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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Einzelfallprävention & Erhalt der individuellen Arbeitsfähigkeit


Betriebliches Eingliederungsmanagement, Personaleinsatzmanagement und Inklusion

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement der Landeshauptstadt München ist ein Angebot für alle Beschäftigten, die ein einem Zeitraum von 12 Monaten in der Summe mehr als 6 Wochen krank waren. Dabei müssen die 6 Wochen nicht zusammenhängen, d. h. auch einzelne Krankheitstage werden zusammengezählt.

Mit der Einführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements kommt die Stadt München ihrem gesetzlichen Auftrag aus § 167 Abs. 2 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) und damit ihrer Fürsorgepflicht als Arbeitgeberin nach.

Mit dem BEM soll erreicht werden, dass

  • gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen verhindert oder so weit wie möglich reduziert werden und der Arbeitsplatz erhalten bleibt,
  • die Rückkehr aus langer Krankheit erleichtert wird,
  • einer erneuten Arbeitsunfähigkeit durch Leistungen oder Hilfen vorgebeugt wird.

Das BEM soll ein neues Bewusstsein im Umgang mit erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schaffen bzw. stärken. Unter dem Motto „nicht abwarten, bis sich die Situation von selbst wieder verbessert, sondern frühzeitig reagieren und gemeinsam Lösungen finden“, baut das Betriebliche Eingliederungsmanagement auf die Chancen des präventiven Ansatzes.

 


Personaleinsatzmanagement (PEM)

Das Personaleinsatzmanagement unterstützt die Referate und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt München dabei, bereits gesundheitlich leistungseingeschränkte Personen weiterhin oder wieder einzusetzen. Dies kann zum Beispiel durch qualifizierte Beratung inklusive Ausschöpfen finanzieller Hilfen sowie durch das Finden eines neuen Einsatzes innerhalb der Landeshauptstadt München erfolgen.

 


Inklusion

Die Landeshauptstadt München setzt als Arbeitgeberin die UN-Behindertenrechtskonvention um. Auch wenn im Handlungsfeld "Arbeit und Beschäftigung" das Stichwort Inklusion noch viele Herausforderungen in sich trägt, wird unbeirrt daran gearbeitet und bei den Barrieren Stück für Stück reduziert.

Durch gegenseitiges Aufeinander zugehen und durch offene Kommunikation können Hürden und Ängste im Umgang mit Behinderungen abgebaut und praktische Lösungen am Arbeitsplatz gefunden werden.Vielfältige Maßnahmen werden entwickelt und angewendet, um Mitarbeitenden mit verschiedenen Behinderungsarten den Arbeitsalltag zu erleichtern, wie z.B. durch Standardisierung von IT-Arbeitsplätzen für Blinde und seheingeschränkte Mitarbeitende.

Die LHM nutzt auch alle Möglichkeiten, um Mitarbeitende, die im Laufe ihrer beruflichen Tätigkeit bei der LHM eine Behinderung erwerben, zu unterstützen und die behinderungsbedingten Schwierigkeiten zu lösen, gerade auch dann, wenn eine Weiterbeschäftigung am gleichen Arbeitsplatz nicht mehr möglich ist. Innerhalb des gesetzlich vorgeschriebenen Präventionsverfahrens wird unter Beteiligung verschiedener Dienststellen und des staatlichen Inklusionsamtes versucht, eine geeignete Einsatzmöglichkeit für betroffene Mitarbeitende zu finden und ggf. notwendige technische Arbeitshilfen zu identifizieren sowie deren Anschaffung zu organisieren.

Darüber hinaus freuen wir uns, wenn Menschen mit Schwerbehinderung bei der Stadt München eine Ausbildung erfolgreich absolvieren. Damit während der Ausbildungszeit und auch beim Übergang zur festen Anstellung alles gut gelingt, werden die Auszubildenden und Studierenden durch versierte Heilpädagoginnen und Heilpädagogen begleitet.