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Civitas Eccentric


Europäische Tagung für umweltfreundlichen Verkehr in München

Vertreter aus mehr als 30 Partnerinstitutionen und der EU-Kommission treffen sich diese Woche von Montag, 26. Februar, bis Donnerstag, 1. März, in München zur Vollversammlung des EU-Projekts CIVITAS ECCENTRIC. In dem Projekt arbeitet die Landeshauptstadt zusammen mit Stockholm, Madrid, dem finnischen Turku und der bulgarischen Stadt Ruse an Lösungen für einen umweltfreundlichen städtischen Verkehr. Die Projektmaßnahmen in München konzentrieren sich auf den Domagkpark und die Parkstadt Schwabing.

„Wir freuen uns, Partner in diesem großen und renommierten EU-Förderprojekt zu sein und die europäischen Partner bei uns zu Gast zu haben. Der Charme des Projekts liegt darin, dass viele verschiedene Ideen aufeinander abgestimmt und ausprobiert werden“, sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle. Dazu zählt zum Beispiel das vergangene Woche gestartete Projekt JobRide – Fahrgemeinschaften in der Parkstadt Schwabing, an dem sich zum Start schon vier große Firmen des Gewerbestandorts beteiligen.

„Schon heute haben wir zu den Spitzenzeiten morgens und abends so viele Autos auf den Hauptstraßen, dass es keine Spielräume mehr gibt. Die Lösung – auch im Sinne besserer Luft – kann nur sein: Wir müssen dafür sorgen, dass auf Münchens Straßen weniger Autos fahren.“

Für den Domagkpark und die Parkstadt Schwabing sind zum Beispiel je zwei Mobilitätsstationen geplant. Die Stationen sollen über verschiedene Mobilitätsangebote verfügen, etwa stationäres und flexibles Carsharing und e-Carsharing mit verschiedenen Anbietern, MVG Rad, Scooter-Sharing und E-Ladesäulen.

CIVITAS ECCENTRIC gibt es in München seit Oktober 2016. Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren. Wichtiger Bestandteil des Projekts ist der Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmerstädten. In den fünf Städten werden zusammen 50 Maßnahmen umgesetzt und mit insgesamt 20 Millionen Euro gefördert. Vier Millionen Euro davon fließen nach München. Alle fünf europäischen Projektpartnerstädte arbeiten in einem realen Umfeld, einem „living lab“. Es werden verschiedene Maßnahmen aus den Bereichen Infrastruktur, Technik, Digitalisierung, Elektromobilität, Sharing Mobility und Kommunikation erprobt, ihre Wirkungen gemessen und Empfehlungen für künftige Mobilitätskonzepte in München und anderen europäischen Städten erarbeitet.

Die Münchner Projektleitung liegt beim Kreisverwaltungsreferat. Partner sind das Referat für Arbeit und Wirtschaft, die Münchner Verkehrsgesellschaft, Green City e.V. und die Green City Projekt GmbH, die Quartiersgenossenschaft Domagkpark sowie zur wissenschaftlichen Begleitung die Technische Universität München, Professur für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung ist eng eingebunden. Weitere Informationen gibt es im Internet.