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Projektstipendien Junge Kunst/Neue Medien für Musik 2021


Jurybegründung

Karina Erhard

Das Projekt „Diana’s Call: Between the Huntress, the Moon and the Underworld“ der drei Künstlerinnen Karina Erhard, Katrin Schafitel und Viola Yip besticht durch Klarheit des Konzepts, originelle Kombination performativer und technologischer Komponenten sowie Schlüssigkeit des dramaturgischen Aufbaus.

Musik, Bewegung im Raum, Klang-Kostüme aus aktueller Technologie und ein übergreifend installatives Dispositiv bilden einen neuen, transformativen Raum, konkret geplant für die Architektur des Diana-Tempels im Münchener Hofgarten.

Dies erscheint nicht nur angesichts der zentralen Lage und der offenen, gut einzubeziehenden Parkumgebung sinnfällig, sondern auch wegen der inhaltlich-dramaturgischen „Steilvorlage“, die von der antiken Göttin Diana (Artemis) her als Dreiklang aus Mond, Jagd und Orkus gegeben ist. Das Lunare, Kämpferische und Abgründige der weiblichen Gottheit und ihrer Erscheinungsweisen wird zum Symbol für zeitgenössischen Feminismus. Aber nicht nur. Der Dreiklang bildet sich in die Zusammenarbeit der drei beteiligten Künstlerinnen hinein fort durch Instrumentalmusik, Tanz und technische Intervention und wird, sich drehend, zum neuen „dritten Raum“. Dies soll plastisch anschaulich werden in Form des Zusammenwirkens von Mensch und Maschine in einer einstündigen Performance.

Der Entwurf zu „Diana’s Call“ überzeugt die Jury wegen seines Fantasiereichtums, seiner Bündigkeit, Konsequenz und Kohärenz und wird dem Stadtrat zur Auszeichnung mit dem diesjährigen Projektstipendium Junge Kunst/Neue Medien für Musik empfohlen.