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Distanzen | Distances


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© Michael Nagy

Kunstprojekte im öffentlichen Raum 2021

Durch die Corona-Pandemie wurde mit „Social Distancing“ ein Begriff allgegenwärtig, der den meisten Menschen bis dahin wohl wenig geläufig war.

Distanz im Sinne von Ab- und Ausgrenzungen führt uns aber auch gesellschaftliche Missverhältnisse vor Augen. Denn die gegenwärtige Situation lässt soziale, ökonomische oder ethnische Ungleichheiten noch deutlicher zu Tage treten.

Der Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum 2021 fragt nach der Wirkung monatelanger Distanz für eine Stadt und ihre Gesellschaft, die sich durch dichtes Zusammenleben konstituiert. Was bedeutet Distanz für uns als Individuum und als Gemeinschaft?

Fünf Projekte Münchner Künstler*innen formulieren ihre Antworten dazu.

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© Montage zectorarchitects

„Garden Gossip“ – ein kooperatives Kunstprojekt

Ort: Nordhaideplatz / Ecke Felsennelkenanger, München
Zeitraum: 10. Juni bis 31. Juli 2021

Alltagsratsch und Tratsch sind vielfältig, ambivalent und wirkmächtig. Mit dieser Interaktionsform können Distanzen produziert oder überwunden werden. Das kooperative Projekt Garden Gossip wird temporär zur Kunstinstallation und mischt sich als Sitzbank mit Klangwolke unter die Menschen am Nordhaideplatz.

Aus der Nähe hören sich Distanzen ganz anders an, als aus der Ferne.

Beteiligte

zectorarchitects London / München – Norbert Kling und Carsten Jungfer mit Sofia Dona (künstlerische Beratung) | Team der Schreinerei Junge Arbeit der Diakonie Hasenbergl e.V. unter der Leitung von Roland Epe und Maximilian Doll, in Kooperation mit Dominik Rastorfer | Kleingartenverband München.

Skulptur vor dem Bismarck-Denkmal in München, bestehend aus  36 Gitarrenverstärkern  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Kulturreferat

„AMP Wall Monument Confrontation“

Ganztägige Performance/Happening
Künstler: Kalas Liebfried
Ort: Bismarck-Denkmal an der Boschbrücke (Nordseite), Isarkai
Zeitpunkt: Samstag, 12. Juni 2021, 10 Uhr

Kalas Liebfried errichtete unmittelbar vor dem Bismarck-Denkmal eine zweite Skulptur, bestehend aus ca. 36 Gitarrenverstärkern, an die 12 präparierte E-Gitarren angeschlossen waren. 12 Musiker*innen führten performativ eine speziell für das Happening geschriebene Komposition auf.
AMP Wall Monument Confrontation versteht sich als postkoloniales Happening, das die Sensibilität und den Diskurs über die deutsche Kolonialgeschichte verhandelt. Die Aktion will einer damit verbundenen distanzierten Haltung und Geschichtsrevisionismus ästhetische Praxis entgegensetzen. Die Verstärkerwand ist ein Counter-Monument, ein gegenhegemoniales Narrativ.

www.kalasliebfried.com

Die Musikkapelle „Lucile and the Rakibuam“ auf einer Bühne am Goldschmiedplatz, der ähnlich einer Hochzeitsfeier geschmückt ist. Im Vordergrund sitzen Zuhörer*innen im Grünen.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
„Lucile and the Rakibuam“ auf dem Goldschmiedplatz.
© Kulturreferat

„Geheiratet – ungefeiert“

Idee: Ergül Cengiz
Orte: Drei Orte im Hasenbergl
Zeitraum: 9. bis 22. Juli 2021

Ergül Cengiz verknüpft verschiedene Welten miteinander, indem sie ungefeierte Hochzeiten im öffentlichen Raum symbolisch nachfeiert. Ihr Projekt lenkt die Aufmerksamkeit auf die der Pandemie geschuldeten emotionalen und sozialen Verluste der Menschen.

Drei Bands spielen im Hasenbergl auf und laden alle ein, gemeinsam schöne Momente zu erleben mit Musik, die universell ist und verbindet!

Termine

Freitag, 9. Juli 2021,18 Uhr
Parkplatz Mariä Sieben Schmerzen, Thelottstr. 28,
Unterbiberger Hofmusik
www.unterbiberger.de

Freitag, 16. Juli 2021, 18 Uhr
Goldschmiedplatz Blauer Punkt, Schleißheimer Str. 520,
Lucile and the Rakibuam
www.triptown.de

Donnerstag, 22. Juli 2021, 18 Uhr
Festplatz Dülferanger, U-Bahn Dülferstraße,
Oansno
www.oansno.de

Auf die Einhaltung der aktuellen Hygieneschutzmaßnahmen (Abstand und Maske) ist zu achten.

Mit freundlicher Unterstützung von: KulturBunt Neuperlach

Weitere Informationen unter www.ergülcengiz.de.

Zeichnung der Umrisse der Fläche Münchens mit der Inschrift "Fernverbindungen" sowie rechts daneben einem farblich verfremdeten Verkehrsleitkegel.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Gestaltung: Ibrahim Öztaș

„Fernverbindungen“

Künstlerinnen: Barabern & Strawanzen
Orte: Startort wird bei Anmeldung mitgeteilt, eingeschränkt barrierefrei (bitte bei der Anmeldung besondere Bedarfe mitteilen)
Zeitraum: 16. bis 31. Oktober 2021

Die Pandemie hat uns distanziert. Aber bereits vor der Pandemie gab es in München Distanzen. Welche Erfahrungen machen Menschen in München mit der globalen Krisensituation? Wie groß und wie weit sind die physischen und sozialen Entfernungen? Wie verändern sie sich? Das Kollektiv Barabern & Strawanzen bringt Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und Lebenswegen zusammen, um sie in Audiowalks miteinander zu verbinden. Während des gemeinsamen Strawanzens durch die Stadt kann über Kopfhörer den Geschichten gelauscht werden. München mit neuen Augen entdecken!

Info und Anmeldung auf barabern.de (Link in Kürze aktiv).