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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Merkblatt für Veranstaltungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen


    1. Was muss ich allgemein beachten?

    Die Veranstaltungsrichtlinien gliedern die 25 Stadtbezirke der Landeshauptstadt München in drei Veranstaltungsbereiche. Je nach Örtlichkeit Ihrer geplanten Veranstaltung können besondere Regelungen gelten.

    Diese nachfolgenden allgemeinen Voraussetzungen treffen jedoch für alle Veranstaltungen gleichermaßen zu:

    • Als Veranstalterin / Veranstalter müssen Sie die Gewähr dafür bieten, die Veranstaltung entsprechend den behördlichen Vorgaben durchzuführen.
    • Die Veranstaltung muss verkehrlich vertretbar sein.
    • Alle Veranstaltungen auf öffentlichem Verkehrsgrund müssen öffentlich, frei zugänglich und kostenlos sein. Absperrungen und Eintrittsgelder sind nur in den entsprechend in den
      Veranstaltungsrichtlinien vorgesehenen Ausnahmen zulässig.
    • Bestehende Sondernutzungen müssen berücksichtigt und eingeplant werden.
    • Bei Veranstaltungen auf öffentlichem Grund gilt das Einwegverbot, d.h. Mehrweggeschirr /-besteck muss verwendet werden.
    • Werbung / Sponsoring ist nur in untergeordneter Form zulässig.
    • Veranstaltungen müssen grundsätzlich um 23:00 Uhr beendet sein, mit Zustimmung des Bezirksausschusses ist eine Verlängerung bis 24:00 Uhr möglich. Lärmintensive Veranstaltungsteile sind immer um 22:00 Uhr zu beenden.
    • Außerhalb der Altstadt-Fußgängerzone kann grundsätzlich ein Ersatztermin gewährt werden, wenn dieser bereits bei der Antragstellung benannt wird und nicht länger als zwei Wochen nach dem ursprünglichen Termin liegt.
    • Zelte und Pavillons sind nur zum Schutz von Ausstellungsgut und bis zu einer maximalen Größe von 25 m² zulässig.
    • Stromaggregate sind nur zulässig, wenn die elektrische  Versorgung der Veranstaltung nicht anderweitig sicher gestellt werden kann.
    • Alle Veranstaltungen sollen so geplant und durchgeführt werden, dass sie die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen und damit auch von Menschen mit körperlichen, seelischen, kognitiven oder Sinnesbeeinträchtigungen besucht werden können. Nähere Informationen finden Sie hier
    • Bei allen Veranstaltungen, bei denen Speisen und Getränke zum sofortigen Verzehr angeboten werden, sind Toiletten bereit zu stellen..

    2. Welche Arten von Veranstaltungen/ Aktionen kommen in Frage?

    - Veranstaltungsbereich 1 (Stadtbezirk 1):

    • Festzüge aus besonderen Anlässen

    • Informationsveranstaltungen über Themen von allgemeinem Interesse (beispielsweise Umwelt, Gesundheit oder Ernährung)

    • Kultur-/ Konzertveranstaltungen

    • Kirchliche Veranstaltungen und Brauchtumsveranstaltungen (nur anzeigepflichtig)

    • Marktveranstaltungen

    • Stadtteilfeste

    • Straßenfeste von Anliegern (Achtung: Ortsbezug notwendig!) oder von anliegenden Gewerbetreibenden (Achtung: Mindestens drei Gewerbetreibende als Veranstalter!)

    • Straßenkunst (Standkonzerte, Straßentheater oder -performances)

    • Werbeveranstaltungen

    Besondere Regelungen gelten für den Marienplatz, Karlsplatz/Stachus, Max-Joseph-Platz, Rindermarkt, Sendlinger-Tor-Platz, St.-Jakobs-Platz und Platz vor der Feldherrnhalle.
     

    Veranstaltungsbereich 2 (Stadtbezirke 2, 3, 5 und 8):

    • Festzüge aus besonderen Anlässen

    • Informationsveranstaltungen über Themen von allgemeinem Interesse (beispielsweise Umwelt, Gesundheit oder Ernährung)

    • Kultur-/ Konzertveranstaltungen

    • Public Viewing Veranstaltungen

    • Kirchliche Veranstaltungen und Brauchtumsveranstaltungen (nur anzeigepflichtig)

    • Marktveranstaltungen

    • Sportveranstaltungen

    • Stadtteilfeste

    • Straßenfeste von Anliegern (Achtung: Ortsbezug notwendig!) oder von anliegenden Gewerbetreibenden (Achtung: Mindestens drei Gewerbetreibende als Veranstalter!)

