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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Jahresrückblick 2020


Kultur und Veranstaltungen

2. Januar
Dr. Frauke von der Haar tritt als neue Direktorin des Münchner Stadtmuseums an. Die Volkskundlerin und Kunsthistorikerin hatte vorher das Focke-Museum, das Bremer Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, geleitet.

11. Januar
Ab sofort haben alle Münchner Stadtbibliotheken am Samstag geöffnet – nun auch die Stadtbibliotheken Hadern, Ramersdorf, Milbertshofen, Allach-Untermenzing, Westend sowie Bogenhausen.

20. Januar
Das Lenbachhaus ist mit einer neuen Web-Seite online. Die grundlegend neu strukturierte Webs-Seite verwebt die klassische Website mit der Sammlung Online und dem Blog, bietet noch mehr Inhalte und ermöglicht neue Bezüge zwischen Werken, Texten, Videos und Audioformaten.

24. Januar
Jörg Koopmann beendet nach sechs Jahren seine Tätigkeit als Kurator der Lothringer13_Halle.

31. Januar/1. Februar
Bei dem zweitägigen Symposium "Public Art - City. Politics. Memory" beleuchten und diskutieren Experten und Akteure aus der Wissenschaft, Kunst, Kultur und Architektur Aspekte der zeitgenössischen Kunst im öffentlichen Raum.

8. Februar
Der Neuhauser Trafo an der Nymphenburger Straße feiert sein 10jähriges Bestehen. In dem ehemaligen Umspannwerk sind die Münchner Stadtbibliothek, die Münchner Volkshochschule, die Geschichtswerkstatt Neuhausen und das örtliche Alten- und Servicezentrum unter einem Dach vereint. 2021 werden zudem Räume für kulturelles und bürgerschaftliches Engagement eröffnet.

19. Februar
Die Vollversammlung bestätigt den Grundsatzbeschluss des Kulturausschusses vom 6. Februar und genehmigt das vorläufige kulturellen Nutzerbedarfsprogramm zum "Neubau eines Stadtteilkulturzentrums mit Räumen für die MVHS und einem „Haus für Kinder“ im 14. Stadtbezirk - Berg am Laim"-

4. März bis 8. März
Die biennal veranstaltete Tanzplattform Deutschland findet zum 25jährigen Bestehen zum zweiten Mal in München statt. Die 34 Vorstellungen mit rund 150 beteiligten Künstlerinnen und Künstlern waren nahezu ausverkauft. 7.000 Zuschauerinnen und Zuschauern waren da.

11. März
Oberbürgermeister Dieter Reiter verfügt die Schließung der städtischen Bühnen wegen der Corona-Pandemie. Vorerst bis 19. April müssen die Theater, die Münchner Philharmoniker und die Pasinger Fabrik ihren Betrieb einstellen.

12. März
Der Freistaat untersagt aufgrund der Corona-Pandemie alle Veranstaltungen mit über 1.000 Personen.

14. März
Auch die städtischen Museen, Kunsträume, das NS-Dokumentationszentrum, die Münchner Stadtbibliothek und die Münchner Volkshochschule müssen auf Verordnung des Freistaats schließen. Die Schließungen werden zuerst verlängert bis 3. Mai, dann bis 11. Mai.
Die Münchner Stadtbibliothek und die Münchner Volkshochschule (MVHS) dürfen geöffnet bleiben.

30. April
Das NS-Dokumentationszentrum München wird fünf Jahre alt. Der von Bund, Freistaat und Stadt München finanzierte Neubau war auf dem Gelände des ehemaligen „Braunen Hauses“, der Parteizentrale der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), entstanden. Das Haus hat sich seit seiner Eröffnung am 30. April 2015 zu einem international renommierten Erinnerungsort entwickelt. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens wird aufgrund der gesellschaftspolitisch herausgehobenen Bedeutung des Hauses für dieses nach einer Erprobungsphase ein dauerhaft freier Eintritt eingeführt.

