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Wer was versteht von Gemütlichkeit


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Die Volkskünstlerin Bally Prell

Münchner Volkssängerinnen nach 1945

»Ja ja, jajajajaja, ja, was sagn'S denn da? Ich, die Schneizlreutherin, bin Schönheitskönigin.«

Mit diesen Zeilen wurde sie über Nacht zu einer Sensation: Bally Prell, eigentlich Agnes Pauline Prell, Jahrgang 1922: Von Geburt bis zu ihrem frühen Tod 1982 lebte sie in der Leopoldstraße in München. Mit einer ungewöhnlich tiefen Stimme und großer Musikalität begabt, trat sie schon als Kind öffentlich auf. Ihr Vater Ludwig Prell, Gitarrenvirtuose, Komponist und Mundartdichter schrieb ihr zum 31. Geburtstag das Lied, das fortan ihr Markenzeichen und größter Erfolg wurde: "Die Schönheitskönigin von Schneizlreuth" - eine groteske Parodie auf die in den 1950er Jahren beliebten Miss-Wahlen im Gewand einer naiv-stolzen Landpomeranze. 28 Jahre lang trat Bally Prell auf Brettl-Bühnen und in Unterhaltungsprogrammen der Nachkriegszeit wie "Weißblaue Drehorgel" und "Lachendes München" auf und reihte sich damit in die Riege der gefragten Unterhaltungskünstler ein. Ihre Kollegen waren unter anderem Erni Singerl, Liesl Karlstadt, Ida Schumacher, Kathi Prechtl, Georg Blädel, Fee von Reichlin, Franzl Lang - alles Künstler, die ihre Popularität nicht zuletzt dem Bayerischen Rundfunk verdankten. Neben der Biographie Bally Prells beleuchtet das Buch die Entwicklung populärer Unterhaltung nach dem Zweiten Weltkrieg - von den Volkssängern alter Prägung bis zu heutigen Fernsehstars.

Herausgegeben vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Dölling und Galitz Verlag

Umfang 200 Seiten,
60 schwarz/weiß Abbildungen,
Broschur, 15x21 cm,
ISBN: 3-935549-51-2
Preis: 14,80 Euro