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STAY: Simply to Authenticate Yourself


Fahrradladen in der Jahnstraße  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Thomas Thiede & Eamon O'Kane

Projekt im öffentlichen Raum der Stadt München. 15. bis 31. Oktober 2010

Die Zielstellung des Projekts der Künstler Thomas Thiede und Eamon O´Kane ist das Erzeugen von Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, die Texten gelten soll, in denen phantasiert, behauptet, gefragt und geträumt wird. Es gilt der Oberflächlichkeit einige Pausen zu gönnen, Gedanken zu erwecken und dem Denken Raum zu geben.

Für dieses Projekt im öffentlichen Raum der Stadt München stellen die Künstler Plakate, Flyer, Aufkleber, Biergläser, Kaffeetassen und eine Zeitung mit verschiedenen Texten in deutscher und englischer Sprache her. Diese Texte basieren auf Zitaten deren Urheber im einzelnen nicht erwähnt werden. Die Texte beziehen sich auf die Themen Kunst, Relationen, Wirklichkeit, Denken oder auch auf den Tourismus wie bei Sigmund Freud: “Ein großer Teil des Vergnügens beim Reisen liegt in der Erfüllung des frühen Wunsches der Familie und speziell dem Vater zu entkommen.”
Andere Texte verweisen auf die Sprache und die Semiotik. Semiotik hat häufig eine anthropologische Dimension. So schlägt Umberto Eco vor, jedes kulturelle Phänomen unter dem Gesichtspunkt der Kommunikation zu betrachten.

Die Gestaltung der Textblöcke ist zweifarbig nüchtern gehalten und verzichtet auf Schmuck oder eine besonders ansprechende Typografie. Damit möchten die Künstler wiederum versuchen, den Inhalt und die Aussage in den Vordergrund zu bringen. Bilder werden ebenfalls keine Rolle spielen.

Die hergestellten Informationsträger Plakate, Flyer etc., werden entlang der Klenzestraße in Supermärkten, Kiosken, Schulen und anderen Orten des öffentlichen Lebens platziert. Außerdem werden in Speiselokalen (z.B. Bergwolf, Café Maria, Klenze 17) bedruckte Gläser oder Tassen an die Gäste ausgegeben. Dies geschieht quasi beiläufig während des täglichen Geschäfts und jeder Gast kann die Tasse oder das Glas mitnehmen und damit das Projekt fortsetzen. Der Einsatz von oben genannten “Werbe- und Informationsträgern” und der gewohnte Umgang damit könnte eine Brücke bilden, auf der die Wahrnehmung der Texte und ihrer Inhalte eindrücklicher möglich ist.
Zudem vertrauen die Künstler auf die Kraft des Wortes, wie sie z. B. auch in den Arbeiten von Jenny Holzer, Barbara Kruger und Robert Barry entsteht.