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Arbeits- und Fortbildungsstipendien für Freie Theaterschaffende 2019


Jurybegründungen

Acar, Tuncay und Pfaff, Peter Arun: Recherche für ein Theaterprojekt: Dschörman Dschihad, ein Musical

Peter Arun Pfaff und Tuncay Acar arbeiten seit Jahren grenzgängerisch im Kunst- und Kulturbereich in München. Für ihr Projekt Dschörman Dschihad werden sich beide Künstler mit dem Themenkomplex der deutschen Kolonialpolitik während der Kaiserzeit im Nahen Osten auseinandersetzen und den postkolonialen Effekten, die diese Kolonialpolitik mit sich brachte.

Dabei wird es um einen wenig beachteten Teil der deutschen Geschichte gehen: als das Deutsche Reich zur Zeit des Ersten Weltkriegs muslimische Gläubige in den Kolonien der Alliierten zum Glaubenskrieg gegen ihre Kolonialherren aufrief und mittels Waffen und Geheimdienstinformationen unterstützte, ein Unterfangen, das massive Folgen für die Weltpolitik hat. Dazu möchten beide Künstler auch vor Ort in den betroffenen Ländern und Regionen recherchieren.

Am Ende dieser Recherche soll Dschörman Dschihad eine spezifische postmigrantische Sicht auf den Themenkomplex liefern und als Grundlage für eine theatrale Umsetzung dienen. Die Jury ist überzeugt von diesem inhaltlich spannenden Vorhaben und befürwortet die Vergabe eines Arbeitsstipendiums in Höhe von 8.000 Euro.

 

Beermann, Antonia: NACHT LEBEN (AT) eine theatrale Recherche in München und Bujumbura (Burundi)

Der Club als Raum temporärer Freiheit und Ort politischer Subversion: Im ostafrikanischen Burundi – ehemalige deutsche Kolonie, danach von Bürgerkrieg, Gewalt und Korruption erschüttert und heute ein perfekt funktionierender Überwachungsstaat – sind die Clubs in der Hauptstadt Bujumbura genau dies. Gerade die Theatermacher*innen des Landes entdecken momentan die lokale Clubkultur als Sphäre des Widerstands und Experiments. Antonia Beermann, die im Rahmen von Vorgängerprojekten diese Tendenzen und Szenen in Burundi kennengelernt hat, will in ihrer Recherche den Kontakt zu den burundischen Theatermacher*innen vertiefen und zu ihren Münchener Arbeiten mit der Gruppe „what you see is what you get“, in denen es um die Fusion von Theater und Clubkultur ging, in Beziehung setzen.

In Bujumbura soll zunächst gemeinsam mit lokalen  Theaterschaffenden an den theatralen Möglichkeiten von Clubs und Bars geforscht werden. Diese Erfahrungen und Ergebnisse sollen in eine zweite Recherchephase in München einfließen. In Gesprächen mit Akteuren der Initiative Monokultur München, Clubbetreibern und Szenegrößen soll erforscht werden, wie viel subversives Potential in Münchens Clubszene steckt. Die in der Recherche entstehende Materialsammlung wird Grundlage für Texte und Szenen, die im Jahr 2020 als größeres Theaterprojekt in ein Clubkonzert in München und Bujumbura münden sollen.

Der auf bereits bestehenden Erfahrungen beruhende internationale Ansatz, die originelle Themensetzung und der hohe Reflexionsgrad der Antragstellerin machen aus Sicht der Jury den Rechercheantrag förderungswürdig. Sie empfiehlt die Vergabe eines Stipendiums in Höhe von 8.000 Euro.