    • Straßenkunst (Standkonzerte, Straßentheater oder -performances)

    • Werbeveranstaltungen

    Besondere Regelungen gelten für den Königsplatz und den Wittelsbacherplatz.
     

    Veranstaltungsbereich 3 (alle anderen Stadtbezirke):

    • Festzüge aus besonderen Anlässen

    • Flohmärkte

    • Informationsveranstaltungen über Themen von allgemeinem Interesse (beispielsweise Umwelt, Gesundheit oder Ernährung)

    • Kultur-/ Konzertveranstaltungen

    • Public Viewing Veranstaltungen

    • Kirchliche Veranstaltungen und Brauchtumsveranstaltungen (nur anzeigepflichtig)

    • Marktveranstaltungen

    • Sportveranstaltungen

    • Stadtteilfeste

    • Straßenfeste von Anliegern (Achtung: Ortsbezug notwendig!) oder von anliegenden Gewerbetreibenden (Achtung: Mindestens drei Gewerbetreibende als Veranstalter!)

    • Straßenkunst (Standkonzerte, Straßentheater oder -performances)

    • Werbeveranstaltungen

    3. Wie stelle ich einen Antrag?

    Rechtzeitig, in der Regel mindestens zwei Monate vor dem Veranstaltungstermin, müssen Sie beim Kreisverwaltungsreferat - Veranstaltungs- und Versammlungsbüro eine Genehmigung beantragen. Die entsprechenden Antragsformulare finden Sie

    Neben dem ausgefüllten Antragsformular (gegebenenfalls plus Anlagen) müssen Sie einen maßstabsgetreuen Aufbauplan, der alle geplanten Aufbauten enthält, beifügen. Bei notwendigen Haltverboten und Sperren sind diese im Plan einzuzeichnen und im Antragsformular anzugeben.

    4. Was passiert nachdem Sie den Antrag gestellt haben?

    Ihr eingegangener Antrag wird auf seine Zulässigkeit geprüft und anschließend mit den relevanten Fachdienststellen der Landeshauptstadt München (wie Mobilitätsreferat, Branddirektion, Referat für Klima- und Umweltschutz, Polizei) abgestimmt. Die Rückmeldungen werden beim Veranstaltungs- und Versammlungsbüro koordiniert und in einem Bescheid zusammengeführt.

    5. Welche Kosten kommen auf mich zu?

    Mit der erteilten Erlaubnis werden Verwaltungsgebühren festgesetzt. Die Höhe der Gebühr richtet sich dabei nach der Größe und Dauer der Veranstaltung sowie dem Aufwand der Sachbearbeitung.

    Für Straßenfeste werden in der Regel folgende Verwaltungsgebühren für die straßenverkehrsrechtliche Erlaubnis festgesetzt:

    Anliegerstraßenfeste

    • in Fußgängerbereichen 30,00 Euro

    • mit Sperre und/oder Halteverbot 50,00 Euro bis 100,00 Euro
      (Die Kosten für die Sperre oder Beschilderung selbst sind darin nicht enthalten).

    Straßenfeste bei besonderer Bedeutung beziehungsweise mit besonderem Aufwand

    • bis zu 2301,00 Euro

    Falls im Rahmen der Veranstaltung alkoholische Getränke zum Zwecke der Gewinnerzielung ausgeschenkt werden sollen, fallen Kosten für die Gestattung nach §12 Gaststättengesetz (GastG) an. Die Gestattung ist vom jeweiligen Standbetreiber gesondert zu beantragen. Das entsprechende Antragsformular finden Sie

    Die Gebühr richtet sich nach Dauer und Größe der Veranstaltung.

