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Erfahrungsbericht - Anja Burger


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Anja Burger macht eine Ausbildung bei der Stadt München

Verwaltungswirtin zweite Qualifikationsebene

Ich bin 20 Jahre alt. Schon früh wusste ich, dass ich rechtliche Aspekte in meinen zukünftigen Berufsalltag mit einbauen möchte. Nach dem Abitur 2012 wollte ich nicht studieren. Ich wollte eine Ausbildung machen, bei der ich Praxiserfahrung sammeln kann, einen gesicherten Arbeitsplatz habe und Geld verdiene.

Seit knapp zwei Jahren lebe ich nun in München, absolviere meine Ausbildung zur Verwaltungswirtin in der zweiten Qualifikationsebene – auch als mittlerer Dienst bekannt – und meine Erwartungen, aber auch Wünsche haben sich erfüllt.

Wieso München? Ja – wieso eigentlich. Für ein Mädchen aus dem Allgäu – so wie ich es bin –, die total familienfixiert ist, ist München groß und überwältigend. Meine Antwort ist kurz und knapp: München fördert und fordert. Zum einen punktet die Stadt bezüglich der beruflichen Möglichkeiten, denn einer Karriere steht nichts im Wege. Durch interne Aufstiege und Fortbildungen wird einem immer wieder Wissen vermittelt und die Möglichkeit geboten, sich beruflich weiter zu entwickeln. Zum anderen trifft München auch privat ins Schwarze. Das erste Mal von zu Hause weg merkt man, dass man in einer Großstadt so viel selbstständiger wird. Als Letztes muss natürlich gesagt werden, dass München tolle Wege bietet, seine Freizeit zu gestalten. Auch da trägt die Stadtverwaltung einen großen Teil in Form von Sportangeboten und anderem bei.

Was mir gefallen hat: Schon während der Ausbildung wird man in ein Beamtenverhältnis berufen. Das bringt viele Vorteile mit sich.

Aber nun zu den Eckdaten meiner Ausbildung: Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein mittlerer Schulabschluss. Das Ganze dauert zwei Jahre. Oh ja – es geht unglaublich schnell. Während ich diesen Text verfasse, stehe ich schon kurz vor meinen Abschlussprüfungen!

Die Ausbildung erfolgt dual:
Im Wechsel von zwei bis vier Monaten macht man verschiedene Praktika in der Stadtverwaltung
oderfachtheoretische Schulungen an der Bayerischen Verwaltungsschule in München. Wer sich gerne mit Recht auseinandersetzt, ist in dieser Ausbildung gut aufgehoben. Neben den reinen Rechtsfächern wie Allgemeinem Verwaltungsrecht, Dienstrecht, Baurecht, Staatsrecht und vielen
weiteren hat man Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre und Kommunale
Haushalts- und Finanzwirtschaft.

Meine Praktika trete ich im gesamten Stadtgebiet in München an – insgesamt sind das fünf meist völlig verschiedene und interessante Abschnitte. Die Stadt München bietet als Dienstherrin eine große Vielfalt.

Um Ihnen einen kleinen Einblick zu geben, nenne ich meine Praktika:

  • Stadtjugendamt, Beistandschaften und Vormundschaften (Sozialreferat)
  • Bürgerbüro, Außenstelle Riesenfeldstraße (Kreisverwaltungsreferat)
  • Bezirksinspektion Ost (Kreisverwaltungsreferat)
  • Ausbildungsabteilung (Personal- und Organisationsreferat)

Wir werden aber auch auf Praktikumsplätze in allen anderen Referaten verteilt. Hier achtet die Ausbildungsabteilung darauf , dass jeder möglichst vielfältige Einblicke in die Stadtverwaltung
bekommt. Und Achtung: Verwaltung bedeutet nicht nur Parteiverkehr, also dem direkten Kontakt mit Kunden in der Behörde – wie so viele glauben. Die Stadtverwaltung bietet ganz unterschiedliche Stellen, wo unser Wissen gebraucht wird. Im Außendienst heißt es zum Beispiel: raus aus dem Büro - ab vor Ort.

Wieso nun das fünfte Praktikum noch nicht aufgezählt ist? Ich befinde mich momentan im Fachlehrgang 5 – also dem letzten theoretischen Abschnitt. Nach meinen schriftlichen Abschlussprüfungen bekomme ich meine endgültige Planstelle mitgeteilt. Dann beende ich meine Ausbildung mit diesem Praktikum und werde – falls nicht alles schief geht – übernommen.
Wohin ich letztendlich komme steht zu dieser Zeit noch nicht fest, was das Ganze sehr spannend macht. Sorgen muss sich aber Keiner/Keine von uns Wir alle hatten bereits ein Gespräch mit den zuständigen Fachleuten. Die wissen, wo unsere Vorlieben liegen. Und jetzt gilt es Daumendrücken.