 

Hegen, Klemens: H.M. Recherche über Henry Gustav Molaison, dem berühmtesten Amnesiepatienten der Welt

In Vorbereitung für eine sich anschließende Stückentwicklung hat der junge Regisseur Klemens Hegen, Absolvent der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, zusammen mit der jungen Dramaturgin Nathalie Baudy einen Förderantrag für die grundlegende Projektrecherche gestellt. In einer Zeit, in der alles gleichzeitig verfügbar zu sein scheint und die Gegenwart permanent auf etwas Zukünftiges ausgerichtet ist, manifestiert sich gleichzeitig eine Sehnsucht nach Gegenwärtigkeit. Anlass für Clemens Hegen und Nathalie Baudy ist es, die Beschaffenheit der Gegenwart im Zusammenspiel mit Vergangenheit und Zukunft genauer zu untersuchen. Dazu sollen zwei Personen miteinander in Beziehung gesetzt werden: Der Amnesiepatient Henry Gustav Molaison (Patient HM), der durch eine Operation am Gehirn eine Erinnerungsstörung erlitt, in Folge dessen sein Langzeitgedächtnis weiterhin uneingeschränkt funktionierte, sein Alltagsgedächtnis jedoch nach der Operation außer Kraft trat. Der Dichter Heiner Müller, dessen literaturtheoretische und biographische Texte von einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit einer aus den Spuren der Vergangenheit gewachsenen Gegenwart gekennzeichnet sind und für den die Gegenwart nur aus dem Rückgriff auf Vergangenes begreifbar ist. Das Recherchematerial soll Auskunft über die Verfasstheit von Gegenwart geben, die Gefahren kultureller Amnesie sichtbar machen und beleuchten, welche Folgen es für die Zukunft hat, wenn das Vergangene zugunsten einer permanenten Gegenwart ausgeblendet wird. Rückgekoppelt werden sollen die Reflexionen auf das Medium des Theaters als kollektiver Ort, an dem die absolute Präsenz im Moment ihrer Gegenwärtigkeit zum medialen Wesensmerkmal gehört.

Da der Stipendienantrag konzeptionell und thematisch sehr überzeugend ist, befürwortet die Jury, das Vorhaben mit 8.000 Euro zu unterstützen und erwartet mit großem Interesse die szenische Übersetzung des Recherchematerials.

 

Klaunick, Niels: Zwei Brüder (AT) – Recherche einer deutsch-deutschen Geschichte

Der erfahrene Münchner Regisseur, Autor und Schauspieler Niels Klaunick will im Rahmen des Stipendiums den Spuren der eigenen Familiengeschichte folgen. Durch die deutsch-deutsche Trennung im Zuge des Mauerfalls 1961 in Ost- und Westdeutschland wurden die Brüder Jürgen (der Vater von Niels Klaunick) und Rainer über einen Zeitraum von 32 Jahren getrennt.

Beide wuchsen in unterschiedlichen politischen Systemen mit unterschiedlichen Wertgebäuden und Lebensmaximen auf und gingen getrennt voneinander ihren privaten und beruflichen Lebensweg. Eine Verständigung der Brüder gab es nicht. Als die Mauer dann gefallen war, kam es endlich zur Begegnung der Brüder und zum Zusammenschluss der Familien. Doch in der familiären Wiedervereinigung spiegelte sich auch die Entfremdung und gesellschaftliche Zerrissenheit der westdeutschen und ostdeutschen Bevölkerung wider, wie sie bis heute in den Köpfen und Empfindungen der Menschen existent sind. Die Familiengeschichte von Niels Klaunick wird damit zum wichtigen Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte, deren sichtbare und unsichtbare Gräben immer noch nicht überwunden sind. Im Gegenteil: Vielfach ist eine Geschichte des Missverstehens, der Identitätsverluste und des Schweigens bestehen geblieben. Um deren subjektive Erfahrungen und Perspektiven auf die deutsch-deutsche Geschichte aufzuarbeiten, wird Niels Klaunick Interviews mit den beiden Brüdern führen. Unterstützt wird er bei der historischen Verortung von dem Münchner Historiker Martin Rühlemann.

