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Stadtteilwoche Neuhausen-Nymphenburg 2017


Das Zelt der Münchner Stadtteilwoche  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Foto: Dieter Schnöpf

850 Jahre Neuhausen-Nymphenburg

Die Stadtteilwoche fand vom 23. bis 29. Juni 2017 im Hirschgarten und an verschiedenen Orten im Viertel statt.

Neuhausen-Nymphenburg feiert in diesem Jahr sein 850-jähriges Jubiläum und lud dazu zu einer Stadtteilwoche ein: vom 23. bis 29. Juni gab es an 60 verschiedenen Spielorten bei freiem Eintritt Konzerte, Theateraufführungen, Kabarett, Ausstellungen, Lesungen, Führungen, Kinderaktionen und vieles mehr. Unter dem Motto „Wir machen was“ gestalteten über 230 Kreative, Vereine und Institutionen aus Neuhausen und Nymphenburg gemeinsam das Programm, an dem sich auch bekannte Künstlerinnen und Künstler wie die "Wellbrüder aus'm Biermoos" oder die Wellküren mit Gastauftritten beteiligen.

Hauptveranstaltungsort mit täglichem Programm und Mitmachangeboten war der Hirschgarten mit zwei großen Veranstaltungszelten, Biergarten, Galeriewagen mit Ausstellungen, Kinderzelt und nostalgischem Kinderkarussell. Abends gab es dort Musik, Kabarett und einen Feierabendtreff mit Musikgruppen aus dem Stadtviertel. Mit der vom Kulturreferat zur Verfügung gestellten Bühnenausstattung konnten die Künstler dabei unter professionellen technischen Bedingungen auftreten.

In den „Themen-Zelten" war unter anderem zum 850jährigen Jubiläum Neuhausens eine Ausstellung zur Stadtteilgeschichte der Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V. zu sehen. Im Werkelzelt veranstalteten die Nymphenburger Schulen eine Science-Lab mit Filzwerkstatt, Theater, Clownerie, Zirkus und Experimenten. In einem weiteren Ausstellungszelt präsentierten die Künstlerinnen Anne Stolmar und Alexandra Dreier künstlerisch die Frage welche Lebensträume Mädchen in Tansania haben.

Für die jungen und jüngsten Besucherinnen und Besucher der Stadtteilwoche war die Spiellandschaft Stadt im Kinderzelt mit Brettspielen und einer Kreativwerkstatt täglich vor Ort.

Der Gastronomiebetrieb wurde in diesem Jahr erstmalig vom interkulturellen Kochprojekt "Culture Kitchen" übernommen: Das internationale Koch-Team - Menschen mit und ohne Asyl - bereitete täglich afghanische, eritreische, syrische oder auch bayrische Spezialitäten für alle, die vorbeikamen. Mit dem Projekt wurde nicht nur das kulinarische Angebot erweitert, sondern es bietet geflüchteten Menschen auch die Möglichkeit , gastronomische Erfahrungen zu sammeln, und sich so für eine Ausbildung und Beschäftigung in diesem Bereich zu qualifizieren.

Zur Historie der Stadtteilwochen wurden am Festplatz Collagen und Exponate präsentiert, die zum diesjährigen 40-jährigen Bestehen in der Jubiläumsausstellung im März in der Rathausgalerie am Marienplatz zu sehen waren.

Eröffnet wurde die Stadtteilwoche am Freitag im großen Zirkuszelt mit Grußworten von Stadtrat Dr. Florian Roth in Vertretung des Oberbürgermeisters, und der Vorsitzenden des Bezirksausschusses 9, Anna Hanusch. Anschließend gaben die „Wellbrüder aus'm Biermoos“ mit ihrem aktuellen Musikkabarettprogramm den künstlerischen Auftakt. An den weiteren Abenden waren aus der Kleinkunst- und Musikszene unter anderem das preisgekrönte Percussion-Duo „Double Drums“, die Schicksalscombo, Stefan Leonhardsberger, Wawanco, die Wellküren oder das „Hirschgarten-Spektakel“ - ein Poetry Slam mit Moses Wolf, Christoph Theussl und Volker Keidel auf der Bühne zu erleben.

Bei einer Kulturdult am Wochenende präsentierten sich die zahlreichen Vereine und Initiativen aus dem Stadtbezirk, wie z.B. LiLaLu e.V., das Richelbräu, verschiedene Neuhauser Sportvereine, Nymphenburger Schulen, die Blindeninstitutsstiftung oder der Wohnwerk München e.V. mit Aktionen und Informationen. Zum ersten Mal mit dabei war die Arthothek, der städtische Bildverleih und Ausstellungsraum im Rosental 16, die in diesem Jahr 30jähriges Bestehen feiern und sich aus diesem Anlass mit ihrem Angebot im Stadtviertel vorstellten.

Im Kreativquartier, an der östlichen Stadtbezirksgrenze, beteiligte sich das „Import Export“ an mehreren Tagen mit Open-Air-Konzerten, und am Sonntag mit dem „Skillz Bazaar“, einem Markt für Talente, Fähigkeiten und Wissen. Zum Abschluss der Stadtteilwoche, am Donnerstag, fanden weitere Konzerte und eine Klangperformance in der „Halle 6“ statt.

Gelegenheiten, das Stadtviertel, seine Besonderheiten und Historie kennenzulernen gab es bei 55 verschiedenen Spaziergängen und Führungen: Unter anderem konnte das Waffen- und Kriminalmuseum des Landeskriminalamtes (LKA) besichtigt werden, oder das unterirdische Regenrückhaltebecken im Hirschgarten. Die Bayrische Schlösserverwaltung vermittelte Wissenswertes z.B. über das Schloss Nymphenburg und den Schlosspark; die Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V. und die Münchner Volkshochschule boten Führungen über bestimmte Gebiete oder Orte im Stadtbezirk, wie den Neuhauser Winthirfriedhof, den Botanischen Garten, den Stadtteil Gern oder über die Donnersberger Straße an.

Weitere Spielorte waren neben den bereits etablierten kulturellen Einrichtungen im Stadtviertel, wie dem Werkhaus mit dem Cafe Wildwuchs, der Stadtbibliothek Neuhausen, dem Museum Mensch und Natur, dem Hide Out 2, oder dem Jugendtreff Neuhausen und der Freizeitstätte Hirschgarten auch bisher nicht öffentlich kulturell genutzte Einrichtungen wie z.B. das Münchner Waisenhaus, der Deutsche Wetterdienst, oder das Münchenstift – Haus Heilig Geist und verschiedene Kirchen im Stadtviertel.