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Illegales Handeln mit Hundewelpen


Hundewelpen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Marco Barnebeck(Telemarco)/ pixelio.de

KVR warnt vor Handel mit Hundewelpen

In München werden vermehrt Hunde aus den benachbarten europäischen Ländern zum Teil über das Internet angeboten oder quasi „aus dem Auto heraus“ verkauft.
Bürgerinnen und Bürger fühlen sich von den süßen Fotos im Internet oftmals angesprochen und können auch nicht „Nein“ sagen, wenn sie die putzigen jungen Welpen aus dem Kofferraum angeboten bekommen. Doch dieses oft illegale Handeln mit Welpen birgt eine Reihe von Gefahren. Das Kreisverwaltungsreferat München möchte daher auf die wichtigsten Punkte aufmerksam machen:

Erlaubnispflicht in Deutschland

Eine Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz braucht, wer:

  • in Deutschland gewerbsmäßig mit Hunden handelt oder Hunde züchtet.
  • Hunde zur Abgabe gegen Entgelt oder eine sonstige Gegenleistung in das Inland bringt oder einführt oder die Abgabe solcher Tiere, die in das Inland gebracht oder eingeführt werden sollen oder worden sind, gegen Entgelt oder eine sonstige Gegenleistung vermittelt.

Liegt diese Erlaubnis nicht vor, findet der Handel beziehungsweise die Vermittlung illegal statt.

Alter von Hundewelpen

In Deutschland darf ein Hundewelpe erst im Alter von mehr als acht Wochen von seiner Mutter getrennt werden. Empfohlen wird, den Welpen sogar bis zum Ende der zwölften Woche bei der Mutter und den Wurfgeschwistern zu lassen. In den ersten zwölf Wochen lernen die Tiere miteinander sozial umzugehen. Hier wird der Grundstein gelegt für einen verträglichen, nicht aggressiven Hund. Nestwärme, Fürsorge der Mutter und Kontakt zu den Geschwistern sind für die Prägephase der Welpen absolut wichtig. Vorzeitig getrennt, leiden sie oft ein Leben lang darunter. Versäumnisse in der Sozialisation der Welpen können später nicht mehr nachgeholt werden.
In diesem Alter sind zudem auch die üblichen Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Zwingerhusten (Fünffach-Impfung) abgeschlossen.

Handel mit Hundewelpen aus dem EU-Ausland

Hunde, die aus dem EU-Ausland zum Handel nach Deutschland verbracht werden, müssen mindestens 15 Wochen alt sein. Für sie muss ein amtliches Gesundheitszertifikat aus dem Herkunftsland vorliegen. Zudem müssen sie ordnungsgemäß gekennzeichnet (Mikrochip) sein. Zudem muss für das Tier ein Europäischer Heimtierausweis existieren mit folgendem Inhalt:

  • Datum der Kennzeichnung (Chip)
  • Mikrochip-Nummer
  • Datum der Tollwutimpfung
  • Dauer der Gültigkeit der Tollwutimpfung
  • Rasse
  • Alter
  • Name
  • Geburtsdatum
  • Farbe des Hundes (wünschenswert wäre ein Foto)
  • Adresse und Name des Vorbesitzers

Eine gültige Tollwutschutzimpfung ist zwingend erforderlich. Die Impfung ist frühestens ab der zwölften Lebenswoche möglich – es muss eine Wartezeit von mindestens 21 Tagen eingehalten werden, bis ein tragfähiger Impfschutz ausgebildet ist.

Die Kennzeichnung muss vor oder zeitgleich mit der Tollwutimpfung erfolgen! Eine Impfung gegen Tollwut, die vor der Kennzeichnung des Hundes erfolgte, ist nicht gültig.

Worauf sollte man beim Erwerb eines Welpen achten?

Hundewelpen sollte man bei einem vertrauenswürdigen, seriösen Züchter oder Händler beziehungsweise bei einer Tiervermittlung oder in einem Tierheim erwerben. Für alle gilt in Deutschland eine Erlaubnispflicht nach dem Tierschutzgesetz.

Folgen bei Verstößen

Mit einem Bußgeld ist insbesondere dann zu rechnen, wenn:

  • die Vermittlung beziehungsweise der gewerbsmäßige Handel von Tieren ohne die dafür erforderliche Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz erfolgt.
  • die Welpen zu früh von der Mutter getrennt werden.
  • ein Jungtier beim Verbringen innerhalb der EU keinen Mikrochip hat, keinen EU-Heimtierausweis hat, keine Tollwutimpfung hat oder die Impfung noch nicht wirksam ist (Alter: 15 Wochen).

Händlern, Züchtern und Vermittlern, die die geltenden Bestimmungen nicht einhalten, droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren.

Bei konkreten Anhaltspunkten für illegalen Welpenhandel wenden Sie sich bitte direkt an die Polizei unter der Telefonnummer 110.

Bei Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger auch an das Kreisverwaltungsreferat oder direkt an das Städtische Veterinäramt wenden:

Kontakt

Landeshauptstadt München

Kreisverwaltungsreferat (KVR)
Hauptabteilung I
Sicherheit und Ordnung.Gewerbe
Allgemeine Gefahrenabwehr

Ruppertstraße 11
80337 München

Tel.:
Fax:
089 233-44652

Kontakt

Landeshauptstadt München

Kreisverwaltungsreferat (KVR)
Hauptabteilung I
Sicherheit und Ordnung. Gewerbe
Veterinärwesen
Städtisches Veterinäramt

Thalkirchner Straße 106
80337 München

Fax:
089 233-36318