6. bis 24. Mai
Das 35. DOK.fest München findet aufgrund der Corona-Krise als erstes großes deutsches Filmfestival online statt. Unter dem Motto DOK.fest München @home präsentiert es in diesem Jahr 121 Filme aus 42 Ländern, darunter 21 Filme als Weltpremiere und 69 Filme als Deutschlandpremiere. Es erreicht mehr als 75.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

12. Mai
Die Museen und die Stadtbibliothek dürfen unter Vorlage von Hygienekonzepten wieder öffnen. Das Münchner Volkstheater hat seine Spielzeitpause verlegt, um im Sommer Programm anbieten zu können, vor allem Open Air.

15. Mai
Die 17. Münchener Biennale - Festival für neues Musiktheater trägt den Titel "Point of NEW Return". Wegen der Corona-Pandemie startet das Programm online und wird bis zum Frühjahr 2021 nach Möglichkeit auch vor Ort stattfinden.

20. Mai
Die Stadt hat den den Vertrag von Carmen Bayer und Werner Steer bis 31. Dezember 2025 als Doppelspitze in der Geschäftsführung der Deutsches Theater München Betriebs GmbH verlängert. Die beiden führen seit 2007 erfolgreich die Musical-Bühne der Stadt mit über 300.000 Besuchen pro Jahr.

20. Mai
Der Stadtrat beschließt, für den Teilbereich des Kreativfeldes im Kreativquartier an der Dachauer Straße/Schwere-Reiter-Straße die Vergabe von zwölf Bauquartieren sowie eines Mischgebietes einzuleiten. Die zirka 370 Wohneinheiten sollen alle in Holzbauweise errichtet werden. Die Wohnbebauung ist ein wichtiges Bindeglied zum benachbarten Kreativlabor und der angrenzenden Schule, in der eine KiTa integriert ist.

17. Juni
Der Stadtrat beschließt, den Tribünen-Kopfbau des alten Riemer Flughafens zu sanieren. Durch das Konzept wird die ganzjährige Nutzung der ehemaligen Kassenhalle ab Herbst 2021 als multifunktionales Gebäude – mit zusätzlichen Aktionsflächen im Freien – möglich. Während einer Experimentier- und Entwicklungsphase bis 2024 wird im Zusammenspiel mit dem Sozialreferat und sozialen Trägern ein Nutzungsmix getestet.

19. Juni
Bei Veranstaltungen und für die Bühnen regelt die neueste staatliche Verordnung aufgrund der Corona-Pandemie die Wiederaufnahme des Betriebs mit Beschränkungen vor allem der Besucherzahlen und weitere Auflagen.

22. Juni
Mit der Aktion "Night of the Light" macht die Kultur- und Veranstaltungsbranche auf existenzielle Schwierigkeiten durch die Absagen und Einschränkungen in der Corona-Pandemie aufmerksam. An der Aktion beteiligt sind unter anderem der Gasteig, das Münchner Stadtmuseum, die Schauburg, die Pasinger Fabrik oder der Olympiaturm.

23. Juni
Ein städtisches Ladengeschäft im Rathaus wird nach einer Experimentierphase nun dauerhaft der Münchner Kultur- und Kreativwirtschaft zur Verfügung gestellt. Hier können sich jeweils für die Dauer von einem Jahr im Wechsel Kreativunternehmen aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Film und Buch präsentieren.

25. Juni
Mit dem Auftaktprojekt "This house is not a home" stellt sich das neue Team mit Lisa Britzger (kuratorische Leiterin), Luzi Gross (Kuratorin) und Anna Lena von Helldorff (Gestalterin) vor.