Klaunicks Recherche verspricht das Material für ein bedeutendes Dokument deutsch-deutscher Geschichte zu werden, das perspektivisch im Theater einen guten Ort für Aufarbeitung, Vermittlung und des Sprechens finden kann. Die Jury befürwortet die Bewilligung eines Stipendiums in Höhe von 8.000 Euro für Niels Klaunick.

 

McCarthy, Anna: Die Hügel haben Augen (AT) – eine alpinistische Autobiographie

Die Projekte der Münchner Künstlerin und passionierten Bergsteigerin Anna McCarthy bewegen sich stets zwischen bildenden und darstellenden Künsten, die eigene hybride Kunstformen entwickeln. Aktuell beschäftigt sie sich mit dem Phänomen des Alpinismus, dessen Geschichte von den ersten Bergbesteigungszeugnissen bis in die Gegenwart und dessen anhaltender Begeisterung. Lange Zeit galt die Erkundung der Naturschönheit als quasi-religiöses Erweckungserlebnis, das beim Betrachter kathartische Kräfte frei setzen sollte. Das Wandern in den Bergen wurde als Ausbruch aus der entfremdeten Welt der modernen Zivilisation gefeiert. Was davon geblieben ist, inwieweit das Naturerlebnis selbst zum Suchtphänomen, womöglich zum hohlen Ausdruck modischen Öko-Lifestyles für Menschen aus der Großstadt geworden ist und gänzlich seine eskapistische Motivation verloren hat, sind beispielhafte Fragestellungen, denen McCarthy durch Recherche, Selbsterfahrungen, entsprechende Fachliteratur sowie Interviews mit Alpinistinnen und Alpinisten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nachgehen will. In Gestalt einer alpinis tischen Autobiographie, worin ihre Recherchen perspektivisch münden sollen, untersucht sie die Themenfelder Eskapismus, Ekstase, Psychosen und Ehrfurcht. Da Grundlage ihrer Aufführungen stets ein weitreichendes Recherchematerial – basierend auf Fotografien, Filmen, Interviews, Texten, Musik, Artefakten etc. – bildet, woraus sie eine interdisziplinäre Performance entwickelt, befürwortet die Jury die Vergabe eines Arbeitsstipendiums in Höhe von 8.000 Euro. um die Grundlagen für ein perspektivisch zu erwartendes originelles Projekt zu gewährleisten.

 

Melian, Cornelia: LOST&FOUND – unser songbook. Musiktheatrales Kooperationsprojekt mit dem Chor Bellevue di Monaco

Wie klingt interkulturelles Zusammenleben? Dieser Frage will die Sängerin und Musiktheatermacherin Cornelia Melian in ihrem Projekt „LOST&FOUND – unser songbook” nachgehen.

Der Prozess der Integration von Geflüchteten, ihrer Beheimatung und der gesellschaftlichen Teilhabe dauert an und verändert auch unsere bestehenden kulturellen Ausdrucksformen. Zusammen mit dem interkulturellen Chor Bellevue di Monaco will Melian eine Sammlung von Liedern und Geschichten über Liebe, Heimat, Flucht, Gefahr und Sehnsucht nach dem Ankommen erstellen, die dann die Grundlage eines musiktheatralen Abends bilden. Protagonist wird dabei der interkulturelle Chor sein, aus dem immer wieder Individuen heraustreten, um persönliche Lieder, Texte und Zeitzeugenberichte vorzutragen. „Lost and Found – unser songbook“ erforscht und erprobt das Potential einer interkulturellen Liedpraxis für die Bühne. Dafür wird Cornelia Melian sich selbst in interkultureller Chorarbeit weiterbilden, Liedersammlungen erstellen und den Rahmen für ein nachhaltiges kulturelles Format „unser songbook“ entwickeln. Die Jury unterstützt das Vorhaben der erfahrenen Sängerin und Gründerin des musiktheatralen Labors MICRO OPER MÜNCHEN, ihre bisherige künstlerische Arbeit und das Spektrum „inszenierte Musik“ als solches durch eine sozioästhetische Komponente zu erweitern und empfiehlt die Vergabe eines Stipendiums in Höhe von 8.000 Euro.

