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Geflügelpest/Vogelgrippe


    Aktuelles zur Geflügelpest in München:

    In Deutschland sind seit dem 30.10.2020 mehr als 200 hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) H5-Fälle bei Wildvögeln und 9 Ausbrüche bei Hausgeflügel vorwiegend in den Küstenregionen aufgetreten. Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer wird weiterhin ein hohes Aufkommen an toten Wasservögeln beobachtet. Außerdem meldeten das Vereinigte Königreich, die Niederlande, Frankreich (Korsika), Dänemark und Irland Wildvogelfälle bzw. Ausbrüche von HPAIV H5 in Nutzgeflügelbeständen. Am 19.11.2020 wurde die Geflügelpest bei Wildvögeln erstmals in Bayern festgestellt.

    Am 05.01.2021 wurde im Regierungsbezirk Oberbayern im Landkreis Landsberg ein toter Schwan positiv auf die Geflügelpest getestet.

    Allgemeinverfügung vom 2. Februar 2021

    Hier finden Sie die Allgemeinverfügung der Stadt München zurEinhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen zu präventiven Zwecken (PDF, 232 KB)

    Allgemeinverfügung vom 12. März 2021

    Hier finden Sie die Allgemeinverfügung der Stadt München mit den Ergänzung zur Allgemeinverfügung vom 2. Februar (PDF, 98 KB).

    Das Friedrich-Loeffler-Institut erstellte am 04.12.2020 eine Risikobewertung zum Auftreten des hochpathogenen aviären Influenzavirus H5 in Deutschland. Zusammenfassend wird in diesem Bericht das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in deutsche Nutzgeflügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen als hoch eingestuft.

    Die aktuellen Befunde und die Einschätzung des FLI´s lassen befürchten, dass es sich in Bayern nicht nur um ein lokal begrenztes Geschehen handelt. In München sind die Isar und mehrere Seen Sammelpunkte für wildlebende Wasservögel.

    Wir bitte alle Geflügelhalter, auch aus Eigenverantwortung ihre Bestände zu schützen, indem Schutzmaßnahmen strikt eingehalten werden.

    Wir verweisen insbesondere auf das Merkblatt „Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest in Kleinhaltungen“ des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI).

    Merkblatt Schutzmaßnahmen Geflügelpest (PDF, 78 KB)

    Die genannten Schutzmaßregeln sollen die Einschleppung der Geflügelpest in die Hausgeflügelbestände vermeiden.

    Ebenfalls sind die Vorgaben zur Früherkennung bei Auffälligkeiten im Hinblick auf Tierverluste und Leistungsminderung zu beachten

    1. Übersteigt die Sterblichkeit in einem Bestand von mehr als 100 Tieren 2 Prozent am Tag oder betragen die Verluste bei Beständen bis zu 100 Tieren mindestens 3 Tiere pro Tag, hat der Halter durch einen praktischen Tierarzt unverzüglich das Vorliegen der Geflügelpest ausschließen zu lassen. Gleiches gilt, wenn es zu erheblichen Veränderungen bei der Legeleistung oder der Gewichtszunahme kommt.

    2. In Geflügelbeständen, in denen ausschließlich Enten und Gänse gehalten werden, hat der Tierhalter unverzüglich durch einen praktischen Tierarzt das Vorliegen einer Infektion mit aviären Geflügelpestviren ausschließen zu lassen, wenn über einen Zeitraum von mehr als 4 Tagen Verluste von mehr als der dreifachen üblichen Sterblichkeit der Tiere des Bestandes oder ein Rückgang der üblichen Gewichtszunahme oder Legeleistung von mehr als 5 Prozent eintritt.

    Falls es in Ihrem Geflügelbestand zu einer Häufung von Erkrankungs- oder Todesfällen kommt, so ist dies dem Städtischen Veterinäramt München (Telefon 089/233-36313) unverzüglich zu melden.

    FAQ zur Geflügelpest/ Vogelgrippe

    1. Was versteht man unter Geflügelpest?

    Die Geflügelpest wird auch als aviäre Influenza oder als Vogelgrippe bezeichnet. Sie ist eine durch Viren hervorgerufene anzeigepflichtige Tierseuche, von der Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse), wildlebende Wasservögel und andere Vögel betroffen sein können. Bei einer Infektion mit den hochpathogenen Virusstämmen führt sie meist zum Tod der infizierten Vögel.

    Das Auftreten des gefährlichen Virus stellt eine akute Gefahr für unser heimisches Geflügel dar.
    Singvögel und Tauben erkranken in der Regel nicht an Geflügelpest.