4. bis 12. Juli
Die Stadt München beflaggt anlässlich der Pride Week zum Christopher-Street-Day das Rathaus sowie den Marienplatz, die Kaufingerstraße, die Neuhauser Straße, das Münchner Stadtmuseum und die Weinstraße mit Regenbogenflaggen. Die Stadt München bekennt sich damit klar zu Vielfalt und Gleichstellung gegenüber der Community der Lesben, Schwulen, Bi, Trans* und Inter* (LGBTI*). Der Christopher Street Day steht 2020 unter dem Motto „Gegen Hass. Bunt. Gemeinsam. Stark!“.

9. Juli bis 10. Juli
"THINK BIG", das biennal stattfindende internationale Kinder- und Jugendfestival für Tanz, Performance und Musiktheater findet wegen der Corona-Pandemie in seiner siebten Ausgabe als zweiteiliges Format statt: mit einem Kurzfilmprojekt in diesem Jahr, und Live-Auftritten im nächsten Jahr.

11. Juli
Die Intendanz von Matthias Lilienthal an den Münchner Kammerspielen endet nach fünf Jahren. Während seiner Zeit wurde das städtische Theater zwei Mail, 2019 und 2020, „Theater des Jahres“, ausgezeichnet von den Kritiker*innen im deutschsprachigen Raum. Zur Abschiedsvorstellung lädt Lilienthal zur Performance "Opening Ceremony" des japanischen Regisseurs Toshiki Okada in das Olympiastadion. Dort kann das Publikum „coronakonform“ im Freien und mit Abstand teilnehmen.

13. Juli
An der Fassade des Strafjustizzentrums München in der Nymphenburger Straße wird eine Intervention des Künstlers Sebastian Jung zum NSU-Prozess unter Anwesenheit der Zweiten Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, dem Justizminister Georg Eisenreich, Kulturreferent Anton Biebl und der Vizepräsidentin des Oberlandesgerichts München Ursula Schmid-Stein vorgestellt. Die Intervention ist Teil der Ausstellung „Tell me about yesterday tomorrow”, die das NS-Dokumentationszentrums München bis 18. Oktober 2020 zeigte. Sie thematisiert die offenen Fragen und Leerstellen des NSU-Komplexes.

24. Juli
Oberbürgermeister Dieter Reiter eröffnet den „Sommer in der Stadt“. Das Programm umfasst Karussells, Schaustellerbuden, Marktstände sowie vielfältige Aktionen aus Kultur, Spiel, Sport und ein großes Kinderprogramm. Die vorwiegend kostenfreien Programme sind während der bayerischen Schulferien an vielen Orten in der ganzen Stadt zu erleben. Das Projekt soll den Münchnerinnen und Münchnern trotz Corona-Pandemie einen abwechslungsreichen Sommer bescheren und zugleich den Schaustellern, Marktkaufleuten und Kulturschaffenden die Möglichkeit bieten, sich vor Publikum zu präsentieren.

Vom Kulturreferat unterstützt gibt es ab 25. Juli bis Mitte September Programm auf einer Wanderbühne in verschiedenen Stadtteile. Ab 1. August auch auf der "Sommerbühne im Stadion" im Olympiastadion, auf der Bühne im Werksviertel und der Bühne am Gasteig. Mit Open Air-Veranstaltungen beteiligt sind auch städtische Institutionen wie das Deutsche Theater, das Münchner Volkstheater, das Valentin-Karlstadt-Musäum, das Münchner Stadtmuseum, die Münchner Stadtbibliothek, die Münchner Philharmoniker, die Münchner Volkshochschule und die Pasinger Fabrik.

Nach Ende des Programms bestätigt eine Umfrage: 84,1 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer waren mit dem „Sommer in der Stadt“ insgesamt sehr oder eher zufrieden.

31. Juli
An der Isar, gegenüber der Schwindinsel, wird im Rahmen des Programms "Kunst im öffentlichen Raum" die Installation „Bridge Sprout“/„Brücken Spross“, des japanischen Architekturbüro Atelier Bow-Wow eröffnet. Bis Ende 2021 bietet sie die Möglichkeit, die Isar aus ungewohnter Perspektive zu erfahren.

