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Verhaltensregeln und Sicherheit


Radfahrstreifen und Warnweste - Foto KVR: Wigand von Sassen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR - Wigand von Sassen

Wahrnehmen und wahrgenommen werden ist im Straßenverkehr lebenswichtig. Besser zu sehen sind Radfahrer immer dann, wenn Sie im Sichtfeld der Autofahrer fahren. Fahren Sie weiterhin stets vorausschauend, rücksichtsvoll und behalten Sie den Überblick. Nur so können Sie auf Fehler Anderer angemessen reagieren und Konflikten vorbeugen.

Abbiegender Radfahrer  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR - Wigand von Sassen

Sicher abbiegen

Radfahrer sind dann am sichersten, wenn die Autofahrer sie bereits wahrgenommen haben, wenn es auf eine Kreuzung zugeht. Daher sollten Radfahrer frühzeitig deutlich machen, wenn sie direkt nach links abbiegen wollen. Beim indirekten Abbiegen müssen die Radfahrer auf den Verkehr aus beiden Richtungen achten.

Ist eine Führung für linksabbiegende Radfahrer angelegt, ist dieser im Kreuzungs- und Einmündungsbereich zu folgen.

Beim Abbiegen sollten Radfahrer selbstbewusst den für ihre Sicherheit notwendigen Raum beanspruchen.

Zusatzschild Radfahrer im Zweirichtungsverkehr  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Zweirichtungsradwege

Wenn Radfahrer freigegebene Zweirichtungsradweg in Gegenrichtung (also auf der linken Straßenseite) benutzen, sollten sie, wenn sich ein Autofahrer nähert, Blickkontakt suchen und erst über die Kreuzung oder Einmündung fahren, wenn klar zu erkennen ist, dass der Autofahrer auch anhält. Bei dem nebenstehenden Schild müssen Autofahrer stets auf Radverkehr aus beiden Richtungen achten.

Benutzen Sie als Radfahrer nie nicht freigegebene Radwege in Gegenrichtung. Durch dieses verbotene Verhalten gefährden Sie nicht nur die Radfahrer, die in der richtigen Richtung fahren, sondern auch sich selbst, da Autofahrer an Kreuzungen und Einmündungen nicht mit Radlern aus der falschen Richtung rechnen. Dies ist häufig Ursache für einen Unfall.

Fahrradampel an Kreuzung  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR - Wigand von Sassen

Überholen, kreuzen und queren

Die allermeisten tödlichen Unfälle im Radverkehr passieren an Kreuzungen und Einmündungen. Viele davon werden durch unaufmerksame Autofahrer und abbiegende Lastkraftwagen verursacht, bei denen die Radler sich im toten Winkel des Fahrzeugs befinden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich der Abbiegende rechtzeitig einen Überblick über die Verkehrssituation verschafft und sich vergewissert, dass kein Radfahrer neben ihm oder auf dem Radweg geradeaus fahren will. Er soll durch eine klare Kommunikation den Radlern und Fußgängern deutlich machen, dass er sie gesehen hat und ihre Vorfahrt beachtet. Ebenfalls wichtig ist es, auf Radfahrer aus beiden Richtungen zu achten.

Suchen Sie als Radfahrer den Blickkontakt zu abbiegenden Autofahrern. Queren Sie erst, wenn Sie sicher sind, dass diese die Vorfahrt beachten. Machen Sie aber deutlich, dass Sie ihr Vorfahrtsrecht nutzen wollen.

Fahrradfahrer an Kreuzung  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR - Wigand von Sassen

Seien Sie im Kreuzungsbereich besonders vorsichtig, wenn Sie den von der Fahrbahn abgetrennten Radweg benutzen. Dort werden Sie von den Autofahrern leichter übersehen als auf der Straße, zum Beispiel wenn sich zwischen Radweg und Fahrbahn parkende Autos oder Bäume befinden.

Auch wenn Sie Vorrang haben, sollten Sie sich zur eigenen Sicherheit defensiv verhalten und prüfen, ob der Autofahrer Sie auch wirklich gesehen hat.
 

Queren Sie Kreuzungen auf dem Radweg nie gegen die Fahrtrichtung.

Schauen Sie sich um, bevor Sie vom Radweg auf die Straße fahren.

Ob Straße oder Radweg, halten Sie mindestens eine Autotürbreite Abstand zu parkenden Kraftfahrzeugen.

Fahren Sie auf schmalen Straßen etwas weiter links, damit Sie nicht an den Rand gedrängt werden.

Beim Queren einer Straße auf einem Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) haben Sie als Radfahrer keinen Vorrang. Steigen Sie daher in einem solchen Fall bitte ab und queren die Straße zu Fuß.

Radfahrer auf Radweg  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR - Wigand von Sassen

Perspektivenwechsel - alle im Blick ...

Kein Verkehrsteilnehmer ist auf ein Verkehrsmittel festgelegt, sondern schlüpft immer wieder in verschiedene "Rollen". Die meisten Fahrradfahrer sind auch mal als Fußgänger unterwegs oder fahren mit dem Auto. Das ist die beste Voraussetzung, um im Verkehrsgeschehen die Perspektive zu wechseln, sich in die Situation eines anderen Verkehrsteilnehmers zu versetzen und zu erkennen, wie sich Konflikte vermeiden lassen.

Klingeln oder rufen Sie lieber frühzeitig und dezent, wenn es beim Vorbeifahren eng wird.

Schauen Sie sich um und zeigen Sie eindeutig und rechtzeitig an, wenn Sie Spur oder Richtung wechseln wollen, um Missverständnisse und Unfälle zu vermeiden.

Lassen Sie an Haltestellen ein- und aussteigende Fahrgäste queren.

Wer laut Musik hört oder Kopfhörer benutzt, überhört Warnsignale und herannahende Gefahren.

In München gibt es viele gemeinsame Rad-/Fußwege. In diesen Mischverkehren mit Fußgängern müssen Radfahrer besonders langsam und rücksichtsvoll fahren. Fahren Sie in Fußgängerzonen und auf Fußwegen am besten in Schrittgeschwindigkeit und nur dort, wo es erlaubt ist.

Passen Sie Ihr Tempo der Verkehrslage an und beachten Sie alle Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Stellen Sie Ihr Fahrrad so ab, dass Sie niemanden behindern, insbesondere Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Blinde und andere Radfahrer.

Radfahrer auf Radfahrstreifen in der Dämmerung  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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Sichtbar ist sicher

Radfahrer und Fußgänger haben keine "Schutzhülle". Wenn Sie ein paar Grundregeln befolgen, machen Sie es Autofahrern leichter, Sie zu sehen und Rücksicht zu nehmen. Autofahrer fühlen sich im Umgang mit Radfahrern oft überfordert. Die Zweiräder sind schnell, wendig und - im Vergleich zu einem Auto - deutlich schwerer wahrzunehmen. Ein paar sinnvolle Grundregeln sind:

Fallen Sie auf, besonders im Dunkel und bei schlechter Sicht. Eine funktionierende Beleuchtung ist Pflicht! Auch helle Kleidung, Reflektoren und Leuchtbänder machen es Autofahrern leichter, Sie rechtzeitig zu erkennen.

Schauen Sie sich um, bevor Sie die Straße überqueren und geben Sie beim Abbiegen immer ein Handzeichen. Denken Sie bei der Begegnung mit Fußgängern daran, dass Fahrräder leise und leicht zu überhören sind.