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Aktuelles


Igel

Wenn man im Herbst einem Igel begegnet, stellt sich häufig die Frage, ob dieser Igel allein über den Winter kommt, oder ob der Mensch helfen muss.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass wildlebende Tiere nicht ohne vernünftigen Grund gefangen werden dürfen, so auch Igel im Herbst. Igel gehören außerdem zu den besonders geschützten Tierarten. Daraus folgt, dass Igel nur aufgenommen werden dürfen, wenn sie verletzt, hilflos oder krank sind. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbstständig erhalten können.
Igel sind in der Regel dämmerungs- und nachtaktiv. In der Zeit vor dem Winterschlaf sind sie manchmal auch tagsüber anzutreffen (Futtersuche, Suche nach einem geeigneten Platz für den Winterschlaf).
Bevor ein vermeintlich hilfloser Igel zur Überwinterung in menschliche Obhut genommen wird, muss geklärt werden, ob der Igel hilflos, verletzt oder krank ist.

Informationen sind erhältlich beim Städtischen Veterinäramt
Telefon: 089/233-36313 oder
E-Mail an: veterinaeramt.kvr@muenchen.de

Kastration von Katzen

Die Tierschutzproblematik ausgelöst durch die unkontrollierte Vermehrung von verwilderten Hauskatzen und Freigängerkatzen vergrößert sich stets. Weitere Informationen und ein Flyer des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit finden sich unter

Hantavirus

Die Anzahl der beim Robert-Koch-Institut gemeldeten Hantavirus-Infektionen ist im Jahr 2012 stark angestiegen. Von November 2011 bis Februar 2012 wurden allein in Bayern bis zum 1. März 2012 27 Hantavirus-Infektionen gemeldet. Besonders betroffen sind die Endemiegebiete Schwäbische Alb (Baden-Württemberg) und Bayerischer Wald.
Nach aktuelleren Informationen vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurden allein in Bayern bis zum 3. August 2012 227 Fälle gemeldet, die meisten Fälle sind in Unterfranken und Niederbayern aufgetreten.
Das Hantavirus wird durch Kot, Urin und Speichel von infizierten Nagetieren ausgeschieden, die als natürliches Reservoir für Hantaviren gelten. Der Mensch infiziert sich in der Regel durch Einatmen von erregerhaltigem Staub. Erste Symptome der Erkrankung beim Menschen sind abrupt einsetzendes hohes Fieber und grippeähnliche Symptome.
Erregerhaltiger Staub findet sich grundsätzlich dort, wo sich Ausscheidungen von Nagern finden (zum Beispiel in Schuppen und Kellern mit Schadnagerbefall). Werden zum Beispiel in solchen Räumlichkeiten Reinigungs- oder Räumarbeiten durchgeführt (führt unter anderem zum Aufwirbeln von Staub) ist grundsätzlich eine Infektion mit Hantaviren möglich.
Um sich vor einer Infektion möglichst zu schützen, sollten folgende Präventionsmaßnahmen eingehalten werden:

  • Vermeiden von Kontakten zu Nagetieren und deren Ausscheidungen
  • Besondere Vorsicht bei Tätigkeiten in Räumen, in denen mit Schadnagern zu rechnen ist.
  • Staubentwicklung in solchen Räumen kann zum Beispiel durch Befeuchten vermieden werden
  • Bei sichtbarem Schadnagerbefall sollten Handschuhe und gegebenenfalls ein Mundschutz getragen werden

Blauzungenkrankheit

Mit Wirkung vom 15. Februar 2012 ist Deutschland als frei von der Blauzungenkrankheit (Serotyp BTV-8) erklärt worden.

Einfuhr von Hunden, Katzen und Frettchen aus Drittländern

Mit dem Durchführungsbeschluss der Kommission (2011/874/EU) wurden die Muster für die Veterinärzertifikate geändert. Ab dem 1. März 2012 müssen für die Einfuhr in die EU die neuen Muster verwendet werden. Die Entscheidungen 2004/595/EG und 2004/824/EG wurden aufgehoben.
Seit dem 1. Januar 2012 gilt zusätzlich die Verordnung (EG) Nr. 1151/2011 zur Ergänzung der Verordnung (EG) Nr. 998/2003. Die Regelung betrifft Hunde, die in das Vereinigte Königreich, oder nach Irland, Finnland oder Malta einreisen. Geregelt sind zusätzliche Anforderungen bezüglich der Echinokokkose.

