der Stadt und des Landkreises München durch.

Im Stadt- und Landkreis München gibt es derzeit elf Notarztwachen mit acht Notarzteinsatzfahrzeugen und drei Notarztwagen. Die Fahrzeuge kommen pro Jahr in mehr als 30.000 Notfällen zum Einsatz. Zu den notärztlichen Sonderdiensten gehören zusätzlich:

  • der Kindernotarzt
  • der Neugeborenen-Notarzt
  • der Toxikologische Notarztdienst

Aktuell stehen für den Stadt- und Landkreis München etwa 400 Notärzte und 19 Leitende Notärzte bereit.

Seit 1974 gibt es eine offizielle vertragliche Vereinbarung über die Durchführung des Notarztdienstes zwischen der Berufsfeuerwehr und dem Rettungszweckverband.
In München können bis zu 52 Kliniken vom Rettungsdienst angefahren werden. Unter den Kliniken befinden sich Häuser der höchsten Versorgungsstufe mit einem breiten fachlichen Spektrum, sogenannten Maximalversorger, zwei Universitätsklinken mit Einrichtungen an mehreren Standorten, die Städtische Klinikum München GmbH mit 5 Häusern, Privatkliniken, Kliniken mit caritativen und kirchlichen Trägern. Einen besonderen Stellenwert für den Rettungsdienst haben Kliniken, die auf eine schnelle und effektive Erstversorgung von besonders eilbedürftig zu behandelnden Patienten ausgerichtet sind. Oftmals werden hier so genannte Chest-Paint-Units ( für akute Herzerkrankungen) und Stroke-Units (Schlaganfall-Sofort-Versorgungseinheiten) benötigt. Ebenso hervorzuheben sind Kinder- und Neugeborenenfachkliniken, die intensiv mit den gleichnamigen Spezialsparten des Notarztdienstes kooperieren und hierfür die Notärzte bereitstellen.