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Stadtteilwoche in Sendling-Obersendling erfolgreich abgeschlossen


Der Kunst-Container für die Fotoaktion  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Ein Forum für das bunte kulturelle Leben im Stadtviertel

Das Festivalzentrum ist der Zeltplatz am Neuhofener Park

In den Stadtbezirksteilen Sendling und Obersendling wurde vom 12. bis 18. Juni 2015 wieder zu einer Stadtteilwoche eingeladen. Unter dem Motto „Wir machen was“ gestalteten über 160 Kreative, Vereine und Institutionen gemeinsam das Programm, an dem sich auch bekannte Künstlerinnen und Künstler mit Gastauftritten beteiligten.
22.000 Besucher/Innen nutzten das vielfältige kulturelle Angebot und wanderten zwischen 41 verschiedenen Spielorten hin und her um möglichst viele der angebotenen Programmpunkte – bei freiem Eintritt – miterleben zu können: Konzerte, Theateraufführungen, Kabarett, Ausstellungen, Lesungen, Führungen, Kinderaktionen und vieles mehr.

Hauptveranstaltungsort mit täglichem Programm im Festzelt und im Biergarten war die Grünanlage „Neuhofer Park“ an der Plinganserstraße. In einem großen Zirkuszelt fanden jeden Abend Musik- und Kabarettveranstaltungen und im Gastrozelt ein Feierabendtreff mit Musikgruppen aus dem Stadtviertel statt. Mit den vom Kulturreferat zur Verfügung gestellten professionell ausgestatteten Bühnen wurden beste Rahmenbedingungen für die Auftritte ermöglicht.

Neben den zwei großen Veranstaltungszelten erfreuten sich auch die weiteren „Themen-Zelte“ am Festplatz größter Beliebtheit.
Das Kunstzelt, das zusammen mit einem Galeriewagen von den Künstlergruppen „Munich Artists“ und „Kunst in Sendling“ bestückt wurde und täglich ein breites Angebot an Ausstellungen und Kunstworkshops für jedermann anbot.
Der Fotograf Stefan Caspari ließ mit seinem mobilen Fotostudio die Fotoaktion von der Stadtteilwoche 1994 wieder aufleben und fotografierte 2300 Sendlingerinnen und Sendlinger. Der Flößer-Kulturverein München-Thalkirchen e.V. bot in seinem Zelt Lesungen und Aktionen rund um das Thema Flößer an.
Die Künstlergruppe Congloria, lud in ihr Königszelt und einen originalen Caravan aus den 50ern ein. In ihrem „Gartenwohnzimmer“ gab es Teezeremonien, Musik und verschiedene Kunstaktionen. Bei der Künstlerin Andrea Unterstrasser konnte in einem „Kunstlabor“ mitgearbeitet werden und für die Kleinen war die Spiellandschaft Stadt täglich im Kinderzelt mit Brettspielen und einer Kreativwerkstatt vor Ort.

An den Abenden konnten die Besucherinnen und Besucher Größen der Kleinkunstszene wie die Wellbrüder aus'm Biermoos oder Matthias Matuschik ebenso erleben wir neue Talente, darunter Soulmusiker Adriano Prestel, Musikkabarettistin Anna Piechotta und „The Three X“, die aus Bielsko Biala in Polen stammt.
Im Zirkuszelt wurde auch die Premiere des Filmes „Sendling – wo man leben möchte“ gefeiert, in dem der Dokumentarfilmer Reinhold Rühl über mehrere Jahre hinweg seinen Blick auf Sendling filmisch festgehalten hat.

Über die zahlreichen Vereine und Initiativen aus dem Stadtbezirk konnte man sich am Wochenende im Rahmen einer Kulturdult mit Ständen und Aktionen einen Überblick verschaffen. Angebote, wie z.B. einem Mitmachzirkus, Bastel-, Kunst- und Spielaktionen, ein Pfadfinder-Camp oder die Fahrzeugschau und die Spritzwand der freiwilligen Feuerwehr boten Spaß für die ganze Familie.

Der neu gestaltete zentrale Sendlinger Platz „Am Harras“ wurde am Freitag mit einer Illumination der Fassaden, des Brunnens und der Bäume zum Auftakt der Stadtteilwoche ab Einbruch der Dämmerung in ganz besonderes Licht getaucht. Auch am Samstag konnte man am Harras Überraschendes erleben: bei der Kunstaktion „Eine Frage reist um die Welt – Was ist unbezahlbar ?“ wurde ein großer in Papier verpackter Tisch mit Tellern am Harras aufgestellt und die Besucher und Passanten waren eingeladen ihre persönlichen Antworten auf die Teller zu schreiben. So entstand mitten am Platz eine Ausstellung über unbezahlbare Werte im öffentlichen Raum.

Neben den bereits etablierten kulturellen Einrichtungen in Sendling, wie dem Stemmerhof, dem Wirtshaus zum Isartal, der Münchner Volkshochschule, der Sendlinger Kulturschmiede, dem KloHäuschen oder der Stadtbibliothek wurden auch weitere Einrichtungen im Stadtteil zu kulturellen Spielorten umfunktioniert. So wurde z.B. im Foyer des Südbades eine Fotoausstellung mit Bildern über das alte Sendling realisiert und im Hochbunker an der Thalkirchner Straße konnte man ein Konzert, eine Multimediaprojektion, eine Ausstellung und die Romanverfilmung von Sigi Sommer „Und keiner weint mir nach“ (Regie: Joseph Vilsmaier) erleben. Im Restaurant Kronensaal fand ein Klassikkonzert und in der Sendlinger Buchhandlung eine Lesung mit japanischem Imbiss statt.

Zahlreiche soziale Einrichtungen aus dem Stadtteil beteiligten sich an der Stadtteilwoche: das ASZ Sendling, das Spiel- und Bildungszentrum Sendling, das Städtische Haus für Kinder, das Internationale Mütterforum, der Kinderkram-Laden oder der Nachbarschaftstreff Theresienhöhe.
Im Pfarrsaal St. Margaret fand neben Kabarett- und Musikveranstaltungen auch eine besondere Stadtteilwochenpremiere statt: Ein Kulturtreffen mit Gesängen, Tänzen, Märchen und Geschichten vom Volk der Uiguren, die aus Zentralasien stammen.

Zwölf Führungen zu unterschiedlichen Themen gaben Gelegenheit, mehr oder Neues über das Stadtviertel zu erfahren. Es wurden Rundgänge mit geschichtlichen, historischen oder literarischen Schwerpunkten angeboten. Interessierte hatten z.B. die Möglichkeit die Großmarkthalle zu besichtigen, etwas über die Wasserversorgung Münchens oder die renaturierte Isar zu lernen und Jugenstilbauten in Sendling zu entdecken.