    Dabei können folgende Gebühren anfallen:
    Bewirtungsfläche
    bis zu  1 Tag   bis   3 Tage
    50 m²  40,00 Euro / 63,00 Euro
    100 m² 63,00 Euro / 80,00 Euro
    150 m² 80,00 Euro / 120,00 Euro
    200 m² 120,00 Euro / 160,00 Euro
    300 m² 160,00 Euro / 240,00 Euro
    500 m² 240,00 Euro / 331,00 Euro
    1000 m² 331,00 Euro / 463,00 Euro
    1500 m² 463,00 Euro / 594,00 Euro
    mehr als 1500 m² 594,00 Euro / 726,00 Euro

    Sondernutzungsgebühren für den Straßenraum werden nur in Einzelfällen festgesetzt, beispielsweise bei kommerziellen Veranstaltungen oder bei Werbeveranstaltungen. Die Höhe richtet sich nach der Sondernutzungsgebührensatzung.

    Darüber hinaus können auch Kosten anderer Referate anfallen, beispielsweise für die Beschilderung, die Straßenreinigung, Straßenunterhalt und anderes. Werden Dienste von nicht städtischen Stellen in Anspruch genommen, wie bei Umleitungen von öffentlichen Verkehrsmitteln, erhalten Sie von dort eine gesonderte Rechnung.

    Um Ihnen einen Überblick über die möglichen zu erwartenden Kosten zu geben, haben wir die relevanten Stellen und die Gebühren beziehungsweise Ansprechpartner zusammengefasst:

    Abfallwirtschaftsbetrieb München, Entsorgung von Müll bei Veranstaltungen

    Zusätzlich müssen Sie berücksichtigen, dass in München bei Veranstaltungen auf öffentlichem Grund Einwegverbot herrscht, das heißt auch hier können Mehrkosten bei Verwendung von Mehrweggeschirr/ Mehrwegbesteck entstehen. Diese Kosten können nicht beziffert werden, sind aber für den Veranstalter nicht unerheblich. Eine Ausnahme vom Mehrweggebot muss direkt beim Abfallwirtschaftsbetrieb München beantragt werden.

    Kosten für die Beschilderung

    Beispiel:

    Ein „Standard-Straßenfest“ (übliches Wohngebiet, 50 Meter, beidseitige Sperrung und beidseitige Beschilderung mit mobilen Haltverboten) beläuft sich auf etwa 442 Euro, wobei die Kosten durch die unterschiedliche Fahrtzeit/ Entfernung vom Bauhof) variieren kann.

    Stromanschluss der Stadtwerke München GmbH

    Sollte bei einer Veranstaltung ein Stromanschluss aus dem öffentlichen Netz benötigt werden, müssen Sie folgendes Vorgehen beachten:

    Senden Sie frühzeitig eine unverbindliche Voranfrage per E-Mail an kurzzeit@swm.de. Bei größeren Veranstaltungen schon einige Wochen im Voraus.

    Die Anfrage sollte folgende Daten enthalten:

    • Bezeichnung beziehungsweise Art der Veranstaltung

    • Zeitraum beziehungsweise Dauer der Veranstaltung

    • Benötigte Leistung (beziehungsweise Anschlussvariante)

    • Genaue Örtlichkeit (mit Lageplan)

    Die SWM prüfen die Anschlussmöglichkeit und bestimmen den nächstgelegenen Anschlusspunkt. Daraufhin erfolgt eine Rückmeldung an den Kunden.

    Bei passender Anschlussmöglichkeit erfolgt die Anmeldung über den Antrag

    Die Anmeldung bitte per E-Mail oder Fax an die SWM senden.

    Diese muss mindestens zehn Werktage vor Veranstaltungsbeginn eingegangen sein.

    Die SWM erstellt an dem vorher festgelegten Anschlusspunkt eine Übergabemöglichkeit, an welcher der Kunde in der Regel selbstständig anstecken kann.

    Hinweis: Da es sich von Seiten der SWM nur um die Übergabestelle handelt, können gerade bei größeren Veranstaltungen zusätzliche Kosten durch weitere Firmen hinzukommen.

    Hier kann es sich zum Beispiel um Kabel, Unterverteilungen beziehungsweise Straßenüberspannungen handeln.

    Die Kosten für die Erstellung des Übergabepunktes richten sich nach der Leistungsgröße.

    Ein Standardanschluss bis zu einer Leistung von 40 Kilowatt, maximal CEE 63A kostet derzeit 320 Euro (netto) bei rechtzeitiger Beantragung.

    Hinzu kommen die Stromverbrauchskosten nach aktuell gültigem Preisblatt, das im Internet veröffentlicht ist.

