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Barrierefreie Wahllokale


Barrierefrei Wählen in der Landeshauptstadt München

Nach dem Beschluss des Stadtrates vom 22. Januar 2014 ist es Ziel der Landeshauptstadt München, dass jede wahlberechtigte Person ihre Stimme in einem von 617 Wahllokalen abgeben kann. Aus diesem Grund versucht die Landeshauptstadt München Schritt für Schritt die Wahllokale barrierefrei zu gestalten.

Zur Bundestagswahl im September 2017 richtet die Landeshauptstadt München 617 Wahllokale an 224 Standorten und ein Briefwahlzentrum ein. Von den Wahllokalen sind 507 barrierefrei und 110 teilweise barrierefrei zugänglich. Das entspricht einer Quote von 82,2 Prozent.

Barrierefreiheit bedeutet, dass Menschen mit Behinderung weniger Hürden zu bewältigen haben, wenn sie in einem Wahllokal ihre Stimme abgeben möchten.

Wahlbenachrichtigung

Die Wahlbenachrichtigung wurde neu gestaltet. Es befinden sich jetzt fünf Piktogramme auf der Wahlbenachrichtigung. Die Piktogramme beziehen sich zum einen auf den Wahlraum, in welchem der Wahlberechtigte seine Stimme am Wahltag abgeben kann und zum anderen auf die Ausgabestellen für die Briefwahlunterlagen.

Durch Kennzeichnung soll dem/der beeinträchtigten Wahlberechtigten ein Überblick gegeben werden, ob das Wahllokal für ihn barrierefrei erreichbar ist.

Hier finden Sie eine Musterwahlbenachrichtigung für die Bundestagswahl 2017 (PDF, 111 KB)

Nachfolgend sind die Piktogramme abgebildet und noch einmal kurz erläutert.

Rollstuhlfahrer  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR

Rollstuhlfahrende

Menschen die einen Rollstuhl benutzen, sind in ihrer Fähigkeit zum Gehen aufgrund einer körperlichen Behinderung beeinträchtigt. Durch den Rollstuhl wird diesen Menschen die Mobilität gewährleistet.

Gehbeeinträchtigt  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR

Gehbeeinträchtigte

In diese Benutzergruppe fallen Personen, die beim Gehen beeinträchtigt sind. Unter anderem sind es Personen, die zum Beispiel einen Gehstock oder einen Rollator benötigen. Aber auch für Personen, die zum Beispiel mit einem Kinderwagen in das Wahllokal gehen, ist wichtig zu wissen, ob sie genügend Platz für den Kinderwagen haben oder ob sie einen Aufzug benutzen können.

Sehbehindert  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR

Sehbeeinträchtigte

Es gibt die verschiedensten Formen von Sehbeeinträchtigung, etwa kann das Blickfeld verkleinert sein, Personen können eine Farbsinnesstörung haben (die häufigste Form dabei ist die Rot-Grün-Verwechslung) oder die Pupillen sind verkleinert (häufig bei älteren Menschen). Daher ist es für diese Personen wichtig zu erfahren, ob ein Wahllokal kontrastreich gestaltet, die Wahlkabine gut ausgeleuchtet oder die Schrift bei den Ausschilderungen für den Weg in den Abstimmungsraum groß genug ist.

Blind  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© KVR

Blinde

Bei Blindheit fehlt der betroffenen Person gänzlich das visuelle Wahrnehmungsvermögen eines oder beider Augen beziehungswiese ist es nur im äußerst geringem Maß vorhanden.
 

Kognitiv beeintraechtigt  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
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Kognitiv Beeinträchtigte

Unter kognitiver Beeinträchtigung versteht man eine eingeschränkte Denkleistung, die im Missverhältnis zu Bildung und Alter des Betroffenen steht.

Einige Wochen vor jeder Wahl wird auf dieser Seite eine Wahlraumsuche angeboten. Sollte Ihr Wahllokal nicht barrierefrei sein, können Sie uns kontaktieren. Wir teilen Ihnen mit, wie Sie in einem anderen Wahllokal wählen können.

Maßnahmen für die Stadtrats-, Oberbürgermeister- und Bezirksausschusswahl 2014

Um neben der Information auf der Wahlbenachrichtigung bereits zur Kommunalwahl 2014 für Menschen mit Beeinträchtigung einige Verbesserungen anbieten zu können, hat der Stadtrat folgende kurzfristige Maßnahmen beschlossen:

Um einen besseren Kontrast von Stufen, Türen und möglichen  sonstigen Hindernissen zu erreichen (insbesondere für Menschen mit Sehbeeinträchtigung) wird in einigen Wahllokalen versucht, durch eine verbesserte Kennzeichnung den Weg ins Wahllokal zu erleichtern. Auf Grundlage dieser provisorischen Maßnahmen soll dann mittelfristig entschieden werden zukünftig, ob und welche Maßnahmen hierzu zukünftig ergriffen werden.

Um sicherzustellen, dass blinde Menschen eigenständig wählen können, wird eine Wahlschablone für die Oberbürgermeisterwahl bereitgestellt. Die Wahlschablone dient dazu, den Stimmzettels auszufüllen, ohne dabei eine Vertrauensperson zu brauchen, so dass die Grundsätze einer Wahl eingehalten werden.

Zur besseren und leichteren Orientierung an und in den Standorten von Abstimmungsräumen werden die Ausschilderungen zusätzlich mit Bildern und Piktogrammen versehen.

Für alle Wahlberechtigten steht ausreichend Platz in und an mindestens einer Wahlkabine zur Verfügung. Insbesondere Rollstuhlfahrende, aber auch Personen mit Kinderwagen können die Wahlkabinen mühelos erreichen.

Alle Informationen zum Stadtratsbeschluss „Kommunalwahl 2014 barrierefrei gestalten“ vom 22. Januar 2014 erhalten Sie im Ratsinformationssystem der Landeshauptstadt München.