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Kultureller Ehrenpreis 2016 an Klaus Doldinger


Jurybegründung

Mit Klaus Doldinger wird ein legendärer Musiker und Komponist ausgezeichnet, der dem deutschen Jazz weltweit zu großer Anerkennung verhalf. Über 5.000 Live-Auftritte, Tourneen durch mehr als 50 Länder sowie die stattliche Zahl von mehr als 2.000 veröffentlichten Kompositionen geben Zeugnis von einer einzigartigen Schaffenskraft, die bis heute noch andauert. Klaus Doldinger hat sich zum Glück für seine zahlreichen Fans auch mit achtzig Jahren noch nicht zur Ruhe gesetzt und ist immer noch auf internationalen Bühnen höchst erfolgreich zuhause.

Seine frühe Begabung und sein vielfältiges Interesse an der Musik zeigt sich schon daran, dass der 1936 Geborene bereits im Alter von elf Jahren als Sonderstipendiat am damaligen Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf unter anderem Klarinette, Klavier, Harmonielehre und Musiktheorie studierte; später folgten noch ein Tonmeister- und Musikwissenschaftsstudium. Doch schon mit sechzehn Jahren faszinierten ihn der Jazz und das Saxophon – und nur drei Jahre später gründete er mit „Oskars Trio“ seine erste Band. Die größten Erfolge feiert er wohl bis heute mit seiner 1972 gegründeten Formation „Passport“, mit der er nicht weniger als 35 Alben aufnahm und die durch eine besondere Art der Verschmelzung von unterschiedlichen Musikstilen international Maßstäbe setzte.

Aber auch als Filmkomponist ist Klaus Doldinger nicht weniger bekannt: Die höchst eingängige Tatort-Melodie ist seit mehr als vier Jahrzehnten als Erkennungszeichen in den deutschen Wohnzimmern zuhause, und seine Musik zu Blockbustern wie „Das Boot“ oder „Die unendliche Geschichte“ hat den Weg in die internationalen Kinos gefunden.

Darüber hinaus hat er sich als Mitglied des künstlerischen Beirates der Union deutscher Jazzmusiker und Aufsichtsratsmitglied der GEMA auch für die Belange seiner Kolleginnen und Kollegen eingesetzt.

Klaus Doldingers musikalisches Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mit dem Kulturellen Ehrenpreis soll nun darüber hinaus seine langjährige Verbundenheit zur Landeshauptstadt München und sein großartiges Lebenswerk in seiner Gesamtheit gewürdigt werden.“

Jurymitglieder

Der Jury unter dem Vorsitz von Bürgermeister Josef Schmid gehörten an: Dr. Thomas Girst (BMW), Tanja Graf (Literaturhaus München), Diana Iljine (Filmfest München), Herlinde Koelbl (Preisträgerin 2015), Andrian Kreye (Süddeutsche Zeitung) sowie Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers und aus dem Stadtrat Richard Quaas und Walter Zöller (CSU-Fraktion), Klaus Peter Rupp und Christian Vorländer (SPD-Fraktion) und Dr. Florian Roth (Die Grünen – rosa Liste).