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Die Stadt München erhält Total E-Quality Prädikat 2017


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Dr. Alexander Dietrich freut sich mit den Fachstellen über das Prädikat.
© 2017 | Landeshauptstadt München, Tess Duesberg

Überzeugende Haltung zur Chancengleichheit und Vielfalt

Die Landeshauptstadt wurde 2017 zum siebten Mal in Folge mit dem Total E-Quality-Prädikat ausgezeichnet. Mit diesem Gütesiegel werden Organisationen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung prämiert, die eine Personalpolitik verfolgen, die auf Chancengleichheit von Frauen und Männern ausgerichtet ist. Aktuell tragen deutschlandweit 179 Organisationen dieses Prädikat, darunter allerdings nur sechs kommunale Arbeitgeber: Neben München sind es Dortmund, Köln, Leipzig, Ulm und Nürnberg. Seit 2015 wird ein Add-On Diversity für vorbildliches Engagement im Bereich Diversity verliehen. München wurde dieses Jahr erstmals damit ausgezeichnet. Prädikat und Add-On werden immer jeweils für drei Jahre vergeben.

„Wir freuen uns über die erneute Auszeichnung, auch das Add-on Diversity ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit“, so Dr. Alexander Dietrich, Personal- und Organisationsreferent der Landeshauptstadt. Dr. Sylvia Dietmaier-Jebara, die die betriebliche Gleichstellungsarbeit im Personal- und Organisationsreferat verantwortet, ergänzt: „Das Prädikat verdeutlicht die kontinuierlichen Fortschritte der Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsarbeit.“ Mit dem strukturellen Ansatz der interkulturellen Öffnung leistet die Stadt seit Jahren einen maßgeblichen Beitrag für die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt in der Verwaltung.

Die Jury begründete die wiederholte Auszeichnung der Stadt München, die das Prädikat seit 1999 ununterbrochen trägt, einmal mehr mit ihren Aktivitäten zur Gleichstellung, die deutlich über die Anforderungen des Gleichstellungsgesetzes hinaus gingen. Die Landeshauptstadt zeige mit ihren systematischen Ansätzen eine überzeugende Haltung zur Chancengleichheit. Auch im Bereich Diversity seien vorbildliche Aktivitäten nachgewiesen worden. „Als Landeshauptstadt und eine der international bedeutsamen Metropolen zeigt sich die Stadt nach innen wie außen sehr offen und tolerant“, verkündete die Jury.

Nicole Lassal, Leiterin der Gleichstellungsstelle ist stolz darauf, dass "die städtischen Querschnittsstellen aus dem Bereich der Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsarbeit mit ihrer engagierten und initiativen Arbeit einen guten Beitrag hierfür bieten."

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Frauen in Führung

Mittlerweile (2016) sind mit 52 Prozent (2014: 51, 2011: 47) mehr als die Hälfte der Führungskräfte bei der Stadtverwaltung (Gemeindehaushalt ohne Eigenbetriebe) Frauen. Auch hat die Stadt den Anteil an Führungspositionen, die in Teilzeit ausgeübt werden, kontinuierlich auf 32,8 Prozent erhöht, von denen wiederum fast 80 Prozent mit Frauen besetzt sind (Gemeindehaushalt ohne Eigenbetriebe).

Bereits 2011 und 2014 hatte die Jury die Landeshauptstadt besonders für ihre Maßnahmen in den Bereichen Förderung von Frauen in Führungspositionen, Führung in Teilzeit, Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs, Erleichterung des Wiedereinstiegs und Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelobt.

2017 wurden über die Errungenschaften der betrieblichen Gleichstellung hinaus noch die Fortschritte der Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsarbeit gewürdigt.

Ein Beispiel hierfür ist die Schulung „Vielfalt schlägt Einfalt“ (ggf. Link auf Internetseite), bei der alle Nachwuchskräfte der Landeshauptstadt München zu folgenden Themen geschult und sensibilisiert werden: Interkulturelle Verständigung, Rechtsextremismus, Gender Mainstreaming, Inklusion, Zivilcourage und Sexuelle Identität.

Von engagierten Frauen gegründet

Seit 1997 zeichnet Total E-Quality Deutschland e. V. jährlich Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sowie Verbände aus, die sich nachhaltig für Chancengleichheit engagieren. Total E-Quality Management (zusammengesetzt aus Total Quality Management und Equality) ist ein Personalmanagement, das sich einerseits am Geschlecht orientiert, andererseits in zunehmendem Maß auch an sehr unterschiedlichen Lebensereignissen der Beschäftigten.

Die Initiative Total E-Quality, die 1996 von engagierten Frauen aus der Wirtschaft gegründet wurde, genießt die Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Aber auch Bildungsministerin Johanna Wanka wirbt auf der Website des Prädikats für die Gleichstellung von Frauen und Männern.