August bis Oktober
Im Rahmen von „Sommer in der Stadt“ finden auf drei Kulturbühnen und an vielen anderen Stellen „coronakonforme“ Open Air-Veranstaltungen statt. Sie geben Künstler*innen Auftrittsmöglichkeiten, die an anderer Stelle komplett weggebrochen sind, und bieten den Gästen sichere Kulturerlebnisse bei freiem Eintritt.

September 2020
Zur Spielzeit 2020/21 tritt Barbara Mundel als Intendantin der Münchner Kammerspiele an. Die Dramaturgin war zuvor unter anderem Direktorin des Luzerner Theaters und Intendantin am Theater Freiburg.

9. September
Die 2. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden und Kulturreferent Anton Biebl besichtigen die Baustelle für das Interimsgebäude schwere reiter auf dem Kreativquartier.

15. Oktober
In Anwesenheit des Oberbürgermeisters Dieter Reiter wird das Richtfest für den „Gasteig Sendling“ begangen – coronakonform in kleinem Rahmen. Das Interimsquartier für die Münchner Philharmoniker, die Münchner Stadtbibliothek, die Münchner Volkshochschule und die Hochschule für Musik und Theater wird im Herbst 2021 bezogen sein. Dann kann die Generalsanierung des Gasteig erfolgen.

17. Oktober bis 1. November
RODEO, das Münchner Tanz- und Theaterfestival, findet unter dem Motto "Baustelle Utopia" an und in verschiedenen Spielorten und Stadtteilen in München statt.

30. Oktober
Wegen der hohen Corona-Fallzahlen werden Museen, Ausstellungen, Theater und Orchesterbühnen erneut geschlossen

1. November
Dr. Martin Ecker wird neuer Managementdirektor der Münchner Volkshochschule (MVHS) und bildet zusammen mit der Programmdirektorin Dr. Susanne May die Geschäftsführung der städtischen Bildungs-GmbH. Er folgt Professor Dr. Klaus Meisel nach, der zum 31. Oktober nach über 14 Jahren in der Funktion des Managementdirektors in den Ruhestand tritt.

12. bis 29. November
Die 61. Münchner Bücherschau findet auch Corona-Krisenjahr statt – diesmal aber virtuell.

17. November
Christian Stückl, Intendant des Münchner Volkstheaters, begleitet Oberbürgermeister Dieter Reiter über die Baustelle des beeindruckenden Theaterneubaus im Schlachthof-Viertel. Die Stadt hat 131 Millionen Euro bereitgestellt für das Bauprojekt. Eröffnet wird das Haus mit Beginn der Spielzeit 2021/2022.

30. November
Wegen der Corona-Pandemie bleiben alle geschlossenen Kulturbetriebe gemäß staatlicher Verordnung zu – bis vorerst 20. Dezember, auch die Stadtbibliothek muss nun schließen. Die MVHS darf ihren Schulbetrieb und damit 600 Kurse weiterführen, allerdings nur digital.


Trauer und Gedenken

13. Februar
Am 13. Februar 1970 wurde auf das damalige Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in der Reichenbachstraße ein Brandanschlag verübt. Sieben Menschen, die im Altersheim der Gemeinde lebten, wurden dabei ermordet – unter ihnen auch Überlebende der Schoah. Zum 50. Jahrestag des Brandanschlags gedenkt die Landeshauptstadt im Alten Rathaus der Opfer. Der Kabarettist Christian Springer mit seiner Initiative Schulterschluss e.V. lässt in inhaltlicher Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München und durch die Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat vor dem Gärtnerplatz-Theater einen szenischen „Erinnerungs-Container“ errichten, der an die schreckliche Tat erinnert und den Opfern gedenkt.

