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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Wasservogelsterben


    Aktuelles zur Geflügelpest in München:

    Das Aufstallungsgebot für Geflügel sowie das Verbot von Geflügelmärkten und Geflügelausstellungen sowie Veranstaltungen ähnlicher Art mit Geflügel sind seit dem 17.3.2017 für die Landeshauptstadt München aufgehoben.

    Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erlassene Eilverordnung über besondere Schutzmaßnahmen für alle Geflügelhaltungen ist weiterhin gültig.

    Folgende Schutzmaßregeln sind daher weiterhin von allen Geflügelhaltern zu beachten:

    1. Jeder Geflügelhalter hat ein Register zu führen über die Zahl der pro Tag verendeten Tiere sowie ab 10 Tiere auch über die pro Tag gelegten Eier.
    2. Die Ein- und Ausgänge zu den Ställen sind gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren zu sichern.
    3. Die Ställe dürfen von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung (beispielsweise Gummistiefel und langer Kittel) oder Einwegkleidung (beispielsweise Overall im Landhandel erhältlich) betreten werden und nach dem Verlassen ist die Kleidung unverzüglich abzulegen.
    4. Die Schutzkleidung ist nach dem Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren; Einwegkleidung ist unschädlich (Restmüll) zu beseitigen.
    5. Die Ein-/ Ausgänge zu den Geflügelhaltungen sind mit geeigneten Einrichtungen zur Desinfektion der Schuhe auszustatten, wie beispielsweise Desinfektionswannen oder -matten. Des Weiteren ist eine Möglichkeit zum Waschen der Hände vorzusehen.
    6. Das Tränken von Geflügel mit Oberflächenwasser (beispielsweise Bach- oder Seewasser) ist verboten, da Geflügelpesterreger von Wildvögeln eingetragen werden können.
    7. Futter und Einstreu sind so zu lagern, dass Wildvögel keinen Zugang haben.

    Wir verweisen insbesondere auch auf das Merkblatt „Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest in Kleinhaltungen“ des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hin.

    Die genannten Schutzmaßregeln sollen die Einschleppung der Geflügelpest in die Hausgeflügelbestände vermeiden.

    Wir bitte alle Geflügelhalter, auch aus Eigenverantwortung ihre Bestände zu schützen, indem die Schutzmaßnahmen strikt eingehalten werden.

    Ebenfalls sind die Vorgaben zur Früherkennung bei Auffälligkeiten bei Tierverlusten und Leistungsminderung weiterhin zu beachten

    1. Übersteigt die Sterblichkeit in einem Bestand von mehr als 100 Tieren 2 Prozent am Tag oder betragen die Verluste bei Beständen bis zu 100 Tieren mindestens 3 Tiere pro Tag, hat der Halter durch einen praktischen Tierarzt unverzüglich das Vorliegen der Geflügelpest ausschließen zu lassen. Gleiches gilt, wenn es zu erheblichen Veränderungen bei der Legeleistung oder der Gewichtszunahme kommt.
    2. In Geflügelbeständen, in denen ausschließlich Enten und Gänse gehalten werden, hat der Tierhalter unverzüglich durch einen praktischen Tierarzt das Vorliegen einer Infektion mit aviären Geflügelpestviren ausschließen zu lassen, wenn über einen Zeitraum von mehr als 4 Tagen Verluste von mehr als der dreifachen üblichen Sterblichkeit der Tiere des Bestandes oder ein Rückgang der üblichen Gewichtszunahme oder Legeleistung von mehr als 5 Prozent eintritt.

    Falls es in Ihrem Geflügelbestand zu einer Häufung von Erkrankungs- oder Todesfällen kommt, so ist dies dem Städtischen Veterinäramt München (Telefon 089/233-36313) unverzüglich zu melden.

    FAQ zur Geflügelpest/ Vogelgrippe

    1. Was versteht man unter Geflügelpest?

    Die Geflügelpest wird auch als aviäre Influenza oder als Vogelgrippe bezeichnet. Sie ist eine durch Viren hervorgerufene anzeigepflichtige Tierseuche, von der Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse), wildlebende Wasservögel und andere Vögel betroffen sein können. Bei einer Infektion mit den hochpathogenen Virusstämmen führt sie meist zum Tod der infizierten Vögel.

    Das Auftreten des gefährlichen Virus stellt eine akute Gefahr für unser heimisches Geflügel dar.
    Singvögel und Tauben erkranken in der Regel nicht an Geflügelpest.

    2. Wo wurden Fälle von Geflügelpest in Deutschland aktuell festgestellt?

    Im November 2016 gab es Meldungen unter anderem aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen, von den Anrainerstaaten des Bodensees (Baden-Württemberg, Österreich und Schweiz) und Bayern (Landkreis Starnberg und Rosenheim).

    3. Welcher Typ Influenzavirus wurde hier gefunden?

    Es wurde hochpathogenes H5N8 festgestellt.

    4. Ist H5N8 auf den Menschen übertragbar?

    Bislang wurden keine Infektionen des Menschen mit H5N8 nachgewiesen.