Hobbytierhaltung

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass sich die Beitragspflicht eines Tierhalters zur Tierseuchenkasse alleine daran orientiert, was für Tiere gehalten werden, nicht aber für welchen Zweck die Tiere gehalten werden. Deshalb ist es ohne Bedeutung, ob der Tierbesitzer sich mit seinen Tieren erwerbswirtschaftlich betätigt, ob es sich um eine Hobbytierhaltung handelt, oder ob der Tierbesitzer ein Zoo, ein Tierschutzverein oder eine vergleichbare Einrichtung ist.

Auch die Registrierungspflicht gemäß § 26 Abs. 1 Viehverkehrsverordnung gilt unabhängig von dem Zweck der Tierhaltung.

Informationen sind erhältlich beim Städtischen Veterinäramt
Telefon: 089/233-36313 oder
E-Mail: veterinaeramt.kvr@muenchen.de

Hunde- und Katzenimporte aus Südosteuropa

In den letzten Jahren treten zunehmend Organisationen in Erscheinung, die unter dem Aspekt „Tierschutz“ Hunde und Katzen aus Südeuropa und Südosteuropa nach Deutschland bringen. Oft handelt es sich bei diesen Tieren um Hunde und Katzen, die bei dort ansässigen Tierschutzorganisationen abgegeben oder von diesen aufgegriffen wurden.

Werden auf diese Art Hunde und Katzen nach Deutschland verbracht oder eingeführt, so sind folgende Aspekte zu beachten:

  1. Diese Tätigkeit kann grundsätzlich als gewerbsmäßiger Handel mit Wirbeltieren oder als tierheimähnliche Einrichtung eingestuft werden. Daraus folgt, dass eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz erforderlich sein kann.
  2. Der Transport dieser Tiere fällt grundsätzlich in den Geltungsbereich der VO (EG) Nr. 1/2005 zum Schutz von Tieren beim Transport. Daraus resultiert unter anderem grundsätzlich eine Zulassungspflicht des Transportunternehmens.
  3. Die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen bei der Einfuhr müssen beachtet werden. Da es sich um eine gewerbliche Einfuhr, bzw. gewerbliches Verbringen handelt, gelten die erleichterten Bestimmungen der VO (EG) Nr. 998/2003 nicht.
  4. Welpen unter drei Monaten verfügen über keinen gültigen Tollwutschutz. Einige Mitgliedstaaten erlauben das Verbringen von Welpen unter drei Monaten innerhalb der EU unter bestimmten Bedingungen. Für die Einfuhr von Welpen (unter drei Monaten) aus gelisteten Drittländern ist eine Einfuhrgenehmigung des zuständigen Ministeriums erforderlich (Bayern: StMUG). Die Einfuhr von ungeimpften Welpen aus nicht gelisteten Drittländern ist nicht zulässig.

Es kommt immer wieder vor, dass entgegen der oben genannten Bestimmungen Hunde und Katzen nach Deutschland gelangen. In den Herkunftsländern ist teilweise die Tollwut endemisch. Beispielsweise wurden in der Türkei 2009 64 Fälle und in Serbien 2009 181 Fälle registriert (Quelle: Rabies Bulletin Europe). Daraus folgt, dass bei Hunden und Katzen, die entgegen der oben genannten Bestimmungen nach Deutschland gelangen, das Risiko besteht, dass diese mit dem Tollwutvirus infiziert sind. Die Tollwut ist nach wie vor eine gefährliche Infektionskrankheit.

Weitere Informationen sind im Städtischen Veterinäramt erhältlich:
Telefon: 089/233-36313 oder
E-Mail: veterinaeramt.kvr@muenchen.de

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Hauptabteilung I Sicherheit und Ordnung. Gewerbe Abteilung I/5 Veterinärwesen Städtisches Veterinäramt

Thalkirchner Straße 106
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