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Der Rettungszweckverband (RZV)


Rechtsstellung und gesetzliche Grundlagen

Die staatliche Aufgabe des Rettungsdienstes hat der Freistaat Bayern den Landkreisen und kreisfreies Gemeinden übertragen. Sie haben somit die Aufgabe, Notfallrettung und Krankentransport flächendeckend sicherzustellen.

Die Hauptaufgaben des Aufgabenträgers RZV München:

  • Versorgungsstruktur festlegen, ständig überprüfen und über Änderungen entscheiden
  • Erforderliche Änderungen unverzüglich umsetzen
  • Auf Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit achten
  • Integrierte Leitstellen betreiben oder Betrieb per Vertrag übertragen
  • Alarmierungsplanung inklusive dem Massenanfall von Verletzen
  • Beauftragung von Hilfsorganisationen oder Privatunternehmen mit der  Durchführung des Rettungsdienstes (Land-, Wasser und Luftrettung)
  • Organisation arztbegleitete Verlegungstransporte
  • Bestellung Leitender Notärztinnen und Notärzte
  • Festlegung der Dienstbereiche der Funktionsträger
  • Bestellung der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst
  • Notarztstandorte festlegen (zusammen mit KVB)
  • First-Responder-Einheiten genehmigen.
  • Versorgungsbereiche in einer Strukturdatenbank pflegen
  • Auswahlverfahren für rettungsdienstliche Leistungen durchführen.

Der Rettungszweckverband führt die Notfallrettung und Krankentransporte in der Regel nicht selbst durch, sondern überträgt sie an Hilfsorganisationen und Privatunternehmen. In München führt die Berufsfeuerwehr traditionell den Notarztdienst durch, sie nahm sich schon aus eigenem Selbstverständnis seit Jahrzehnten dieser Aufgabe an, als es noch gar kein Bayerisches Rettungsdienstgesetz (vor 1974) gab.

Ein wichtiges Instrument ist die Integrierte Leitstelle München, die ebenfalls von der Berufsfeuerwehr schon seit 1997 auf Initiative des Rettungszweckverbandes und der Landeshauptstadt betrieben wird. Nach diesem Muster entstehen derzeit in ganz Bayern in allen Rettungsdienstbereichen Integrierte Leitstellen.

RZV-Karte  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Rettungsdienstbereich München

Der Rettungsdienstbereich München umfasst das gesamte Gebiet der Landeshauptstadt München und des Landkreises München.

Daten und Fakten

Das Zuständigkeitsgebiet des RZV München umfasst eine Fläche von etwa 978 Quadratkilometern und eine Einwohnerzahl von rund 1,8 Millionen.
Hinzu kommt zeitweise eine erhebliche Zahl von Berufspendlern und Touristen (etwa 6 Millionen Übernachtungen pro Jahr).

Im Beispielsjahr 2014 waren

  • 166817 Rettungsdiensteinsätze mit Rettungswagen 
  • 59764  öffentlich-rechtliche-Krankentransporte
  • 10433 Einsätze des Notarztwagen
  • 26656 Einsätze mit Notarzteinsatzfahrzeug
  • 1028   Einsätze mit  Verlegungsarzteinsatzfahrzeug
  • 2031 Intensivtransporte

zu verzeichnen. 

Aufbauorganisation

Verbandsmitglieder

In Bayern gibt es 26 Rettungsdienstbereiche. In diesen sind Landkreise und kreisfreie Gemeinden zu Rettungszweckverbänden zusammengeschlossen. Die Bildung eines Zweckverbandes dient generell der wirtschaftlichen und praxisorientierten Erledigung einer übertragenen Aufgabe.
Die Landeshauptstadt München und der Landkreis München bilden als Verbandsmitglieder den Rettungszweckverband München.

Verbandsorgane

Verbandsorgane sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsitzende. Stellvertretender Vorsitzender des RZV München ist Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München. Zusammen mit weiteren sieben Verbandsrätinnen und Verbandsräten bilden sie die Verbandsversammlung des RZV München.
Sechs dieser Verbandsrätinnen und Verbandsräte werden aus den Reihen des Stadtrates der Landeshauptstadt München, eine Person aus dem Kreistag des Landkreises München, entsandt.
Die Verbandsversammlung ist insbesondere für die Entscheidung über die Übertragung der Durchführung des Rettungsdienstes zuständig. Der Verbandsvorsitzende vertritt den Zweckverband nach außen, vollzieht die Beschlüsse der Verbandsversammlung und trifft Entscheidungen in laufenden Angelegenheiten. Zur Erledigung der laufenden Amtsgeschäfte steht ihm die Geschäftsstelle zur Verfügung.

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle des Rettungszweckverbandes München ist beim Vorsitzenden im Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt München eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen den Verbandsvorsitzenden nach seinen Weisungen bei den laufenden Verwaltungsgeschäften.

Außerdem hat der Geschäftsleiter des RZV München den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft aller 26 Bayerischen Zweckverbände (ARGE ZRF) gemäß interner Wahl inne.
Die Geschäftsstelle ist in diesem Bereich bei administrativen Aufgaben unterstützend tätig.
Die ARGE ZRF dient insbesondere der Vorbereitung und Abstimmung von übergeordneten Themen und Querschnittsaufgaben sowie der Vertretung aller ZRF gegenüber Dritten (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, Bayerisches Staatsministerium des Innern und anderen).

Ärztliche Leiter Rettungsdienst

Die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) haben die Aufgabe, zusammen mit den im Rettungsdienstbereich tätigen Durchführenden des Rettungsdienstes, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, den mit der Sicherstellung der Mitwirkung von Verlegungsärzten Beauftragten und den im Rettungsdienst mitwirkenden Personen, die Qualität rettungsdienstlicher Leistungen zu sichern und nach Möglichkeit zu verbessern.

Die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst sind Teil des Rettungszweckverbandes und beraten diesen   in allen medizinischen Angelegenheiten. Sie sind für die medizinischen Rahmenbedingungen des Rettungsdienstes verantwortlich, erfassen und koordinieren das Qualitätsmanagement und legen in Zusammenarbeit mit den Durchführenden des Rettungsdienstes und den Fachkliniken die medizinischen Standards fest. 

Die Gruppe der Münchner ÄLRD besteht aus einer Ärztin und zwei Ärzten. Diese wurden in einem speziellen Assessmentverfahren aus einem Bewerberpool ausgewählt. Nach der offiziellen Ernennung erfolgte eine umfangreiche Schulung für die speziellen Anforderungen der künftigen ÄLRD-Tätigkeit.