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Kocherlball am Chinesischen Turm


Kocherlball am Chinesischen Turm  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Nächster Termin: Im Juli 2018, 6 bis 10 Uhr

Der genaue Termin steht noch nicht fest. Er wird hier baldmöglichst bekanntgegeben werden.

Der Name des Kocherlballs verrät seinen Ursprung. Im 19. Jahrhundert war er ein Treffen der Hausangestellten, die sich früh morgens zum Tanzen verabredet haben, bevor sie ihren Dienst bei den höheren Herrschaften antreten mussten. Heute ist er die größte und beliebteste Freiluft-Volkstanzveranstaltung in München und findet traditionell im Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten statt.

Unter der Tanzleitung von Katharina Mayer und Magnus Kaindl ist das gesamte Publikum zum Mitmachen eingeladen. Einer der Tanzhöhepunkte wird die „Münchner Francaise“ sein. Hierzu erklingt mit der „Fledermaus-Quadrille“ von Johann Strauß Sohn die wunderbar schwungvolle Musik der großen Bälle des 19. Jahrhunderts.

Der Verzehr von mitgebrachten Speisen im Biergarten ist möglich. Getränke sind ausschließlich über den offiziellen Ausschank zu erwerben. Die Haberl Gastronomie und das Kulturreferat freuen sich auf Ihren Besuch.

Bei schlechter Witterung entfällt der Kocherlball.
Wetterauskunft unter www.chinaturm.de oder telefonisch unter 089 38387327.

Wer vor dem Kocherlball gerne noch ein paar Tanzschritte lernen oder auffrischen möchte ist eingeladen zu den kostenlosen Tanzkursen. Auch für die „Münchner Francaise“ gibt es ein kostenloses Kursangebot.

Impressionen vom Kocherlball

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Der Kocherlball 2016

Die Geschichte des Kocherlballs

Bereits 1789/90 wurde der Chinesische Turm als Aussichts- und Musikpagode errichtet, zu der auch ein Tanzboden im Freien gehörte. Im biedermeierlichen München des 19. Jahrhunderts vergnügte sich nicht nur die bürgerliche Gesellschaft auf öffentlichen Tanzplätzen.

Auch Dienstleute, Zimmer- und Kindermädchen, Zofen, Köchinnen und viele andere einfache Leute hatten an den Sonntagen in den Sommermonaten Gelegenheit zum Tanz. In den frühen Morgenstunden vor Dienstbeginn trafen sie sich zum Kocherlball (oder etwas weniger charmant „Dotschentanz“). 1904 wurde die Veranstaltung aus „Mangel an Sittlichkeit“ verboten.

Zum 200-jährigen Jubiläum des Englischen Gartens 1989 ließ das Kulturreferat der Landeshauptstadt München den Kocherlball auf Anregung von Pankraz Freiherr von Freyberg wieder aufleben. Bis heute strömen jedes Jahr im Juli bis zu 10.000 Gäste zum Chinesischen Turm, um früh morgens bei bayrischer Musik und Tanz zusammenzukommen.