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68


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© Benjamin Bergmann

Benjamin Bergmann

Eine Lichtinstallation in der Artothek & Bildersaal vom 11. November 2017 bis 6. Januar 2018

Der Künstler Benjamin Bergmann ist für große raumgreifende Installationen bekannt. In München realisierte er unter anderem im Rahmen der Kunst im öffentlichen Raum die Gestaltung der Tunnelöffnung an der Ludwigsbrücke oder die Installation „Never ever“, eine Basketballkorbwand an der Fassade des ehemaligen Leibniz-Rechenzentrums. Unter dem Titel „68“ hat er nun eine mehrteilige Lichtinstallation eigens für die städtischen Kunsträume der Artothek im Rosental 16 sowie den Außenbereich der angrenzenden Arkaden des Münchner Stadtmuseums entwickelt.
In den Mittelpunkt seiner Installation rückt Bergmann als Auseinandersetzung mit der 68er-Bewegung einen Song des US-amerikanischen, schwarzen Musikers Gil Scott-Heron mit dem Titel „The Revolution Will Not Be Televised“. Darin kritisierte Gil Scott-Heron die passive und konsumorientierte Gesellschaft. Bergmann setzt den Song in Morsezeichen verschlüsselt in Licht um und sendet durch die stete Reflexion an die Wandfläche eine wiederkehrende Botschaft. Die Ereignisse von 1968 sind 50 Jahre später noch immer im kollektiven Gedächtnis verankert: Während in Europa die linksgerichtete Studenten- und Bürgerrechtsbewegung ihren Höhepunkt fand, mündete in den USA der Protest gegen den Vietnamkrieg und die Aufstände der unterdrückten, schwarzen Bevölkerung gleichsam in Demonstrationen auf den Straßen. Die Ermordung von Martin Luther King, Rudi Dutschke und Robert F. Kennedy, das Massaker an vietnamesischen Zivilisten in My Lai, der Prager Frühling und vieles mehr stehen für die politischen und sozialen Ereignisse, die das Jahr 1968 prägten.

Der kritische Inhalt von „The Revolution Will Not Be Televised“ hat heute - 50 Jahre später - im Zeitalter der globalen Digitalisierung und der Sozialen Medien wieder an Bedeutung gewonnen. Insofern ist Benjamin Bergmanns installative Inszenierung eine Reminiszenz an das Jahr 1968, eine immaterielle Rückschau, die nicht auf historische Einzelbilder setzt, sondern Geschichte in Form von Licht und Emotionalität zu manifestieren sucht.

Die Installation wird am Freitag, 10. November, 19 Uhr, in der Artothek eröffnet und ist bis Samstag, 6. Januar, im Innenbereich der Artothek zu den Öffnungszeiten sowie im Außenbereich 24 Stunden täglich zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Kontakt
Landeshauptstadt München

Artothek & Bildersaal

Rosental 16
80331 München

Tel.:
Postanschrift:

Landeshauptstadt München
Artothek & Bildersaal
c/o Münchner Stadtmuseum

St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

Öffnungszeiten:

Mittwoch und Freitag:
14:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag:
14:00 - 19:30 Uhr
Samstag: 9:00 - 13:00 Uhr

Eintritt frei