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Beurlaubtentage


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Der ehemalige Personal- und Organisationsreferent Dr. Thomas Böhle

Tag der Beurlaubten: als Plattform zum Informationsaustausch

Seit 2002 bietet die Landeshauptstadt München ihren beurlaubten Dienstkräften den „Tag der Beurlaubten“ als Plattform zum Informationsaustausch und Kontakthalten an. Aufgrund der stetig steigenden Rückkehrquote (2014: 44 %) und der wachsenden Tendenz zu einem frühen beruflichen Wiedereinstieg wird der „Tag der Beurlaubten“ in Zukunft je nach Bedarf durchgeführt.

Der ehemalige Münchner Personal- und Organisationsreferent Dr. Thomas Böhle hieß die Gäste des Tages der Beurlaubten 2009 willkommen. Rund 110 beurlaubte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt waren am 17. November 2009 der Einladung ins Alte Rathaus gefolgt und nutzten die Gelegenheit, sich in Vorträgen und auf dem Infomarkt über Wiedereinstiegsmöglichkeiten und -modalitäten zu informieren.

In seiner Begrüßungsrede stellte Dr. Thomas Böhle zunächst die neue Arbeitgebermarke vor, die von den Schlagwörtern Sinnhaftigkeit, Flexibilität, Verlässlichkeit, Gemeinschaft und Vielfalt getragen wird. Diese Begriffe spiegeln die Ansprüche der Stadt München nach außen wie innen wieder und sind die Pfeiler der Arbeitgebermarke.

"Der demographische Wandel in den Verwaltungen und Betrieben ist eine zentrale Herausforderung für die Personalpolitik der kommenden Jahre und Jahrzehnte", so Dr. Böhle zur Zukunft im öffentlichen Dienst. Die Belegschaften werden - wie die Gesamtbevölkerung - älter und heterogener. Dies gelte auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt München. Dies sei einer der Gründe, weshalb der berufliche Wiedereinstieg innerhalb von 3 Jahren gefördert werde. Es zeichne sich bereits jetzt ab, dass das breite Angebot der Stadt an Beratung, Unterstützung und Fortbildung zu einer hohen Rückkehrquote aus Elternzeit und familiärer Beurlaubung führe. Hier werde die Landeshauptstadt weitere Schritte unternehmen, um dem zu erwartenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Der kontinuierliche Rückgang der Beurlaubtenzahlen bestätige, dass die Stadt hier auf dem richtigen Weg sei.

Einen Erfolg, den die Stadt in jüngster Vergangenheit zu verzeichnen hatte, war die bundesweite Erzieher-/Erzieherinnen-Kampagne, die den Mangel an Arbeitskräften auf diesem Sektor im Zusammenhang mit dem Ausbau der Kindertagesbetreuung vermindern soll.

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Vereinbarkeit von Familie und Beruf

In seinem Vortrag stellte der Referent auch die neuen Leitsätze 2009 vor, die die Leitsätze 2000 fortschreiben. Er machte deutlich, dass die berufliche Förderung von Frauen ein wichtiges Ziel sei, zu dem eine Verbesserung des Bewerbungsverhaltens von Frauen und die Förderung von Frauen für Führungspositionen zähle. Zudem wies Dr. Böhle auf den hohen Stellenwert hin, den die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei der Stadt habe. Dazu zähle die Fortsetzung der "Aktionspläne Teilzeit", der Ausbau der Elternzeit für Väter und das neue Feld "Pflege von Angehörigen".

Als weiteres wichtiges Thema betonte der ehemalige Personal- und Organisationsreferent die Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagement, welches mittlerweile für rund ein Viertel der Beschäftigten Verbesserungen in der Arbeitsorganisation erreichen konnte.

Bedeutende aktuelle Themen wie die neuen Regelungen in der Leistungsorientierten Bezahlung oder die Rolle von Führungskräften im Betrieblichen Gesundheitsmanagement griff die ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Gesamtpersonalrats, Ursula Hofmann auf.

Anders als in den letzten Jahren zuvor fand die Veranstaltung 2009 wieder am Abend statt. Den beurlaubten Beschäftigten wurden neben den ausführlichen Begrüßungsreden ein großer Infomarkt auf zwei Ebenen sowie Vorträge zum Wiedereinstieg in den Verwaltungs-, Lehr- und Erziehungsdienst oder zur Telearbeit und zur Teilzeit angeboten. Viele nutzten die Gelegenheit, sich unmittelbar bei den Fachansprechpartnern zu Rente und Versorgung, Kinderbetreuung, Entgeltumwandlung, bei der Teilzeit- und Beurlaubtenberatung, bei der Gleichstellungsstelle für Frauen, beim Gesamtpersonalrat, bei den Mitarbeitern des Sozial- und des Schulreferates sowie der Personalentwicklung P5 zum Wiedereinstieg und zu LoB, bei der Fortbildungsabteilung des POR und des Pädagogischen Instituts, Limux und zum Projekt Kita 2011 zu informieren.

Ganz neu war das Angebot einer Medienecke vor dem Vortagssaal des Alten Rathauses, wo verschiedene Beiträge der Landeshauptstadt München zur Arbeitgebermarke, zu den verschiedenen Personalentwicklungsinstrumenten bei der LHM und ein Film des Sozialreferates zur Kindertagesbetreuung präsentiert wurden.

Zum Ende der Veranstaltung zeigten sich knapp zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Veranstaltung "zufrieden". Positiv bewertet wurde außerdem, dass auf dem Infomarkt umfassend informiert wurde und genügend Zeit zur Beantwortung der Fragen gegeben war.