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Blame the Algorithm


Foto des Lenbachplatzes mit einer fünf mal fünf Meter großen, aufgestellten Tafel. Darauf ist ein Mann mit einer Gesichtverletzung abgebildet, über der ein großer, weißer Verband geklebt ist. Darüber steht klein geschrieben "Good".  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Foto: Kulturreferat

Kunst-Insel am Lenbachplatz, München

Kunst im öffentlichen Raum auf 5 x 5 Meter vom Fotokollektiv „Der Greif“. August bis Oktober 2019.

Das Billboard auf der Kunst-Insel am Lenbachplatz zeigt von Montag, 12. August, bis Anfang Oktober mit „Blame the Algorithm“ ein neues Motiv des Münchner Kollektivs für zeitgenössische Fotografie „Der Greif“.

„Blame the Algorithm“ beschäftigt sich mit dem Umgang mit Bildern auf Social Media-Plattformen. Was machen diese Mechanismen der Bildauswahl mit unserem Blick auf die Welt in digitalen Zeiten? Und wie bestimmen soziale Medien die Art und Weise, mit der wir Bilder betrachten, aufnehmen und bewerten? Neben dem Motiv am Lenbachplatz umfasst das Projekt die Ausgabe 12 des Fotomagazins „Der Greif“ und ab Freitag, 13. September, eine Kabinettausstellung im FORUM 050 im Münchner Stadtmuseum.

Für das Projekt „Blame the Algorithm“ fragten Adam Broomberg und Oliver Chanarin über eine öffentliche Ausschreibung nach Fotografien, die zu privat, zu still, zu gewalttätig, zu politisch, zu subversiv oder zu explizit sind, um sie online zu teilen. Bilder, die niemals auf Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken gezeigt werden würden. Ein ehemaliger Content-Moderator von Facebook sichtete die Einreichungen und unterteilte sie in „GOOD“ – unzensierte Bilder – und „BAD“ – zensierte Bilder. Broomberg & Chanarin sind ein britisches Künstlerduo, ihre Arbeiten wurden unter anderem im Centre Pompidou, im MoMA und in der Tate Modern gezeigt. „Der Greif“ ist eine vielfach ausgezeichnete Organisation für zeitgenössische Fotografie mit Sitz in München.

Foto des Lenbachplatzes mit einer fünf mal fünf Meter großen, aufgestellten Tafel. Eine rechteckige, rote Fläche mit einer weißen Inschrift "Censored" überdeckt ein fast unkenntliches Foto. Darüber steht klein geschrieben "Bad".  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Foto: Kulturreferat

Was ist die Kunst-Insel am Lenbachplatz?

Mit der großformatigen Collage „Pay Nothing Until April“ von Ed Ruscha startete 2013 das neuartige Münchner Ausstellungsformat der „Kunst-Insel“ im öffentlichen Raum auf dem Lenbachplatz. Das 5 x 5 Meter große Billboard war ein Teil der von Elmgreen & Dragset 2013 in München kuratierten Reihe „A Space Called Public / Hoffentlich öffentlich“. Seit 2013 ist diese „Kunst-Insel“ am Lenbachplatz eine zunehmend wichtige Adresse für temporäre großformatige Arbeiten Münchner Künstlerinnen und Künstler geworden. Formal den überdimensionierten Werbetafeln nachempfunden, ist die Kunst-Insel inhaltlich ein Ort für temporäre Kunst im öffentlichen Raum – garantiert kommerzfrei.

Kunst in öffentlichen Raum – ein Programm des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

Standort

Kunst-Insel am Lenbachplatz