30. April
Zum 75. Jahrestag des Endes der Diktatur der Nationalsozialisten in München mit dem Einmarsch der Rainbow Divison der US-Army beflaggt die Stadt München das Rathaus mit den amerikanischen Nationalfarben sowie der Flagge der Landeshauptstadt München und der des Freistaats Bayern. Im Rahmen eines Kunstprojekts "Weiße Fahnen für Frieden und Freiheit" weisen auf dem Marienplatz, im Umfeld der Bayerischen Staatskanzlei und an etwa 40 weiteren Orten 50 städtischen, staatlichen und privaten Institutionen weiße Fahnen auf den Tag der Befreiung hin. Bereits am 29. April 1945 war das KZ Dachau befreit worden, am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg zu Ende.

25. Juni
Die Münchner Kammerspiele bringen fünf öffentlich sichtbare Erinnerungszeichen für Mitarbeiter-/innen der Münchner Kammerspiele an, die in der NS-Zeit entrechtet, verfolgt und ermordet wurden: Edgar Weil, Hans Tintner, Benno Bing, Julius Peter Seger und Emmy Rowohlt.

22. Juli
Zum vierten Jahrestag des Attentats am Olympia-Einkaufszentrum findet eine Gedenkfeier für die Opfer statt. Das Kunstwerk „Für Euch“, das an die neun Getöteten erinnert, erhält zudem eine neue Inschrift. Nachdem die Tat nun auch von den bayerischen Sicherheitsbehörden als rassistisch motiviertes Verbrechen eingestuft wird, lautet diese: „In Erinnerung an alle Opfer des rassistischen Attentats vom 22.7.2016“. Anfangs war die Tat in der Öffentlichkeit und auf der Inschrift als Amoklauf bezeichnet worden.

23. Juli
Oberbürgermeister Dieter Reiter übergibt am Bavariaring gemeinsam mit der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, für deren Großmutter Albertine Neuland ein Erinnerungszeichen an die Öffentlichkeit. Am 23. Juli 1942 verschleppte die Gestapo Albertine Neuland in das Ghetto Theresienstadt, wo sie am 19. Januar 1944 verhungerte.

26. September
Zum 40. Jahrestag des Oktoberfest-Attentats veranstalten die Stadt München und die DGB Jugend München einen Gedenkakt auf der Theresienwiese, beim dem neben Oberbürgermeister Dieter Reiter auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder sowie Überlebende des Attentats sprechen. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch die neue Dokumentation Oktoberfest-Attentat der Öffentlichkeit übergeben, die gemeinsam mit Überlebenden des Anschlags entwickelt wurde.

Um die Verletzten und Hinterbliebenen, die auch 40 Jahre später noch unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen infolge des Anschlags leiden, zu unterstützen, richten der Bund, der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München einen gemeinsamen Fonds in Höhe von 1,2 Millionen Euro ein. Als Zeichen der Solidarität sollen unmittelbar Betroffene des Anschlags aus diesem Fonds eine Unterstützungsleistung erhalten können.

28. November
Die Stadt trauert um Dr. Peter Radtke. Der am 28. November verstorbene Schriftsteller, Romanist und Schauspieler, *1943, wirkte maßgeblich für die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung. Er spielte Theaterrollen unter anderem an den Münchner Kammerspielen und trat als Kabarettist auf. In München gründete er die Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien. Ab 1977 hatte er das Fachgebiet „Behindertenprogramm“ (heute „Barrierefrei lernen“) an der Münchner Volkshochschule aufgebaut und viele Jahre geleitet.


Städtische Preisverleihungen

16. Januar
Michael Buschheuer, der mit seinem Team schiffbrüchige Geflüchtete auf ihrem Seeweg nach Europa vor dem Ertrinken rettet, wird mit dem Georg Elser-Preis ausgezeichnet. Der Preis würdigt Menschen, die sich gegen undemokratische Strukturen, Organisationen und Entwicklungen zur Wehr setzen, die für Schwache eintreten und die rechtsextremen Tendenzen entgegentreten.

