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Freiheitsbäume


Lampion in einem Baum  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Paul Huf und Lars Mentrup

Eine Kunstaktion im öffentlichen Raum im Rahmen der Reihe „Erkundungen: Orte – Plätze - Räume“. 10. und 11. Mai 2013.

Der Neuhausener Platz der Freiheit – ein fast vergessener Ort in München.

Am Wochenende nach dem Tag der Befreiung (10./11. Mai) belebten die Münchner Künstler Paul Huf und Lars Mentrup diesen Ort neu. An einem lauen Maienabend gedachten sie auf ungewöhnliche Weise den Münchner Widerstandskämpferinnen und -kämpfer. In den Bäumen leuchteten hunderte von Lampions in allen Farben und auf langen Bannern sind die Namen von jenen geschrieben, die für die Freiheit gekämpft haben.

Die Künstler luden das interessierte Publikum ein, an diesem besonderen Platz mit ihnen an zwei Abenden zu verweilen und den Platz so neu zu beleben.

Rahmendaten

Freitag/Samstag, 10./11. Mai 2013, 18 – 22 Uhr, Picknick mit und für die Münchnerinnen und Münchner.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Gelegenheit, ihre Gedanken und Gefühle zu Freiheit und Widerstand auf Banner zu schreiben. Die Banner wurden dann zu den anderen Bannern platziert. Bei den Veranstaltern konnte sich das Publikum Picknickdecken ausleihen, um das Verweilen in dem kleinen Park noch angenehmer zu gestalten. Wer wollte, konnte sich seine Brotzeit mitbringen und mit den Künstlern ein stilles, aber fröhliches Fest im Geiste der Freiheit feiern.

Hintergrund

Das Kunstprojekt „Freiheitsbäume“ wurde im Rahmen des Programmes „Kunst im öffentlichen Raum“ vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München gefördert.

Die Banner mit den Namen der Widerstandskämpfer lehnten sich an die japanische Tradition an, Wünsche auf kleine Banner zu schreiben und in Bäume zu hängen.

Das Kunstprojekt eröffnete einen neuen Blick auf den Platz und gab den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich den Platz der Freiheit emotional anzueignen. Gleichzeitig wurde den Widerstandskämpferinnen und -kämpfern gedacht und eine neue Gestaltungsform des Gedenkens mit künstlerischen Mitteln gesucht.

Mit dem Wiederbeleben des Platzes sollte auch an das große und wichtige Gut der Freiheit erinnert und zur Wachsamkeit gemahnt werden.

Die Künstler

Paul Huf (*1967) lebt in München und Berlin. Er hat u.a. einen Abschluss an der Akademie der Bildenden Kunst, München. Mit dem Kunstprojekt „Eine Forschungsreise wider das Vergessen“ (2011/2012) hat er neue Formen des Gedenkens mit künstlerischen Mitteln erforscht. Dabei reiste er mit dem Holocaust-Überlebenden Ernst Grube entlang der Strecke der ersten Münchner Deportierten. Derzeit zu sehen ist eine Foto- und Video-Ausstellung in der Pasinger Fabrik von und mit minderjährigen Flüchtlingen mit dem Titel „You have to be as cool as Alain Delon“.

Lars Mentrup (*1976) lebt in München. Er hat einen Abschluss in Mathematik und arbeitet seit langem mit Paul Huf zusammen. U.a. Produktionsleiter bei „Eine Forschungsreise wider das Vergessen“ und „You have to be as cool as Alain Delon“. Bei „Freiheitsbäume“ das erste Mal stark an der künstlerischen Idee beteiligt.

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