 

Mudra, Christine: „Hope u die raped“ – Rechercheprojekt zum Thema Gewalt gegen Frauen im Internet

Christiane Mudra möchte sich im Rahmen eines  Recherchestipendiums mit den unterschiedlichen Aspekten von Gewalt gegen Frauen im Internet beschäftigen. Sie untersucht dabei Phänomene wie Gewaltexzesse von Youtubern oder Shitstorms wie jenen, dem während der Fußball-WM die Kommentatorin Claudia Neumann in den sozialen Netzwerken ausgesetzt war und danach Vergewaltigungsdrohungen erhielt. Wie ist der Stand der Erfassung und Ahndung solcher Delikte? Im Spannungsverhältnis zwischen Onlinezensur und Opferschutz bzw. zwischen freier Meinungsäußerung und strafbaren Beleidigungen oder gar Drohungen existieren bislang nur unbefriedigende Lösungen für den regulativen Umgang mit Onlinegewalt nicht nur gegen Frauen. Christina Mudra wird eine intensive Onlinerecherche betreiben, wissenschaftliche Untersuchungen zu Hasskriminalität gegen Frauen heranziehen und Interviews mit Betroffenen führen. Daraus wird Material für eine Textfassung für einen Theaterabend entstehen.

Die Jury befürwortet die Förderung dieses Vorhabens durch die Vergabe eines Stipendiums in Höhe von 8.000 Euro.

 

Richter, Pia: „The Art of the Artificial“ – Recherche über Theorien des Künstlichen

Pia Richter zeigte 2018 ihre erste Solo-Performance ONE WOMAN SHOW über Single-Mutterschaft, in der sie auch unterschiedliche Masken verwendet hat. In ihren bisherigen Performances hat das Künstliche, das Maskenhafte immer einen großen Raum eingenommen, ohne dass die Verwendung dieser Mittel bisher ausreichend theoretisch reflektiert oder praktisch erprobt wurde. Gemeinsam mit Julia Nussbaumer und Jana Schützendübel möchte sie deshalb in einer dreimonatigen theoretischen und praktischen Recherche Methoden des Artifiziellen, insbesondere des visuellen Erzählens mit Masken und Puppen und Objekten reflektieren und erproben und dabei eine fundierte Grundlage für ihre künftige Arbeit schaffen. Der gesamte Forschungsprozess zur „Art of the Artificial“ wird in Texten, Bildern und Videos dokumentiert.

Die Jury spricht sich für die Förderung dieses interessanten Vorhabens aus und schlägt die Vergabe eines Stipendiums in Höhe von 8.000 Euro vor.

 

Sato, Otone: Künstlerische Erarbeitung einer theatralen Metasprache

Die deutsch-japanische Theatermacherin Otone Sato stellt die Frage nach dem, was eigentlich im Theater jenseits der Verbalsprache „zwischen den Zeilen“ inhaltlich verhandelt wird. In Zusammenarbeit mit dem japanischen Theaterautor und Theaterpädagogen Shinji Betchaku begibt sie sich im Rahmen eines dreimonatigen Recherche-Stipendiums in München und Tokio auf die Suche nach einer Körper- und Lautsprache, die jenseits aller linguistischen Grenzen verständlich ist. Ausgangspunkt sind dabei die nonverbale Alltagskommunikation und die Relevanz des außersprachlichen Kontexts von Sprechhandlungen im Japanischen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend gemeinsam mit einer  Laientheater-Truppe auf ihre Theater-Tauglichkeit hin überprüft. Dieser Versuch der Erkundung einer „theatralen Universalsprache“ fußt auf einer Reihe ähnlich gearteter erfolgreicher Experimente, wie etwa Peter Brooks und Ted Hughes „Orghast“, Herbert Fritschs „Murmel“ oder Katharina Schuberts „Wabosch Wilma“. Die Jury spricht sich für die Förderung dieser transkulturellen Recherchen zu einer nonverbalen deutsch-japanischen Theatersprache aus und befürwortet die Vergabe eines Stipendiums in Höhe von 8.000 Euro.