28. Januar
Die Stadt München zeichnet zum ersten Mal Galerien und Off Spaces für ihr Engagement im Bereich der zeitgenössischen Kunst aus. Die insgesamt sechs Preise für 2019 gehen an die Galerien Sperling, Galerie Jo van de Loo, Deborah Schamoni und die Nir Altman Galerie sowie an die beiden Off Spaces Milchstraße und Weltraum. Gewürdigt wird deren besonderer Einsatz für Münchner Kunstschaffende.

30. Januar
Die Autorin Dana von Suffrin und der Cartoonist und Maler Rudi Hurzlmeier werden mit den Ernst Hoferichter-Preisen 2020 ausgezeichnet. Die Preise werden seit 1975 jährlich an freischaffende Münchner Künstlerinnen und Künstler verliehen, die – wie Ernst Hoferichter – Originalität und Weltoffenheit mit Humor verbinden.

6. Februar
Der Stadtrat beschließt, den Schauspieler Walter Hess mit dem Theaterpreis 2020 auszuzeichnen. Mit dem Preis gewürdigt wird das herausragende Oeuvre von Persönlichkeiten oder Ensembles, deren besondere Leistungen München als Theaterstadt Geltung und Ansehen verschaffen.

3. März
Oberbürgermeister Dieter Reiter zeichnet den Kabarettisten Gerhard Polt für dessen Lebenswerk mit dem Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München aus. Der Preis wird jährlich an eine Persönlichkeit von internationaler Ausstrahlung mit engem Bezug zu München für ihre kulturellen beziehungsweise wissenschaftlichen Leistungen vergeben.

5. März
Der Stadtrat beschließt, den Kabarettisten Frank Markus Barwasser mit dem Dieter-Hildebrandt-Preis 2020 auszuzeichnen. Der 2016 erstmals vergebene Preis wird für anspruchsvolles politisches beziehungsweise gesellschaftskritisches Kabarett verliehen.

8. Mai
Die Stadt gibt bekannt, die Schauspielerin und Kabarettistin Maria Peschek, den Künstler Albrecht von Weech sowie die Poetry-Slam Master Ko Bylanzky und Rayl Patzak für ihre besonderen kulturellen und künstlerischen Leistungen für Schwabing im Sinne seiner Tradition mit den Schwabinger Kunstpreisen 2020 auszuzeichnen.

5. August
Der Stadtrat beschließt, die Schriftstellerin Christine Wunnicke für ihr herausragendes literarisches Gesamtwerk mit dem Literaturpreis auszuzeichnen. Der Literaturpreis ehrt Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die dazu beigetragen haben, München als Literaturstadt Geltung und Ansehen zu verschaffen.

Der Stadtrat beschließt, mit dem Förderpreis Theater den Autor und Regisseur Emre Akal und mit dem Förderpreis Tanz den freischaffenden Choreographen Moritz Ostruschnjak auszuzeichnen. Die mit jeweils 6.000 Euro dotierten Förderpreise werden alle zwei Jahre für bisherige Leistungen und ungewöhnliche künstlerische Positionen vergeben.

Der Stadtrat beschließt, die diesjährigen Arbeitsstipendien für Münchner Autorinnen und Autoren zur Realisierung eines literarischen Projekts an Björn Bicker für sein Prosaprojekt "Boutheinas Lächeln" und an Sandra Hoffmann für ihr Romanprojekt "Tage im Wald" zu vergeben.

18. August
Oberbürgermeister Dieter Reiter überreicht die Kinoprogrammpreise für künstlerisch wertvolles Programmkino – und zwar an folgende Lichtspielhäuser: City-Atelier Kinos; Monopol Kino, Neues Maxim, Neues Rottmann Kino, Studio Isabella und Theatiner Film.