    2. Wo wurden Fälle von Geflügelpest in Deutschland aktuell festgestellt?

    Neben vielen Fällen in der EU wurden in der Bundesrepublik Deutschland bis Mitte Dezember etwa 465 hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) H5 -Fälle bei Wildvögeln und 29 Ausbrüche in Hausgeflügelbeständen festgestellt. Die Ausbrüche waren vorwiegend an den Küstenregionen in Deutschland. In Bayern (Niederbayern; Passau) wurde bei Stockenten im November 2020 (19.11.2020) die HPAI festgestellt. Am 05.01.2020 wurde die HPAI auch bei einem toten Schwan im Landkreis Landsberg festgestellt.

    3. Welcher Typ Influenzavirus wurde hier gefunden?

    Es wurde hochpathogenes H5N8 und H5N5 festgestellt.

    4. Ist H5N8 und H5N5auf den Menschen übertragbar?

    Bislang wurden keine Infektionen des Menschen mit H5N8 und H5N5 nachgewiesen.

    5. Was ist in Hinblick auf Lebensmittel (Eier, Fleisch) zu beachten?

    Geflügel und Eier können weiterhin ohne Einschränkung gekauft und verzehrt werden. Diese Lebensmittel sollen - wie allgemein empfohlen -  stets gut erhitzt und durchgegart werden.

    6. Sind Hunde und Katzen gefährdet?

    Eine Übertragung auf Hunde und Katzen ist sehr unwahrscheinlich. Wir empfehlen Hunde und Katzen im Uferbereich (beispielsweise Isarauen, Münchner Seen) nicht freilaufen zu lassen.

    7. Wie wird Geflügelpest übertragen?

    Grundsätzlich findet die Ansteckung über den direkten Tier zu Tier Kontakt statt. Jedoch können die Viren auch über Ausscheidungen, Fahrzeuge, Personen, Futter oder Wasser übertragen werden.

    8. Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel finde?

    Im Kreislauf der Natur ist das Sterben einzelner Wildvögel ein normaler Vorgang. Besonders im Winter sterben alte und kranke Tiere durch Kälte oder schlechte Ernährung häufiger als in anderen Jahreszeiten.
    Berühren Sie tote Vögel, insbesondere Wasservögel nicht.
    Informieren Sie das Städtische Veterinäramt über den Fund toter Wasservögel oder bei einem vermehrten Auffinden anderer toter Vögel unter der Telefonnummer 089/233-36313.
    Wenn Sie einen toten Singvogel, beispielsweise im Garten finden, ist es nicht erforderlich, uns zu informieren, da bei diesen Tieren eine Infektion mit dem Geflügelpesterreger unwahrscheinlich ist.
    Einzelne Singvögel können in einer Tüte verpackt über die Hausmülltonne entsorgt werden. Tote Vögel bitte nur mit Handschuhen anfassen.

    9. Ich bin Geflügelhalter und habe meine Tierhaltung noch nicht beim Veterinäramt gemeldet?

    Melden Sie Ihre Geflügelhaltung umgehend beim Städtischen Veterinäramt,
    KVR HA I/51, Thalkirchner Straße 106, 80337 München (Telefon 089/233-36313; Fax 089/233-36318; E-Mail: veterinaeramt.kvr@muenchen.de) an.
    Zur Meldung einer Geflügelhaltung befindet sich im Internet ein entsprechendes Formblatt (PDF, 11 KB).

    Für die Zuteilung der Betriebsnummer ist für das Stadtgebiet München das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ebersberg (Wasserburger Straße 2, 85560 Ebersberg; Telefon 08092/26990; E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de) zuständig. Die Betriebsnummern werden auf Antrag zugeteilt.

    Meldungen an die Bayerische Tierseuchenkasse
    Jeder Hühner- und Truthühnerhalter in Bayern ist verpflichtet, seinen Tierbestand jedes Jahr zum Stichtag 1. Januar bei der Bayerischen Tierseuchenkasse zu melden. Sofern Sie für 2016 noch keine Stichtagsmeldung abgegeben haben, bitten wir dies unverzüglich nachzuholen. Das Formular „Anmeldeformular bei Neugründung eines Tierbestandes“ ist auf der Homepage der Bayerischen Tierseuchenkasse abrufbar.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Kreisverwaltungsreferat (KVR)
    Hauptabteilung I Sicherheit und Ordnung, Prävention
    Veterinärwesen
    Städtisches Veterinäramt

    Thalkirchner Straße 106
    Eingang C
    80337 München