Top
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Hinter den Kulissen


Festsaal im Alten Rathaus, München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Dienstjubiläumsfeier im Alten Rathaus
© 2017 Stadt München, Jürgen Liebherr

Das erste Dienstjubiläum

Franz-Josef Möller, Public Management Student bei der Landeshauptstadt München, schreibt über einen Arbeitstag seines Praktikums im Leitungsstab Kommunikation.

„Wir begrüßen die Jahrgänge 1966, 1976 und 1991“, so heißt es am 28. März 2017 im Festsaal des Alten Rathauses. Nein, heute bin ich nicht auf einem Jahrgangstreffen der herkömmlichen Art gelandet.

Der Rahmen ist ein anderer. Einer, der mich fast noch mehr ins Staunen versetzt. Ich, die Public Management-Nachwuchskraft der Landeshauptstadt München im zweiten Semester, stehe im Alten Rathaus am Marienplatz. Während die Sonne durch die Fenster scheint, spielt sich die Mitarbeiterband „Südallee“  für die kommenden Stunden warm. Am Eingang treffen bereits die ersten Gäste ein -  Auffällig, dass die meisten Gäste eher „überdurchschnittlich“ (also 45-Plus) alt sind. Klar, denn heute wird es gar nicht darum gehen, wer in welchem Jahr geboren wurde. Sondern es geht um rund 250 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an diesem Dienstagmittag ihr Dienstjubiläum feiern. Seit 25, 40 oder gar 50 Jahre arbeiten sie bei der Stadt. Das ist viel länger, als ich auf der Welt bin.

Bürgermeisterin Christine Strobl nimmt in ihrer Festrede das Publikum mit auf eine Zeitreise in die Jahre, in denen die Kolleginnen und Kollegen bei der Stadt begonnen haben. Sie erzählt vom berühmten Wembley-Tor 1966, von der Wiederwahl des Bundeskanzlers Helmut Schmidt 1976 oder auch von der Inbetriebnahme des Flughafens München II in 1991/92.

Die erste Dienstjubiläumsfeier bereits im zweiten Semester

Ich erfahre, dass ein Gros der Anwesenden während dieser langen Zeit an verschiedensten Stellen der Verwaltung tätig war. Der 50-jährige (!) Dienstjubilar und heutige Stadtdirektor des Referats für Gesundheit und Umwelt, Manfred Jagusch beispielsweise, arbeitete in über sieben Referaten. Für mich ist es heute kaum vorstellbar, dass er seinen ersten Arbeitstag bereits mit 14 Jahren antrat.

Anscheinend macht die Vielfalt an Aufgaben, von Passwesen über Sozialarbeit bis Umweltschutz, die Stadt schon seit jeher für die meisten der Jubilarinnen und Jubilare besonders attraktiv. Der Wechsel zwischen den verschiedensten Aufgaben innerhalb der Stadt steht auch heute noch hoch im Kurs. Auch ich, als dualer Student seit gut einem halben Jahr in Diensten der Stadt, profitiere von dieser Arbeitskultur.

Nach meinem ersten Praktikum im Sozialbürgerhaus bin ich nun seit wenigen Wochen im Personal- und Organisationsreferat im „Leitungsstab Kommunikation“. Neben Intranet, Öffentlichkeitsarbeit oder auch Flyer-Gestaltung werden hier auch interne Veranstaltungen organisiert und journalistisch begleitet. Ob Firmenlauf, erster Arbeitstag von neuen Nachwuchskräften bis hin zu Gesundheitsprojekten – der Leitungsstab Kommunikation wirkt vielerorts mit. So also auch bei dieser Dienstjubiläumsfeier. Gemeinsam mit der Abteilung P2 Personalbetreuung bereiten wir die Raumreservierungen vor, kümmern uns um die Einladung, arbeiten das Programm samt Präsentationen aus und berichten via Intranet inklusive Film- oder Bildaufnahmen über das Ereignis. Es ist spannend, hinter die Kulissen zu sehen, an was alles gedacht werden muss, damit an vier Tagen insgesamt über 1.000 Kolleginnen und Kollegen reibungslos ihr Jubiläum feiern können.

Ich freue mich darauf, noch weitere Veranstaltungen im Rahmen meines Praktikums mit zu organisieren und zu begleiten und infolgedessen viele Menschen kennenzulernen, die für eine lebenswerte Stadt arbeiten. Manche von ihnen, wie ich heute gesehen habe, tun dies schon seit 1966, 1974 oder auch 1991.

F. Möller, Public-Management-Student bei der Stadt München