19. August
Der Stadtrat zeichnet die Galerien BRITTA RETTBERG, SPERLING und NIR ALTMAN sowie die Off-Spaces Das KloHäuschen, fructa space und T156 für ihr Engagement im Bereich der zeitgenössischen Kunst mit den Preisen für junge Galerien und Off-Spaces 2020 aus.

Der Grafik-Designer und Illustrator Günter Mattei wird für sein herausragendes Gesamtwerk mit dem Designpreis geehrt. Der Preis ist die höchste städtische Auszeichnung im Bereich der Angewandten Kunst und wird alle drei Jahre für das herausragende Gesamtwerk von Designerinnen und Designern verliehen.

26. August
Zur Unterstützung von Münchens Filmszene vergibt die Stadt jährlich Preise an den Regie-Nachwuchs. Die Starter-Filmpreise gehen an Anna Roller für „Die letzten Kinder im Paradies“, an Berthold Wahjudi für „Summer Hit“ und an Mariko Minoguchi für „Mein Ende. Dein Anfang.“ Den Starter-Filmpreis/Produktion erhält Narges Kalhor für „In the name of Scheherazade oder der erste Biergarten in Teheran“.

8. Oktober
Der Stadtrat bestätigt, die Schriftstellerin Dina Nayeri für ihr Buch „Der undankbare Flüchtling“ mit dem Geschwister-Scholl-Preis auszuzeichnen. Mit dem gemeinsam von der Stadt und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern vergebenen Preis wird jährlich ein Buch ausgezeichnet, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen und intellektuellen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben.

16. Oktober
In Kooperation mit dem Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum wird der Werner-Herzog- Filmpreis verliehen. Er geht an die Filmemacherin Natalija Yefimkina für ihren Dokumentarfilm „Garagenvolk“.

20. Oktober
Zur Realisierung eines Projekts werden Stipendien der Stadt München im Bereich Bildende Kunst an Samuel Fischer-Glaser und Angela Stiegler, Laura Leppert, Anna M Pascó Boltà sowie Viola Relle und Raphael Weilguni vergeben. Die Stipendien im Bereich Musik gehen an Carlos Cipa, Ludwig Himpsl, June Young Kim und das Duo Adrian Pereyra & Ruben Mattia Santorsa. Die Produktionsstipendien im Bereich Popmusik erhalten Elena Rud, „Florian Paul und die Kapelle der letzten Hoffnung“ sowie SEDA.

Der Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis zur Förderung junger Kunstschaffender geht im Bereich Bildende Kunst an Lena Grossmann, im Bereich Musik an Fiona Grond.

28. Oktober
Mit den alle zwei Jahre vergebenen Förderpreisen für Bildende Kunst, Architektur, Design, Fotografie und Schmuck der Landeshauptstadt München werden für ihre künstlerisch herausragende Leistung ausgezeichnet: im Bereich Bildende Kunst Maria VMier und Sophia Süßmilch, im Bereich Architektur Carsten Jungfer und Norbert Kling / zectorarchitects, im Bereich Design Leonhard Rothmoser, im Bereich Fotografie Saskia Groneberg sowie im Bereich Schmuck Carina Shoshtary.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung zum 40-jährigen Bestehen der Lothringer13_Halle „over13 – reflections on an art space“ statt.

29. Oktober
Der Stadtrat beschließt, den diesjährigen Tukan-Preis an den Münchner Autor Markus Ostermair für seinen Roman „Der Sandler“ zu vergeben. Der Tukan-Preis zeichnet eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung aus.

9. Dezember
Die Stadt München gibt die Preisträgerin und den Preisträger des biennal verliehenen Fernsehpreises LiteraVision bekannt. Ausgezeichnet werden in der Kategorie Kurzfilm Cornelius Janzen für seinen Beitrag „Adorno Reloaded. Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“ (ZDF/3sat) und in der Kategorie Langfilm Eva Menasse für ihren Beitrag „Ich habe kein Talent zum Hassen. Eva Menasse im Gespräch mit Robert Schindel“ (ZDF/3sat).