 

Struckmeier, Jan: GÖTZ – ein Hörspiel. Eine Materialrecherche

Bereits während seines 2018 abgeschlossenen Studiums der Theaterwissenschaft an der Universität München hat Jan Struckmeier durch eine Reihe von Inszenierungen und eigenen  Stückentwicklungen, wie etwa dem Projekt „Sinn-Spagat“ (Mucca, 2016) auf sich aufmerksam gemacht. Seinen Arbeiten gehen intensive kulturhistorische Vorarbeiten voraus, deren theatrale Umsetzung auf minutiös erarbeiteten Sprech- und Bewegungschören basiert. Nun plant Jan Struckmeier eine Recherche zu den Bauernkriegen auf der Grundlage der Lebensbeschreibung des historischen „Götz“ von Berlichingen. Damit widmet er sich einer geschichtlichen Umbruchsituation, die in den alten Bundesländern teilweise ausgeblendet wurde, in der DDR hingegen stark ideologisch besetzt war. Neben einer eingehenden Quellen-Lektüre werden die historischen Schauplätze und Gedenkstätten auf einer Forschungsreise erkundet. Im Hinblick auf eine spätere theatrale chorische Umsetzung wird Struckmeier zudem die vorhandenen Dokumente zur Inszenierung des „Ur-Götz“ von Einar Schleef sichten und Interviews zu Schleefs Arbeitsweise mit dessen Chorführer führen. Ziel der Recherchen ist zunächst die Erstellung einer Hörspielfassung, der zu einem späteren Zeitpunkt eine Theaterversion folgen wird. Die Jury empfiehlt, dieses ambitionierte Vorhaben durch ein Stipendium in Höhe von 8.000 Euro zu unterstützen.

 

Warner, Julian: Doggerland (AT). Eine Brexit-Recherche

Julian Warners geplante Recherchen zu Doggerland befassen sich mit dem gleichnamigen untergegangen Land zwischen dem europäischen Festland, Skandinavien und Großbritannien und schließen diese, vom Meer überspülte Landmassenverbindung, mit dem bevorstehenden Brexit und der Abspaltung Großbritanniens von der EU kurz. Dabei geht er von der Situation zweier Millionen britische Staatsbürger*innen auf dem europäischen Kontinent aus, die kein Wahlrecht hatten und nun Angst um ihren zukünftigen rechtlichen Status haben. Als einer von 6.000 betroffenen britischen Staatsbürger*innen in München lässt Warner dabei auch eigene Erfahrung in das Vorhaben einfließen. Ziel der Recherche ist es, auf dem europäischen Kontinent, aber auch auf den britischen Inseln, Interviews mit Betroffenen zu führen und eine Art poetische Landkarte der Ängste, Sorgen und Hoffnungen zu sammeln. Zudem sollen neueste Erkenntnisse zu Doggerland recherchiert und eine Exkursion zur sogenannten „Doggerbank“, einer knapp unter der Wasseroberfläche liegenden Sandbank mitten in der Nordsee unternommen werden, die Fundort zahlreicher Artefakte aus der Zeit der Landbrücke ist. Das gesammelte Material zu Brexit und Doggerland plant Warner künstlerisch aufzubereiten und perspektivisch in Form einer Sound-Installation und/oder Lecture-Performance zu präsentieren.

Die Jury spricht sich dafür aus, dieses politisch hochaktuelle Projekt mit einem Stipendium in Höhe von 8.000 Euro zu unterstützen.