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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Betriebliche Gleichstellung


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48 Prozent der Führungspositionen werden von Frauen ausgeübt

In zahlreichen Studien wurde inzwischen nachgewiesen, dass Unternehmen mit höherem weiblichen Führungskräfteanteil bessere Leistungen und höhere Gewinne erzielen. Diese Erkenntnis ist bei der Landeshauptstadt München bereits gelebte Praxis: 48 Prozent der Führungspositionen werden von Frauen ausgeübt.

20,2 Prozent der Führungspositionen werden in Teilzeit ausgeübt. Der Anteil der Frauen an den Teilzeitführungskräften beträgt rund 75,6 Prozent.

Die Beschäftigungsstruktur zeigt, dass die klassischen Arbeiterjobs noch immer Männerdomänen sind. Der Anteil der Frauen bei der Stadt ist je nach Berufsrichtung sehr unterschiedlich.

  • Maschinen- u. Metallbauberufe: 3,7 Prozent
  • Tiefbauberufe: 23,7 Prozent
  • Hochbauberufe: 49,6 Prozent
  • Lehrberufe: 61,6 Prozent
  • Verwaltungsberufe: 64,4 Prozent
  • Gesundheitsberufe: 81,4 Prozent
  • Sozialberufe: 78,6 Prozent
  • Erziehungsberufe: 92,7 Prozent

Bei rund 38.400 Beschäftigten liegt der Anteil der Frauen stadtweit bei 57,2 Prozent.

  • 1. Qualifikationsebene: 40,2 Prozent
  • 2. Qualifikationsebene: 61,3 Prozent
  • 3. Qualifikationsebene: 62,4 Prozent
  • 4. Qualifikationsebene: 56,0 Prozent

Weil solche Erfolge nicht von alleine entstehen, ist der Gender Mainstreaming-Ansatz fester Bestandteil der Personalarbeit. Er besagt, dass alle Maßnahmen und Instrumente auf ihre Auswirkungen auf Frauen und Männer überprüft und etwaigen Benachteiligungen beseitigt werden. Hier ein paar Beispiele:

Personalauswahl
Bei Stellenausschreibungen wird auf geschlechtergerechte Formulierungen geachtet; die Mitglieder einer Vorstellungskommission sind zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und zur geschlechtergerechten Personalauswahl geschult.

Leistungsbeurteilung
Die Beurteilungsrichtlinien der Landeshauptstadt München enthalten u.a. eine Reflektionshilfe, die Führungskräfte für eine geschlechtergerechte Beurteilung sensibilisiert. Dazu gehört, die eigenen Wahrnehmungs- und Bewertungsmuster zu hinterfragen.

Qualifizierung
Die Dimension Geschlecht und die spezifischen Interessenlagen von Frauen und Männern sind in allen Fort- und Weiterbildungsangeboten berücksichtigt. Interne und externe Trainerinnen und Trainer sind zum Themenbereich Gender Mainstreaming geschult. Neue externe Trainerinnen und Trainer werden in Assessments u.a. nach ihren Gender-Kenntnissen ausgewählt.

Neben der Förderung der beruflichen Entwicklung von Frauen ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wesentlicher Bestandteil der betrieblichen Gleichstellungspolitik. Einen Überblick über die aktuellen Ziele und Maßnahmen bieten die Leitsätze 2016.