    Ein provisorischer Anschluss kostet zwischen 320 und 730 Euro je nach Anschlussgröße. Zusatzleistungen (Expressanschluss), vor-Ort-Besichtigung, Inbetriebnahme, Miete Anschlusskasten und anderes) können bis zu 500 Euro Mehrkosten verursachen. Alle genannten Preise sind Netto-Preise. Maximal können 250 A für eine Kurzzeitveranstaltung bereitgestellt werden. Detaillierte Informationen gibt es im Internet.

    Kontakt:
    SWM Services GmbH
    Technische Serviceleistungen
    Team Kurzzeitveranstaltungen
    Telefon 089/2361-2400
    Fax 089/2361-2401

    Das Preisblatt mit allen Hinweisen und Telefonnummern finden Sie hier

    Wasseranschluss der Stadtwerke München GmbH

    Sie müssen bei den SWM ein Bauwasserantrag stellen. Nach der Genehmigung können Sie das Standrohr bei den SWM an der Emmy-Noether-Straße 2 abholen. Die Kaution kostet 900 Euro. Zu den weiteren Kosten gehören Zählergebühren (etwa 50 Euro pro Stück) und der bei Rückgabe des Standrohrs zu bezahlende aktuelle Wasserpreis für die verbrauchte Menge. Alle genannten Preise sind Netto-Preise.

    Weitergehende Informationen gibt es  hier .

    Das Preisblatt mit allen Hinweisen und Telefonnummern finden Sie hier .

    Ableitung von Schmutzwasser

    Laut der Münchner Stadtentwässerung müssen bei Veranstaltungen mit Schmutzwassergebühren von 1,56 Euro je Kubikmeter Abwasser gerechnet werden. Dieser Gebührensatz ist in jedem Fall bis Ende 2022 konstant.

    Die Schmutzwassermenge ergibt sich aus dem von den Stadtwerken (gegebenenfalls über ein sogenanntes "Fliegendes Standrohr" als mobile Frischwasserversorgung) bezogene Frischwasser.
     

    Kosten für Leistungen des Baureferats, Abteilung Gartenbau GS

    - Fahnenmasten (Abbau, Wiederaufstellung): nach Aufwand
    - Brunnen abstellen, wieder in Betrieb nehmen (aus Sicherheitsgründen betreten der Brunnenstube
    nur durch zwei Arbeitskräfte, in der Regel Facharbeiter, Stundensätze netto):
    · Facharbeiter 78 Euro pro Stunde
    · Anfahrt je Fahrzeug (Außerhalb der regulären Arbeitszeit) 50 Euro / Anfahrt

    Die vorgenannten Stundensätze gelten für die jeweilige Fachkraft und werden je angefangene Stunde
    verrechnet.

    Zuschläge:
    Rahmenarbeitszeit 6:30 bis 20 Uhr (keine Zuschläge)
    Nachtarbeit 20 bis 06:30 Uhr (50 Prozent Zuschlag)
    Samstag (50 Prozent Zuschlag)
    Sonntag (100 Prozent Zuschlag)
    Feiertag (125 Prozent Zuschlag)

    Treffen Zuschläge für Nacht- Feiertags-, Samstags- und Sonntagsarbeiten zusammen, hat der Auftraggeber diese kumulativ zu zahlen. Die Rahmenarbeitszeit ist: Montag bis Freitag: 6:30 bis 20:00 Uhr.

    Reguläre Arbeitszeit: Montag bis Donnerstag 6:30 Uhr bis 15:30 Uhr und Freitag von 6:30 Uhr bis 12:30 Uhr.

    An- und Abtransport von Pflanzgefäßen

    etwa 220 Euro brutto je Pflanzgefäß, befinden sich Stühle an den Pflanzgefäßen beläuft sich die Gebühr auf etwa 270 Euro brutto.

    Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), Busumleitungen

    Um die Kostenerstattung für Mehrleistungen der MVG zu erfragen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an: Veranstaltung_FK-MO@swm.de.

    Kosten für die Straßenreinigung

    Im Regelfall fallen für die Reinigung des Veranstaltungsbereichs keine Kosten an. Ist eine Sonderreinigung erforderlich, werden dem Veranstalter die tatsächliche entstandenen Kosten in Rechnung gestellt.

    Kosten für das Musikaufführungsrecht

    GEMA, Telefon 030/588 58 999 oder hier

    Stand: Februar 2021