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Public Art Munich 2018


Luftbild vom Olympiastadion in München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Anders Eiebakke

Game Changers

Eine Reihe kuratiert von Joanna Warsza im Rahmen der Freien Kunst im öffentlichen Raum. April bis Juli 2018

Die Ausrufung der Bayerischen Räterepublik im Jahr 1919, der demokratische Optimismus der Olympiastadioneröffnung 1972, das Willkommenheißen von Geflüchteten am Hauptbahnhof 2015 – all diese Momente dauerten nur ein paar Stunden oder Tage, und doch beeinflussen ihre Konsequenzen noch immer, wer wir sind und wie wir leben. Sichtbare „Game Changer“ in einer sich stetig verändernden Gesellschaft.

Public Art Munich (PAM) 2018 lud Künstlerinnen und Künstler Münchens und aller Welt ein, einschneidende Ereignisse am Beispiel der Stadt München zu untersuchen, einer Stadt, die Zeugin immenser ideologischer, soziopolitischer und symbolischer Wendepunkte war. Die bayerische Landeshauptstadt diente als eine Fallstudie: von den holprigen Anfängen der Demokratie über die Entnazifizierung der Nachkriegszeit und 1968 bis zur Bedeutung von migrantisch situiertem Wissen, künstlicher Intelligenz oder der #MeToo-Bewegung.

PAM 2018 verließ den geschützten Raum eines Museums, schob sich kurzzeitig in sehr bekannte wie unbekannte Orte Münchens ein, zoomte von ganz unterschiedlichen Standorten hinein in die Stadt und aus ihr heraus. Lediglich der „PAM Pavilion“ von Flaka Haliti  und Markus Miessen auf dem Viktualienmarkt diente während der gesamten Laufzeit als zentraler Info-Point und Treffpunkt.

Das Momenthafte und Performative von Umbrüchen reflektierte sich auch im kuratorischen Konzept: PAM 2018 dachte in Minuten, nicht in Quadratmetern. Performances, Interventionen, öffentliche Versammlungen, Gespräche und Aperitivos waren Teil des dreimonatigen Programms: Jedes Wochenende von Ende April bis Ende Juli. Eintritt frei und offen für alle.

Alle Informationen zur Projektreihe

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler

Lawrence Abu Hamdan, Cana Bilir-Meier, Anders Eiebakke, Leon Eixenberger, Massimo Furlan, Mariam Ghani, Flaka Haliti & Markus Miessen, Rudolf Herz & Julia Wahren, Alexander Kluge, Anna McCarthy & Gabi Blum, Michaela Melián, Ari Benjamin Meyers, Dan Perjovschi, Alexandra Pirici & Jonas Lund, Olaf Nicolai, Studierende der Akademie der Bildenden Künste München, The 9th Futurological Congress / Julieta Aranda & Mareike Dittmer, Franz Wanner, Aleksandra Wasilkowska.

Foto von Joanna Warsza  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Joanna Warsza

Die Kuratorin

Joanna Warsza (geboren in Warschau, lebt in Berlin) arbeitet als Kuratorin vorzugsweise im urbanen, weniger im musealen Kontext. U.a. kuratierte sie den Georgischen Pavillon auf der 55. Biennale von Venedig 2013, und das öffentliche Programm der Manifesta 10 in St. Petersburg 2014. Warsza ist Herausgeberin zahlreicher Publikationen, unter anderem I Can’t Work Like This: A Reader on Recent Boycotts and Contemporary Art bei Sternberg Press 2017 und Empty Stages, Crowded Flats. Performativity as Curatorial Strategy (mit Florian Malzacher), Alexander Verlag Berlin 2017.

Die Idee von Public Art Munich

In der Reihe „Public Art Munich“ stellt sich die Stadt München mit ihrem öffentlichen Raum und ihren gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und historischen Koordinaten internationalen Kuratoren und Künstlern und ihrem Blick von außen zur Verfügung.

PAM 2018 war die zweite Ausgabe der großen, von der Landeshauptstadt München initiierten, internationalen Projektreihe für den Stadtraum, die erstmals 2013, kuratiert von Elmgreen & Dragset, unter dem Titel A Space Called Public / Hoffentlich Öffentlich stattfand.