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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Bewerbungsverfahren


Bewerbungsweg bei der Landeshauptstadt München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Personalauswahl

Informieren Sie sich hier über den Ablauf eines Bewerbungsverfahrens, insbesondere im Hinblick auf die Besonderheiten, die wir als Arbeitgeberin des öffentlichen Dienstes zu erfüllen haben.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Bewerbung? Hier geht's zu den FAQs.

Öffentliche Arbeitgeber müssen im Gegensatz zur Privatwirtschaft spezielle gesetzliche Vorgaben bei der Auswahl von einzustellendem Personal beachten. Daraus ergeben sich zum Teil vorgeschriebene, sehr formalisierte Verfahrensabläufe sowie längere Laufzeiten, bis Sie endgültig über das Ergebnis Ihrer Bewerbung informiert werden können.

Das Personalauswahlverfahren

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1. Eingehen von Bewerbungen über das Bewerbungsportal:

Solange eine zu besetzende Stelle ausgeschrieben ist, prüfen wir zunächst die eingehenden Bewerbungen auf Zulässigkeit. Wir berücksichtigen dabei wirklich alle bis zum Ausschreibungsende eingehenden Bewerbungen, denn bei uns  gilt nicht: "Wer zuerst kommt, malt zuerst". Der Ablauf der Ausschreibung wird also in jedem Fall abgewartet, bevor die eigentliche Personalauswahl erfolgt. Die Ausschreibungsfrist dauert mindestens zwei Wochen, in den Ferienzeiten durchaus auch länger, damit möglicht viele Interessierte davon Kenntnis nehmen können.

2. Abgleichen der Bewerbungen mit den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle:

Spätestens nach dem offiziellen Ausschreibungsende werden die bis dahin eingegangenen zulässigen Bewerbungen näher geprüft. Grundlage dafür ist das Anforderungsprofil der zu besetzenden Stelle, das heißt die in der Ausschreibung konkret genannten Qualifikationen, Erfahrungen, Kompetenzen und Kenntnisse. Sollten auch spezielle fachliche Kenntnisse erforderlich sein, wird zur Einschätzung zusätzlich der jeweilige Fachbereich beteiligt. Bei vielen Interessenten braucht das seine Zeit, denn wir schauen uns Ihre Bewerbungen gründlich an und wollen allen eine faire Chance geben. Mit dieser Vorgehensweise wird eine willkürliche Personalauswahl verhindert und die im Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung verankerte "Bestenauslese" gewährleistet.

Bei Bewerbungen von Beschäftigten der Landeshauptstadt München beziehungsweise des öffentlichen Dienstes müssen wir zudem zwingend die dienstliche Beurteilung berücksichtigen, die gegebenenfalls noch erstellt werden muss.

3. Durchführen von Vorstellungsgesprächen in Form von strukturierten Interviews:

Nachdem die nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung am besten geeigneten Bewerberinnen und Bewerber anhand der "Aktenlage" ermittelt wurden, werden diese zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Darüber hinaus erhalten im Öffentlichen Dienst auch schwerbehinderte Menschen die Gelegenheit, uns von ihrer Eignung für die ausgeschriebenen Positionen zu überzeugen. Die entsprechende schriftliche Information erfolgt so rechtzeitig, dass noch genügend Zeit zur Vorbereitung beziehungsweise zur Einholung von Informationen vom Fachbereich besteht.

In unseren Gesprächen werden allen die gleichen Fragen gestellt, um einen objektiven Leistungsvergleich sicher zu stellen. Die Fragestellungen orientieren sich zwingend an den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle und werden im Einzelfall nicht nach Gutdünken abgeändert. Fragen, die irrelevant sind oder in die Privat- oder Intimsphäre vordringen, sind tabu.

Zusätzlich werden von uns zum Teil Assessment-Center-Elemente, wie zum Beispiel ein Rollenspiel oder eine Präsentation durchgeführt, für die die gleichen Grundsätze gelten. Keine Angst, Sie erhalten im Vorfeld eine ausreichende Vorbereitungszeit und werden im Einladungsschreiben vorab darauf hingewiesen!

Bei der Landeshauptstadt München entscheiden nicht Einzelne über die endgültige Stellenbesetzung. Daher sitzen Ihnen im Vorstellungsgespräch mehrere Personen gegenüber, zum Beispiel Personalstelle, Fachdienststelle, Personalvertretung und gegebenenfalls Schwerbehindertenvertretung oder Frauengleichstellungsstelle. Die Größe der Vorstellungskommission sowie der starre Ablauf der Fragen sind den rechtlichen Rahmenbedingungen geschuldet und nicht mit der Vorgehensweise bei privaten Arbeitgebern zu vergleichen. Zudem sind wir bestrebt, alle Eingeladene am gleichen Tag anzusehen, um einen direkten und gerechten Vergleich zu ermöglichen.

4. Dokumentieren der getroffenen Auswahlentscheidung:

Öffentliche Arbeitgeber sind verpflichtet, das gesamte Einstellungverfahren, inklusive der Vorstellungsgespräche zu dokumentieren, also schriftlich nieder zu legen. Das dauert zwar seine Zeit, dient aber einerseits der Selbstkontrolle und andererseits der Transparenz unserer Stadtverwaltung.

Danach muss die verbindliche Zustimmung zur Einstellung neuen Personals vom "richtigen" Entscheider eingeholt werden. Dabei handelt es sich nicht um die jeweilige Sachbearbeitung, sondern um eine höhere Führungskraft, die die Entscheidungsbefugnis vom Oberbürgermeister erhalten hat. Wer genau im Einzelfall dafür zuständig ist, hängt zudem davon ab, in welcher Entgelt- oder Besoldungsgruppe eingestellt werden soll. Zum Teil ist dies sogar dem Münchner Stadtrat vorbehalten, der nur circa einmal monatlich zu Sitzungen zusammen kommt. Eine Beschleunigung oder gar "Umgehung" dieses Verfahrens ist nicht möglich.

Danach sind die unterlegenen Bewerberinnnen und Bewerber zu informieren.

5. Einstellen der ausgewählten Personen:

Die Stadt München gehört zu einer der größten Kommunalverwaltungen Deutschlands. Deshalb sind für die Personalauswahl und die sich anschließenden Einstellungen bei uns zwei verschiedene Abteilungen zuständig. Beide arbeiten Hand in Hand, sodass beispielsweise die Übergabe der Bewerbung und der entsprechenden Informationen in jedem Fall sicher gestellt ist.

Bevor eine Einstellung bei uns möglich ist, benötigen wir aber noch weitere Unterlagen, wie zum Beispiel ein Führungszeugnis. Sollten Bewerberinnnen und Bewerber bereits im öffentlichen Dienst tätig sein, fordern wir zudem den Personalakt beim bisherigen Arbeitgeber an, bei dem wir auf eine schnelle Zusendung angewiesen sind.

Lange Kündigungsfristen bisheriger Arbeitsverhältnisse sind für eine Einstellung unerheblich. Wir ziehen niemanden vor, der schneller verfügbar wäre, denn wir halten uns auch hier an den in der Verfassung fest geschriebenen Grundsatz der "Bestenauslese".