    5. Was ist in Hinblick auf Lebensmittel (Eier, Fleisch) zu beachten?

    Geflügel und Eier können weiterhin ohne Einschränkung gekauft und verzehrt werden. Diese Lebensmittel sollen wie sonst auch stets gut erhitzt und durchgegart werden.

    6. Sind Hunde und Katzen gefährdet?

    Eine Übertragung auf Hunde und Katzen ist sehr unwahrscheinlich. Wir empfehlen Hunde und Katzen im Uferbereich (beispielsweise Isarauen, Münchner Seen) nicht freilaufen zu lassen.

    7. Wie wird Geflügelpest übertragen?

    Grundsätzlich findet die Ansteckung über den direkten Tier zu Tier Kontakt statt. Jedoch können die Viren auch über Ausscheidungen, Fahrzeuge, Personen, Futter oder Wasser übertragen werden.

    8. Was mache ich, wenn ich einen toten Vogel finde?

    Im Kreislauf der Natur ist das Sterben einzelner Wildvögel ein normaler Vorgang. Besonders im Winter sterben alte und kranke Tiere durch Kälte oder schlechte Ernährung häufiger als in anderen Jahreszeiten.
    Berühren Sie tote Vögel, insbesondere Wasservögel nicht.
    Informieren Sie das Städtische Veterinäramt über den Fund toter Wasservögel oder bei einem vermehrten Auffinden anderer toter Vögel unter der Telefonnummer 089/233-36313.
    Wenn Sie einen toten Singvogel, beispielsweise im Garten finden, ist es nicht erforderlich, uns zu informieren, da bei diesen Tieren eine Infektion mit dem Geflügelpesterreger unwahrscheinlich ist.
    Einzelne Singvögel können in einer Tüte verpackt über die Hausmülltonne entsorgt werden. Tote Vögel bitte nur mit Handschuhen anfassen.

    9. Ich bin Geflügelhalter und habe meine Tierhaltung noch nicht beim Veterinäramt gemeldet?

    Melden Sie Ihre Geflügelhaltung umgehend beim Städtischen Veterinäramt,
    KVR HA I/51, Thalkirchner Straße 106, 80337 München (Telefon 089/233-36313; Fax 089/233-36318; E-Mail: veterinaeramt.kvr@muenchen.de) an.
    Zur Meldung einer Geflügelhaltung befindet sich im Internet ein entsprechendes Formblatt (PDF, 11 KB).

    Für die Zuteilung der Betriebsnummer ist für das Stadtgebiet München das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ebersberg (Wasserburger Straße 2, 85560 Ebersberg; Telefon 08092/26990; E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de) zuständig. Die Betriebsnummern werden auf Antrag zugeteilt.

    Meldungen an die Bayerische Tierseuchenkasse
    Jeder Hühner- und Truthühnerhalter in Bayern ist verpflichtet, seinen Tierbestand jedes Jahr zum Stichtag 1. Januar bei der Bayerischen Tierseuchenkasse zu melden. Sofern Sie für 2016 noch keine Stichtagsmeldung abgegeben haben, bitten wir dies unverzüglich nachzuholen. Das Formular „Anmeldeformular bei Neugründung eines Tierbestandes“ ist auf der Homepage der Bayerischen Tierseuchenkasse abrufbar.

    Allgemeinverfügung und Eilverordnung über besondere Schutzmaßregeln

    Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat am 18.11.2016 eine Weisung für Bayerische Behörden erlassen. Danach muss unter anderem die Aufstallung von Geflügel nach §13 Geflügelpest-Verordnung angeordnet werden.

    Eine entsprechende Allgemeinverfügung (PDF, 75 KB) hat die Landeshauptstadt München – Kreisverwaltungsreferat am 18.11.2016 erlassen, die ab 19.11.2016 als bekanntgegeben gilt.

    Außerdem wurde am 18.11.2016 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Eilverordnung über besondere Schutzmaßnahmen, die nun auch in kleinen Geflügelhaltungen (bis einschließlich 1000 Stück Geflügel) gelten, erlassen. Diese tritt am 21.11.2016 in Kraft und kann hier (PDF, 20 KB) eingesehen werden.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Kreisverwaltungsreferat (KVR)
    Hauptabteilung I Sicherheit und Ordnung. Mobilität
    Veterinärwesen
    Städtisches Veterinäramt

    Thalkirchner Straße 106
    80337 München

    Postanschrift:

    Landeshauptstadt München
    Kreisverwaltungsreferat (KVR)
    Hauptabteilung I Sicherheit und Ordnung. Mobilität
    Veterinärwesen
    Städtisches Veterinäramt
    Ruppertstr. 19
    80466 München

    Öffnungszeiten:

    Montag 7.30 – 12 Uhr
    Dienstag 8.30 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr und 16 -18 Uhr nur mit Termin
    Mittwoch nur mit Termin
    Donnerstag 8.30 – 15 Uhr
    Freitag 7.30 – 12 Uhr